Tour de France 2022

Am 14. Oktober: Vorstellung der Strecke der Tour de France 2022

Teuns hält durch, Pogacar jetzt in Gelb

Tour de France 2021 | Etappe 8 | Oyonnax > Le Grand-Bornand

Dylan Teuns kann den Vorsprung am Ende einer regnerischen Etappe nach Le Grand-Bornand ins Ziel retten. Tadej Pogacar lässt seinen Kontrahenten nicht den Hauch einer Chance und übernimmt Gelb. Matej Mohoric übergibt das Bergtrikot an einen Teamkollegen. 

Zusammenfassung - Etappe 8 - #TDF2021

Der Kurs führte unmittelbar nach dem scharfen Start um 300 Höhenmeter bergauf. Stress für die Sprinter von Anfang an; einige mussten schon hier abreißen lassen. Vorne wurde sofort wieder attackiert. Erst einmal blieb nur Wout Poels (TBV) übrig. Allerdings nicht lange. Vorne jetzt ein großes Feld. Schon früh meldete der Tour-Funk: Geraint Thomas in Schwierigkeiten. Und mit ihm unerwartet weitere prominente Fahrer - Latour, Majka u.a.. Kurz darauf fiel auch Roglic zurück. An der Spitze weiter viel Bewegung, aber noch kein entscheidender Vorstoß. Das Gelbe Trikot in der Gruppe bereits isoliert. Außer Cavendish die Trikotträger an Bord. Nach 45 km in Frangy die Sprintwertung, die seine Konkurrenten um Grün in der Reihenfolge Colbrelli vor Matthews unter sich ausmachten. Als der Aufstieg zur Côte de Copponex begann, attackierte erneut Wout Poels. Erfolgreich. Hinter ihm fuhren wieder beide Gruppen  zusammen. 

Wout Poels lange Solist 

Die Passhöhe überquerte Poels (2 Punkte) vor Elissonde (1 Punkt), G. Martin, Quintana, Pacher und Bernard. Dahinter wechselte die Situation ständig. Kragh Andersen (DSM) versuchte auszubrechen. Vergeblich. Auch an der Côte de Menthonnex-en-Bornes (4. Kategorie) Poels Erster (+ 1 Punkt). Dahinter eine größere Gruppe u.a. mit Valverde, Yates, Quintana, G. Martin, Henao. Das Hauptfeld mit den Trikotträgern verlor weiter an Boden. Petrus hatte keine Einsicht mit den Helden der Landstraßen und ließ weiterhin Regen prasseln. Hinter dem Feld wuchsen die Abstände zu den geschlagenen Fahrern permanent an.

Erst Michael Woods, dann Dylan Teuns Richtung Etappenerfolg

Kurz vor der finalen Kletterpartie holte die 18 Mann starke Gruppe Wout Poels ein. Dennoch gelang es Wout Poels am Mont-Saxonnex die maximale Punktzahl (10) zu erobern; am Abend würde er sich das Bergtrikot überstreifen. Volles Risiko trotz rutschiger Straße für Benoot und Kragh Andersen (beide DSM, ehemalig Sunweb), knapper Vorsprung. Dann die nächste Herausforderung. Hinter den beiden gleich der nächste Anstieg zum Col de Romme, dem schwersten der drei. Während Benoot zurückfiel, fuhr Michael Woods (ISN) zu Kragh Andersen auf. Das Hauptfeld fast 6 Minuten zurück. Dort zunächst ein bekanntes Bild: Ineos vorne! Aber auch UAE. Noch war Mathieu van der Poel mit dem Gelben Trikot dabei. Dann mussten er und Wout van Aert doch abreißen lassen. Vorne Woods vor Quintana, Poels, Cattaneo und Simon Yates. 

Vorjahrssieger Pogacar sammelte fast alle vor ihm ein

Im Anstieg Attacke von Pogacar. Nur Carapaz konnte zunächst noch mitgehen. Im Alleingang sammelte der Vorjahrssieger die vor ihm liegenden Fahrer einen nach dem anderen ein. Maximale Punktzahl auf dem Berg für Woods und über eine Minute vor der Gruppe Poels, der damit seinen Vorsprung in der Bergwertung weiter ausbaute. 4 km bergab und gleich wieder hoch zum letzte Körner fordernden Col de la Colombière. Dylan Teuns griff den Führenden an und zog vorbei. Pogacar übernahm virtuell Gelb. Und stürmte weiter. Den Gipfel erreichte Dylan Teuns ca. 100 m vor Pogacar als Erster. Dahinter Izaguirre und Woods, noch weiter zurück eine Gruppe mit Wilco Keldermann. Während Teuns mit viel Risiko bergab nach Le Grand-Bornand fuhr, vermied der neue Gelbe möglichst jedes Risiko. Am Ende wurde er 49 Sekunden hinter Teuns, Izaguirre und Woods Vierter. Die Gruppe um Keldermann beendete ihr Tagwerk gut drei Minuten später. 

Morgen wartet die erste Bergankunft auf die Fahrer.

 

© A.S.O.

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