Ausgabe 2018

Etappensiege 2
Gesamtklassement 11
Die fahrer im Rennen 8
Sportliche Manager : MAUDUIT Philippe / PEDRAZZINI Simone http://www.uaeteamemirates.com/

UAE TEAM EMIRATES

Das letzte noch in der World Tour verbleibende italienische Team wechselt 2017 unter arabische Flagge. Nach der Tour de France 2016 gibt La Lampre die Übernahme durch ein chinesisches Konsortium bekannt. Aber vier Unternehmen aus den Vereinigten Arabischen Emiraten, darunter die Fluggesellschaft Dubai Fly Emirates, sichern den Fortbestand dieser Formation, die Giuseppe Saronni bereits seit seiner letzten Saison als Fahrer 1990 leitet und dabei je nach Jahren und Ereignissen im Hintergrund bleibt oder ins Rampenlicht tritt.

La Lampre gibt häufig dem Giro d’Italia Vorzug. Die beste Platzierung in der Gesamtwertung der Tour de France in Paris erzielt der Litauer Raimondas Rumsas, der 2002 auf das Podium steigt (3. Platz). Im dem Jahr kommt Roberto Conti, der als dritter Italiener 1994 nach Fausto Coppi und Gianni Bugno in L’Alpe d’Huez gewinnt, in Paris auf den sechsten Platz. Damiano Cunego fährt 2011 auf den siebten Platz. Das blau-fuchsienfarbene Trikot des italienischen Herstellers von Stahlwalzprodukten wird 1993 erstmals auf der Strecke der Jahr gesichtet – dem Jahr, in dem der Usbeke Dschamolidin Abduschaparow seine beste Tour fährt. Er gewinnt drei Etappen und holt sich den Titel in der Punktewertung. Das Team verschwindet von 1997 bis 1999 nach einer kurzlebigen Fusion mit Mapei von der Bildfläche, knüpft aber auf Betreiben der Familie Galbusera (Vater und Sohn führen das Unternehmen) wieder an seine Radsportgeschichte an und schickt einen anderen Sprinter an den Start: den Tschechen Ján Svorada. Er gewinnt vor und nach diesem Kapitel Etappen der Tour de France (1994 und 2001). Vor dem Aufstieg der italienischen Sprinter Daniele Bennati, Alessandro Petacchi und Sacha Modolo in den Teamfarben beschert die Formation Lampre der Tour de France einen ihrer emotionalsten Momente, als 2002 der junge Schweizer Rubens Bertogliati auf dem letzten Kilometer das Peloton zum Narren hält und zum großen Leidwesen von Erik Zabel, der noch einige Zeit Großmeister des Sprints bleibt, einen Alleingang startet.

Der Sieg, den sich Ruben Plaza 2005 in Gap im Alleingang holt, ist der bisher letzte Erfolg der Formation Lampre. Das UAE Team Emirates platziert den schmächtigen Südafrikaner Louis Meintjes im letzten Jahr auf dem 8. Platz der endgültigen Gesamtwertung, aber er kehrt zu dem Team zurück, in dem er angefangen hat (Dimension Data). Die Teamaufstellung für 2018 gehört zu den beeindruckendsten im internationalen Radsport, aber Fabio Aru ist bei der Italienrundfahrt untergegangen und nun liegt es an Alexander Kristoff und Dan Martin, deren Form im Juni im Aufwärtstrend ist, bei der Tour de France die Auszeichnungen zu sammeln, die ihnen bei den Klassikern im Frühling verwehrt bleiben. Die Emire werden ungeduldig …

  • Finalsieg 0
  • Etappensiege 13
  • Gelbe Trikots 2
  • Sonstige gewonnene Rennen 3

Etappensiege : 13

  • 1993: Dschamolidin Abduschaparow in Vannes, Bordeaux und Paris
  • 1994: Jan Svorada im Futuroscope; Roberto Conti in L’Alpe-d’Huez
  • 1999: Ludo Dierckxsens in Saint-Étienne
  • 2001: Jan Svorada in Paris
  • 2002: Rubens Bertogliati in Luxemburg
  • 2007: Daniele Bennati in Castelsarrasin und in Paris
  • 2010: Alessandro Petacchi in Brüssel und in Reims
  • 2015: Ruben Plaza in Gap

Siege in anderen Wertungen : 3

  • 1993: Dschamolidin Abduschaparow (Grünes Trikot)
  • 2006: Damiano Cunego (bester Jungprofi)
  • 2010: Alessandro Petacchi (Grünes Trikot)

Gelbe Trikots : 2

  • 2002: Rubens Bertogliati, zwei Tage

DIE ZAHL

20: Tour-de-France-Teilnahmen der Formation La Lampre, die 2017 zu UAE Team Emirates wird, seit 1993 ohne Unterbrechung bis 2005

ECKDATEN

19. Juli 1994: Roberto Conti (6. Platz in der Gesamtwertung in Paris) gewinnt in L’Alpe d’Huez, obwohl La Lampre nur noch drei Fahrer im Rennen hat. Die anderen beiden sind der Sprinter Ján Svorada und der Mannschaftshelfer Marco Zen.

7. Juli 2002: Rubens Bertogliati belebt die Art von Ausritt wieder, die bei den Fahrern in Vergessenheit geraten ist. Im Alleingang überrumpelt er das Feld, entkommt einen Kilometer vor dem Ziel und holt sich das Gelbe Trikot.

18. Juli 2006: Damiano Cunego muss sich in L’Alpe d’Huez Fränk Schleck unterordnen, aber er lässt sich eine Option auf das Weiße Trikot des besten Jungprofis geben, das er dem Deutschen Markus Fothen abringt.

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