Zweiter Sieg für Yates, Buchmann erneut Vierter

21 Juli 2019 - 17:12

Superschnelle Etape von Beginn an. Am letzten Anstieg machen wieder die Fahrer von Groupama das Rennen schnell. Thibaut Pinot sorgt für Schmerzen und holt weitere Zeit zurück. Emanuel Buchmann erneut stark beim Sieg von Simon Yates.

 

Das Feld fuhr von Anfang an ein Höllentempo - über 50 km/h, so dass zwangsläufig alle Ausreißversuche scheiterten. Erst im Anstieg zum Col de Montségur kam eine prominent besetzte, 28 Mann starke Gruppe weg. Darunter Geschke und Kämna, außerdem Bardet, Nibali, Quintana, Simon Yates, Dan Martin, Ciccone, Konrad. Ihr Vorsprung wuchs rasch auf zwei Minuten an. Dazwischen kämpfte eine Gruppe um Michael Matthews und Nils Politt um Anschluss.

Drei Deutsche in der Spitzengruppe
Die Bergwertung (2. Kategorie) sicherte sich Michael Woods vor Nibali und Bardet. In der Abfahrt Zusammenschluss der beiden vor dem Feld fahrenden Gruppen. Jetzt waren 36 Fahrer mit 2:30 Minuten vorne. Außer Deceunick-QuickStep, Lotto-Soudal und Ineos alle Teams an der Spitze vertreten. Die abgehängten Fahrer um Tim Wellens wurden wieder herangeführt. Für drei Fahrer wurde es nochmal superschnell: Michael Matthews sicherte sich wie erwartet die Sprintwertung in Tarascon-sur-Ariège vor Nils Politt und Damiano Caruso. Trotz der 20 Punkte keine Gefahr für den grünen Sagan. Der Vorsprung der 36 nach 100 km: über drei Minuten.

Mur de Péguère: 1. Simon Geschke
Jetzt wurde es hammerhart: Drei Berge der 1. Kategorie in einem fast kreisrunden Kurs. Politt beschleunigte, ihm folgten 15 Mann, u.a. Geschke, Kämna und Bardet. Ein hartes Ausscheidungsrennen mit wechselnden Spitzenreitern und Gruppen. Im Feld musste Enric Mas vom Team Alaphilippe früh abreißen lassen. Der Rückstand des Pelotons wuchs Richtung Gipfel Pont de Lers auf über fünf Minuten an. Den überquerte Bardet vor Geschke. Nibali und Politt wurden unterdessen vom Feld geschluckt, das angeführt vom Team Alaphilippe aufs Tempo drückte. Erste Regentropfen bei der Tour. Die Spitzengruppe griff den zweiten Berg der 1. Kategorie, die Mur de Péguère, mit Simon Geschke in vorderster Linie an. Der Deutsche allein Richtung Gipfel. Im Feld kosteten Attacken das Gelbe Trikot einen Helfer nach dem anderen. Ebenfalls Ineos. Geschke gewann die Bergwertung knapp vor Yates. Das Feld nur noch zweieinhalb Minuten zurück. Dazwischen Landa.  

Faszinierendes Finale im Schlussanstieg
Nebel in der Abfahrt, nasse Straßen im Anstieg. Geschke und Yates in Front. Eine wachsende Gruppe u.a. mit Kämna eine Minute dahinter. Dann das Movistar-Trio mit Landa eine weitere Minute dahinter und schon 1’20 vor den übrigen Favoriten. Alaphilippe inzwischen alleine. In den Anstieg ging das Führungs-Duo mit 1:35 Vorsprung. Nur zwei Minuten Rückstand Landa, der zu Quintana vorfuhr. Taktische Meisterleistung von Movistar. Explosiver Antritt von Yates, der Geschke hinter sich ließ. Landa führte die Verfolger heran, Kämna am Hinterrad. Im kleiner werdenden Feld attackierte immer wieder Pinot. Ständige Positionskämpfe der Favoriten. Den stärksten Eindruck aber machten Thibaut Pinot, der Sieger von gestern, und Emanuel Buchmann.

Erste Flecken im Gelben Trikot
Kampf um Gelb zwischen Alaphilippe und Thomas. Diesmal mit dem besseren Ende für den Vorjahrssieger. Am Ende feierte Simon Yates unangefochten seinen zweiten Etappensieg vor dem wie entfesselt nach oben stürmenden Pinot und Landa. Knapp dahinter schon Buchmann vor Bernal und - welch starke Leistung auch das - Kämna noch vor den Favoriten auf Gelb in Paris. Alaphilippe konnte der Attacke von Thomas und Kruijswijk nichts mehr entgegensetzen und verlor über eine Minute gegen Pinot, behielt aber das Gelbe Trikot mit Vorsprung. Pinot jetzt schon 4. Buchmann 6. Die Trikotträger dürfen wieder im Lieblingshemd in den morgigen Ruhetag gehen.

Teufelslappen - Etappe 15 - Tour de France 2019

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