Ausgabe 2019

Etappensiege 0
Gesamtklassement 9
Die fahrer im Rennen 7
Teamleiter : STEPHENS Neil / PEDRAZZINI Simone http://www.uaeteamemirates.com/

UAE TEAM EMIRATES

Das letzte noch in der World Tour verbleibende italienische Team wechselt 2017 unter arabische Flagge. Nach der Tour de France 2016 gibt La Lampre die Übernahme durch ein chinesisches Konsortium bekannt. Aber vier Unternehmen aus den Vereinigten Arabischen Emiraten, darunter die Fluggesellschaft Dubai Emirates, sichern den Fortbestand dieser Formation, die Giuseppe Saronni bereits seit seiner letzten Saison als Fahrer 1990 leitet und dabei je nach Jahren und Ereignissen im Hintergrund bleibt oder ins Rampenlicht tritt.

La Lampre räumt häufig dem Giro d’Italia Vorrang ein. Die beste Platzierung eines seiner Fahrer in der Gesamtwertung der Tour de France in Paris erzielt der Litauer Raimondas Rumsas, der 2002 auf das Podium steigt (3. Platz). In dem Jahr kommt Roberto Conti, der als dritter Italiener 1994 nach Fausto Coppi und Gianni Bugno in L’Alpe d’Huez gewinnt, in Paris auf den sechsten Platz. Damiano Cunego fährt 2011 auf den siebten Platz. Das blau-fuchsiafarbene Trikot des italienischen Herstellers von Stahlwalzprodukten wird 1993 erstmals auf der Großen Rundfahrt gesichtet – dem Jahr, in dem der Usbeke Dschamolidin Abduschaparow seine beste Tour fährt. Er gewinnt drei Etappen und holt sich den Titel in der Punktewertung. Das Team verschwindet von 1997 bis 1999 nach einer kurzlebigen Fusion mit Mapei von der Bildfläche, knüpft aber auf Betreiben der Familie Galbusera (Vater und Sohn führen das Unternehmen) wieder an seine Radsportgeschichte an und schickt einen anderen Sprinter ins Rennen: den Tschechen Ján Svorada. Er gewinnt vor und nach diesem Kapitel Etappen der Tour de France (1994 und 2001). Vor dem Aufstieg der italienischen Sprinter Daniele Bennati, Alessandro Petacchi und Sacha Modolo in den Teamfarben beschert die Formation Lampre der Tour de France einen ihrer emotionalsten Momente, als 2002 der junge Schweizer Rubens Bertogliati auf dem letzten Kilometer das Peloton zum Narren hält und zum großen Leidwesen von Erik Zabel, der noch einige Zeit Großmeister des Sprints bleibt, einen Alleingang startet.

Der Sieg, den sich Ruben Plaza 2005 in Gap im Alleingang holt, ist der bisher letzte Erfolg eines Fahrers von La Lampre. Bei seinen beiden Teilnahmen unter dem Namen UAE Team Emirates setzt das Team auf die Gesamtwertung und landet zweimal auf dem 8. Platz: 2017 mit dem hageren Südafrikaner Louis Meintjes und im letzten Jahr mit dem Iren Dan Martin, der als erster Fahrer einer im Mittleren Osten registrieren Formation einen Etappensieg schenkt. Alexander Kristoff erweitert die Liste der Erfolge um einen Etappensieg auf den Champs-Élysées und der kolumbianische Sprinter Fernando Gaviria wurde im Hinblick auf eine starke Dominanz bei Massenankünften rekrutiert.

  • Finalsieg0
  • Etappensiege15
  • Gelbe Trikots2
  • Sonstige gewonnene Rennen4

Gesamtsiege: 0

Etappensiege: 15

  • 1993: Dschamolidin Abduschaparow in Vannes, Bordeaux und Paris
  • 1994: Ján Svorada im Futuroscope; Roberto Conti in L’Alpe-d’Huez
  • 1999: Ludo Dierckxsens in Saint-Étienne
  • 2001: Ján Svorada in Paris
  • 2002: Rubens Bertogliati in Luxemburg
  • 2007: Daniele Bennati in Castelsarrasin und in Paris
  • 2010: Alessandro Petacchi in Brüssel und in Reims
  • 2015: Ruben Plaza in Gap
  • 2018: Dan Martin in Mûr-de-Bretagne; Alexander Kristoff in Paris

Siege in anderen Wertungen: 4

  • 1993: Dschamolidin Abduschaparow (Punktewertung)
  • 2006: Damiano Cunego (bester Jungprofi)
  • 2010: Alessandro Petacchi (Punktewertung)
  • 2018: Dan Martin (kämpferischster Fahrer)

Gelbe Trikots: 2

  • 2002: Rubens Bertogliati, zwei Tage

DIE ZAHL

21: Tour-de-France-Teilnahmen der Formation La Lampre, die 2017 zu UAE Team Emirates wird, seit 1993 und seit 2005 ohne Unterbrechung

ECKDATEN

19. Juli 1994: Roberto Conti (6. Platz in der Gesamtwertung in Paris) gewinnt in L’Alpe d’Huez, obwohl La Lampre nur noch drei Fahrer im Rennen hat. Die anderen beiden sind der Sprinter Ján Svorada und der Mannschaftshelfer Marco Zen.

7. Juli 2002: Rubens Bertogliati belebt die Art von Ausritt wieder, die in Vergessenheit geraten ist. Im Alleingang überrumpelt er das Feld einen Kilometer vor dem Ziel, zieht davon und holt sich das Gelbe Trikot.

12. Juli 2012: In Mûr-de-Bretagne holt Dan Martin den ersten Etappensieg für ein Team, das den Mittleren Osten vertritt.

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