Cavendish ist zurück

Tour de France 2021 | Etappe 4 | Redon > Fougères

Dramatisches Finale für den bis 150 m vor dem Zielstrich führenden Brent Van Moer und den Sieger Mark Cavendish, der schon den Zwischensprint des Feldes gewonnen hatte. Er ließ auf den letzten Metern alle anderen Sprinter hinter sich und erfüllte sich mit seinem 31. Etappensieg einen Traum. Und eroberte zugleich das Grüne Trikot. Ansonsten zum Abschied aus der Bretagne eine eher ruhige Etappe nach dem turbulenten Auftakt. Keine Veränderungen bei den übrigen Trikotträgern. 

Zusammenfassung - Etappe 4 - #TDF2021

Erst zwölf Kilometer nach dem Start die erste Attacke - nicht vom bisherigen großen Animator Ide Schelling, der das Bergtrikot auf seinen Schultern auch an den nächsten Tagen genießen kann, sondern von Brent Van Moer (LTS) gefolgt von Pierre-Luc Périchon (COF). Das Feld ließ es nach den ersten drei äußerst turbulenten Tagen gemütlich angehen, so dass der Vorsprung des Duos rasch auf über zwei Minuten anwuchs. Dank der Nachführarbeit der Teams Alpecin-Fenix,  Deceuninck-Quick Step und Groupama-FDJ blieb es dabei. 

Cav is back, die Erste: Cavendish gewinnt Zwischensprint des Feldes

Nach ca. 60 km auf heute trockenen Straßen leichte Tempoverschärfung im Feld, so dass der Vorsprung der beiden Ausreißer unter zwei Minuten sank. Ähnliche Situation nach der Hälfte der Renndistanz. Richtung Finale der Zwischensprint in Vitré ein erster Test für die schnellen Männer. 1:20 nach dem Spitzen-Duo Van Moer und Périchon gewann Mark Cavendish den Sprint des Feldes vor seinem Anfahrer Michael Morkov und Nacer Bouhanni, der gestern in Pontivy schon Dritter war. Noch 20 km und das Feld gab Gas. Vorsprung unter 50 Sekunden. 13 km vor dem Ziel konnte Van Moer seinen Fluchtkollegen loswerden und den Vorsprung auf eine Minute ausbauen. Mit Chancen auf den Etappenerfolg.

Royaler Sprint in einem ultraspannenden Finale 

Längst hatten sich die Sprinterzüge positioniert. Allerdings ohne voll zu beschleunigen. Dennoch wurde zunächst Périchon eingeholt. Blieb Van Moer am Ende wenigstens der Titel „kämpferischster Fahrer“? Tatsächlich wurde ihm erst auf den letzten 150 m der mögliche Sieg gerade noch weggeschnappt - und tatsächlich gewann Mark Cavendish wie schon 2015 in Fougères. Ein royaler Sprint mit all der Dramatik, zu der der Radsport fähig ist - und ohne Sturz! Der Sieger am Ziel von den Gefühlen übermannt und in Tränen aufgelöst. Was für ein Comeback des in letzter Sekunde für die Tour nominierten Profis! Platz 2 für den derzeit starken Nacer Bouhanni vor Jasper Philipsen, Matthews, Sagan & Co. André Greipel starker 10. 

 

A.S.O./ Charly Lopez
A.S.O./ Charly Lopez © A.S.O./Charly Lopez

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