Tour de France 2022

Am 14. Oktober: Vorstellung der Strecke der Tour de France 2022

Zweiter Solo-Sieg für Mohoric

Tour de France 2021 | Etappe 19 | Mourenx > Libourne

Die polizeilichen Ermittlungen bei Bahrain Victorious schienen dem slowenischen Landesmeister Matej Mohoric nichts ausgemacht zu haben - im Gegenteil, sie motivierten ihn zur Attacke im richtigen Augenblick und brachten ihm den zweiten Sieg ein. Der Etappenverlauf und das Feld zweigeteilt: Hohes Tempo insbesondere in der zweiten Rennstunde in der Verfolgung der Ausreißer, gemütliches Finale für die Klassementfahrer - wenn man von den glimpflich verlaufenen Stürzen von Keldermann (5.) und G. Martin (8.) absah. Vorne ging insbesondere auf den letzten 50 km die Post ab. Großer Animator einmal mehr Nils Politt. Doch auch ihm fehlten die letzten Körner, um mit Mohoric um den Sieg zu kämpfen. Bei den Trikotträgern - mit Pogacar und Cavendish eigentlich nur noch 2 - keine Veränderungen.

Zusammenfassung - Etappe 19 - #TDF2021

Nervöser Beginn in Mourenx. Gerade als der erste Ausreißversuch sich bei km 2 abzeichnete, ein Sturz im vorderen Teil des Feldes. Betroffen UAE, Ineos, Bora. Das Rennen ging unterdessen weiter. Als Skujins und Kwiatkowski zu den Ausreißern hinspringen wollten, rief der Patron der Tour, Tadej Pogacar, sie zur Ordnung - Rückkehr ins Feld. Ebenso Keldermann und die übrigen leicht distanzierten Fahrer. UAE und Deceuninck schienen mit der Entwicklung des Rennens einverstanden und ließen ein Sextett ziehen: die Deutschen Jonas Rutsch (EFN) und  Georg Zimmermann (IWG), Mohoric (TBV), Bernard (TFS), Bonnamour (BBK) und Clarke (TQA). Die einzige Bergwertung (4. Kategorie) und damit 200 € Prämie sicherte sich Rutsch. Nach 30 km bereits über 4 Minuten vor dem jetzt lang gezogenen Feld. Bei km 168 erneuter Sturz im Hauptfeld. Betroffen ca. 20 Fahrer u.a. G. Martin, Mas und Colbrelli. Die Distanz zur Fluchtgruppe jetzt 3:45. Am Ende des Peloton ließ sich Geschke als Folge des Sturzes medizinisch behandeln. 

Bergwertung für Rutsch, Sprint für Zimmermann

Den einzigen Zwischensprint nach 54 km in Saint-Sever gewann Zimmermann vor Bonnamour. Für die Punktwertung wichtiger der Sprint um Platz 7. Hier war Matthews (+ 9 Punkte) schneller als Colbrelli (8); Cavendish heimste noch 6 ein. Peanuts verglichen mit dem Gesamtstand. Die Distanz zur Spitze jetzt wieder über 4 Minuten. Bewegung im Feld. Weitere Fahrer lösten sich, u.a. Nils Politt - und wurden zurückgeholt. Durch diese Manöver sank der Vorsprung auf 3 Minuten. Erneute Attacke aus dem Feld in Mont-de-Marsan - die zweite Gruppe mit Nils Politt und Max Walscheid (TQA), Theuns, Valverde, van Avermaet, Stuyven - insgesamt 20. Das Feld reagierte mit Verspätung, so dass Politt bei den Verfolgern erneut die Initiative ergriff. Die Abstände sanken in beiden Richtungen. Von wegen bummeln in Richtung Zielsprint. Alle mussten arbeiten. Bei der Verpflegungskontrolle nur noch eine Minute Vorsprung für das Sextett vor den jetzt 14 Verfolgern. Das Peloton eine halbe Minute dahinter. 

Feuerwerk der Ausreißer 

100 km vor Libourne Zusammenschluss des Sextetts mit den Verfolgern. Ein Novum: Erstmals 4 Deutsche in einer Fluchtgruppe. Aber nur noch 37 Sekunden vor dem jagenden Peloton. Die 20 vorne verstanden sich jedoch besser als die 122 hinten, wo nur noch Israel Start-up Nation Nachführarbeit machte. Der Vorsprung wuchs rasch an. Mit 7 Minuten Vorsprung 70 km vor dem Ziel war klar, dass der Sieger nur aus der Ausreißergruppe kommen würde. Nach der überschnellen zweiten Rennstunde mit 49 Sachen ging es etwas ruhiger zu. 55 km vor Libourne knackte die Spitze die 10 Minuten-Grenze. Wenige Kilometer weiter begannen die Feindseligkeiten in der Fluchtgruppe. Immer neue Attacken. Jonas Rutsch schien in leicht ansteigendem Gelände Erfolg zu haben - mit Bonnamour und Gesbert. Aber wieder eingeholt. Walscheid musste abreißen lassen. Pollit und Zimmermann drückten auf die Tube. Noch 10 vorne. Immer wieder Politt. Und Mohoric. Noch 25 km. Rutsch platzte weg. Mohoric einige Radlängen voraus. Der Landsmann von Pogacar baute seinen Vorsprung aus; bei den Verfolgern keine Einigkeit - und keine Power mehr, obwohl insbesondere Politt immer wieder antrat.  5 km noch, Zimmermann versuchte es. Doch Mohoric war enteilt. Für die anderen ging es nur noch um die Plätze.  Mohoric feierte seinen 2. Etappensieg, weil er im richtigen Augenblick attackiert und seine Fluchtkameraden überrascht hatte. 

A.S.O./Pauline Ballet
A.S.O./Pauline Ballet © A.S.O./Pauline Ballet
A.S.O./Pauline Ballet
A.S.O./Pauline Ballet © A.S.O./Pauline Ballet
16/07/2021 – Tour de France 2021 – Etape 19 – Mourenx / Libourne (207 km)
16/07/2021 – Tour de France 2021 – Etape 19 – Mourenx / Libourne (207 km) © A.S.O./Pauline Ballet
16/07/2021 – Tour de France 2021 – Etape 19 – Mourenx / Libourne (207 km)
16/07/2021 – Tour de France 2021 – Etape 19 – Mourenx / Libourne (207 km) © A.S.O./Pauline Ballet

Folge uns

Erhalten sie exklusive informationen zur Tour de France

DE CLUB