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Ausgabe 2026

Etappesiege 0
Gesamtklassement 14
Die fahrer im Rennen 7
Teamleiter CAER Yvon / GOUBERT Stéphane

Geschichte

Heute ist Marc Madiot, eine charismatische Persönlichkeit des Radsports, Präsident des von ihm gegründeten und lange geleiteten Teams, seit er Ende 2025 das Ruder an Thierry Cornec übergeben hat. In den Jahren seiner Leitung wird das Team am 14. Juli im Bus oft mit der französischen Nationalhymne La Marseillaise und Le chant des partisans (Partisanenlied der französischen Widerstandskämpfer im Zweiten Weltkrieg) eingeschworen. Die wenigen Nicht-Franzosen (Bradley McGee, Baden Cooke, Philippe Gilbert, Stefan Küng), die der Formation der staatlichen französischen Lotterie zum Ruhm verholfen haben, bezeugen es: FDJ hält unter verschiedenen Namen – La Française des Jeux, fdjeux.com, FDJ-BigMat oder FDJ.fr und seit 2018 Groupama-FDJ – die Farben des Gastlands der Tour de France hoch.

Durch den Sieg von Frédéric Guesdon beim Rennen Paris-Roubaix beflügelt, tritt das Team bereits bei seinem Tour-Debüt 1997 in Person von Christophe Mengin in Fribourg (Schweiz) erfolgreich auf den Plan. Mit seinem australischen Duo McGee-Cooke, das den Prolog bzw. die Punktewertung gewinnt, prägt es die Tour 2003 im Jahr ihres hundertjährigen Bestehens. Arnaud Démares Sieg im Sprint in Vittel 2017 in blau-weiß-rot ist ein starkes Symbol, umso mehr als 2018 ein zweiter Erfolg in Pau folgt, wo Pierrick Fedrigo bereits 2012 gewinnt.

Die Fahrer mit dem vierblättrigen Kleeblatt auf dem Trikot haben bei der Tour wechselnden Erfolg. Mit Ausnahme von Christophe Le Mével (10. Platz 2009) und Sandy Casar (11. Platz 2009, 13. Platz 2008) treten sie punktuell in Erscheinung und erzielen selten gute Ergebnisse in der Einzelgesamtwertung, bis Thibaut Pinot bei der Tour 2012 sein Potenzial entfaltet. Er gewinnt die Etappe von Porrentruy und fährt als erster Jungprofi unter 23 Jahren seit 1947 in die TOP 10 der Gesamtwertung! Ein erster Vorgeschmack auf künftige Auftritte und Podiumsplatzierungen: Bei der Tour 2014 wird er Dritter und bester Jungprofi und lässt die französischen Radsportfans wieder auf den ersten Sieg seit Bernard Hinaults fünftem Erfolg (1985) hoffen.

Sein Triumph in L’Alpe d’Huez 2015 erfüllt die französischen Radsportfans erneut mit Stolz. Er trägt 2016 auch das Gepunktete Trikot, bevor er krankheitsbedingt aufgeben muss. Beim Giro durchlebt er ebenfalls Höhen und Tiefen: 2017 wird er Vierter, aber 2018 liegt er auf dem dritten Platz der Gesamtwertung, als er auf der vorletzten Etappe erneut aussteigen muss. Durch seinen Sieg bei der Lombardei-Rundfahrt bestärkt, genießt die Tour de France wieder sein ganzes Augenmerk und er durchlebt 2019 ein Wechselbad der Gefühle: Auf der Strecke nach Albi wird er auf die Windkante genommen, dann gewinnt er die Königsetappe am Tourmalet und rückt wieder in die Nähe des Gelben Trikots, bevor er in den Alpen unter dramatischen Umständen aufgeben muss. 2020 kommt der nächste Tiefschlag: Ein Sturz 3 km vor dem Ziel der ersten Etappe in Nizza verdirbt ihm nicht nur die Tour de France, sondern vereitelt auch die Teilnahme an den nächsten drei großen Rundfahrten, weil sein Rücken ernsthaft lädiert ist.

Es ist 2022 Marc Madiots ganzer Stolz, drei Franzosen in den TOP 15 der Gesamtwertung der Tour zu platzieren: David Gaudu (4. Platz), Valentin Madouas (10. Platz) und Thibaut Pinot (14. Platz). Mit Madouas, der in Foix Zweiter wird, kommt Groupama-FDJ näher an den Etappensieg heran als mit Pinot, der in Châtel-Les Portes du Soleil und in Mende als Vierter ins Ziel kommt. David Gaudu erreicht 2023 mit etwas schwächerer Leistung immerhin den 9. Platz der Gesamtwertung und steht damit weniger im Rampenlicht als Thibaut Pinot, der bei seiner letzten Tour Elfter wird. Das ist jedoch nicht die größte Meldung: Pinot liegt in seiner Heimat einsam in Führung, als seine Fans ihm am Col du Petit-Ballon in einer Kurve einen frenetischen Empfang bereiten (die Stelle wird ihm zu Ehren inzwischen „Virage Pinot“ genannt). Am Ende der Etappe wird er in Le Markstein bei bester Stadionstimmung Siebter.

Groupama-FDJ steigt 2024 mit dem dritten Platz von Quentin Pacher in Bologna und dem Gepunkteten Trikot von Valentin Madouas recht gut ein. Doch Gaudu, den in der ersten Saisonhälfte Verletzungen plagen, bricht ein und belegt am Ende nur den 65. Platz in der Gesamtwertung. Die jungen Ausnahmetalente Lenny Martinez und Romain Grégoire, die sehr früh ins kalte Wasser geworfen werden, können nur beim abschließenden Zeitfahren von Monaco nach Nizza mit den Plätzen 11 und 15 überzeugen. Martinez hat sich inzwischen in andere Gefilde aufgemacht und Grégoire das Feld überlassen, der 2025 mit einem vierten Platz in Boulogne-sur-Mer hinter Mathieu van der Poel, Tadej Pogacar und Jonas Vingegaard einen Achtungserfolg erzielt und sich als Fahrer auszeichnet. Auf der vorletzten Etappe in seiner Heimatregion muss er sich mit dem fünften Platz begnügen, da ein Sturz auf nasser Fahrbahn seine Siegchancen zunichtemacht. Zumindest hat er seinen Platz als Etappenjäger gefunden, während Guillaume Martin weiterhin auf die Gesamtwertung setzt (16. Platz 2025).

  • Finalsieg0
  • Etappensiege13
  • Gelbe Trikots3
  • Sonstige gewonnene Rennen3

Gesamtsiege: 0

Podiumsplatzierungen: 1
- 2014: Thibaut Pinot, Dritter

Etappensiege: 13
- 1997: Christophe Mengin in Fribourg
- 2002: Bradley McGee in Avranches
- 2003: Bradley McGee in Paris (Prolog); Baden Cooke in Sedan
- 2007: Sandy Casar in Angoulême
- 2009: Sandy Casar in Bourg-Saint-Maurice
- 2010: Sandy Casar in Saint-Jean-de-Maurienne
- 2012: Thibaut Pinot in Porrentruy; Pierrick Fédrigo in Pau
- 2015: Thibaut Pinot in L’Alpe d’Huez
- 2017: Arnaud Démare in Vittel
- 2018: Arnaud Démare in Pau
- 2019: Thibaut Pinot am Col du Tourmalet

Siege in anderen Wertungen: 3
- 2003: Baden Cooke (Punktewertung)
- 2011: Jérémy Roy (kämpferischster Fahrer)
- 2014: Thibaut Pinot (bester Jungprofi)

Gelbe Trikots: 3
- 2003: Bradley McGee, drei Tage

TEILNAHMEN: 29 (ununterbrochen seit 1997)

DIE ZAHL
10: Anzahl der Teilnahmen von Thibaut Pinot an der Tour de France (drei Etappensiege, ein dritter Platz in der Gesamtwertung und einmal bester Jungprofi)

MEILENSTEINE
- 22. Juli 1997: Erste Glücksmomente mit dem ersten Etappensieg von Christophe Mengin.

- 8. Juli 2003: Drei Wertungstrikots am gleichen Tag (McGee in Gelb, Cooke in Weiß, Mengin im Gepunkteten Trikot) vor dem Gesamtsieg von Cooke in der Punktewertung.

- 26. Juli 2014: Nach dem abschließenden Zeitfahren von Bergerac nach Périgueux steht die Formation FDJ am Ende der Tour erstmals auf dem Siegerpodest: Thibaut Pinot wird Dritter in der Gesamtwertung und gewinnt das Weiße Trikot.

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