Ausgabe 2018

Etappensiege 0
Gesamtklassement 1
Die fahrer im Rennen 7
Sportliche Manager : ARRIETA Jose Luis / GARCIA José Vicente http://www.movistarteam.com/

MOVISTAR TEAM

Die in Pamplona gegründete Formation, die im Amateurlager anfängt, kann stolze 34 Teilnahmen an der Tour de France vorweisen! Der Teamgründer Eusebio Unzue ist immer noch der Manager, nachdem er lange Zeit die Geschäfte dem großen Weisen José Miguel Echavarri überlassen hatte! Die Teamverantwortlichen erinnern sich noch an ihren fulminanten Einstieg 1983, als es Angel Arroyo im ersten Anlauf auf den zweiten Platz der Gesamtwertung hinter Laurent Fignon schafft. Der Formation gelingt ein viel beachteter Doppelsieg im Zeitfahren von Puy de Dôme mit Pedro Delgado, der den dritten Erfolg eines Spaniers bei der Tour (1988) nach Federico Bahamontes und Luis Ocaña ankündigt.

Die Bank Banesto löst die Aluminiumfabrik Reynolds ab und Miguel Indurain übernimmt den Staffelstab von Delgado. Der Junge vom Bauernhof aus Navarra bleibt dem Team bis zu seinem Abschied vom Radsport am 2. Januar 1997 treu und wird zur Ikone des spanischen Radsports. Echavarri und Unzue versuchen, die Erinnerung an ihn hochzuhalten, indem sie Abraham Olaño und Alejandro Valverde ins Team holen. Sie führen die beiden zum Sieg bei der Spanienrundfahrt, aber bei der Tour de France will es nicht gelingen, wo sie „nur“ Etappenerfolge verzeichnen. Die Geschichte bringt dem Hause Navarra das Gelbe Trikot jedoch über abenteuerliche Umwege zurück: Das Peloton gönnt 2006 Oscar Pereiro eine halbe Stunde Vorsprung, der seinerseits in den Pyrenäen 25 Minuten gelassen hatte.

Die bemerkenswert langlebige iberische Formation, die nacheinander unter den Namen Iles Balears, Caisse d’Épargne und Movistar antritt, kehrt selten mit leeren Händen von der Tour de France zurück. Valverde weiß 2012 die letzte Chance in den Pyrenäen zu nutzen und siegt in Peyragudes. Er verpasst 2014 knapp einen Platz auf dem Treppchen (4. Platz), bevor es ihm 2015 im Alter von 35 Jahren erstmals gelingt, einen der begehrten Plätze auf dem Podium (3. Platz) zu erheischen, während Nairo Quintana wie 2013 den zweiten Platz belegt. Der Kolumbianer klettert 2016 erneut aufs Podest (3. Platz), enttäuscht aber 2017 (12. Platz), während Valverde bereits im Eröffnungszeitfahren in Düsseldorf schwer stürzt. Movistar, die einzige verbleibende Formation der siechenden spanischen Radsportwelt, versteht es, den Staffelstab von einem Champion an den nächsten zu übergeben und ist die wahre Tour-Truppe von gestern und morgen. Sie darf sich aber nicht mehr mit der Hoffnung begnügen, Kolumbien seinen ersten Gesamtsieger bei der Tour de France zu schenken. Daher schickt sie in diesem Jahr mit Mikel Landa neben Valverde et Quintana eine Troika gegen das Team Sky ins Rennen.

  • Finalsiege 7
  • Etappensiege 31
  • Gelbe Trikots 79
  • Sonstige gewonnene Rennen 10

Gesamtsiege : 7

  • 1988: Pedro Delgado
  • 1991, 1992, 1993, 1994, 1995: Miguel Indurain
  • 2006: Oscar Pereiro (nach Disqualifikation von Floyd Landis)

Etappensiege : 31

  • 1983: Angel Arroyo in Puy de Dôme (Zeitfahren)
  • 1984: Angel Arroyo in Morzine
  • 1985: Eduardo Chozas in Aurillac
  • 1986: Julian Gorospe in Saint-Étienne
  • 1988: Pedro Delgado in Villard-de-Lans (Zeitfahren)
  • 1989: Miguel Indurain in Cauterets
  • 1990: Miguel Indurain in Luz-Ardiden
  • 1991: Miguel Indurain in Alençon (Zeitfahren) und Mâcon (Zeitfahren)
  • 1992: Miguel Indurain in Saint-Sébastien (Prolog), Luxemburg (Zeitfahren) und Blois (Zeitfahren)
  • 1993: Miguel Indurain in Puy du Fou (Prolog) und Lac de Madine (Zeitfahren)
  • 1994: Miguel Indurain in Bergerac (Zeitfahren)
  • 1995: Miguel Indurain in Seraing (Zeitfahren) und Lac de Vassivière (Zeitfahren)
  • 1997: Abraham Olano in Eurodisney (Zeitfahren)
  • 2000: Vicente Garcia Acosta in Draguignan
  • 2003: Juan Antonio Flecha in Toulouse; Pablo Lastras in Saint-Maixent-L’Ecole
  • 2005: Alejandro Valverde in Courchevel
  • 2008: Alejandro Valverde in Plumelec; Luis Leon Sanchez in Aurillac
  • 2009: Luis Leon Sanchez in Saint-Girons
  • 2011: Rui Costa in Super-Besse
  • 2012: Alejandro Valverde in Peyragudes
  • 2013: Rui Costa in Gap und Le Grand Bornand; Nairo Quintana in Annecy-Le Semnoz
  • 2016: Ion Izagirre in Morzine

Siege in anderen Wertungen : 10

  • 1991: Mannschaftswertung
  • 1999: Mannschaftswertung
  • 2000: Francisco Mancebo (bester Jungprofi)
  • 2003: Denis Menchov (bester Jungprofi)
  • 2004: Vladimir Karpets (bester Jungprofi)
  • 2013: Nairo Quintana (bester Kletterer und bester Jungprofi)
  • 2015: Nairo Quintana (bester Jungprofi) und Mannschaftswertung
  • 2016: Mannschaftswertung

Gelbe Trikots : 79

  • 1988: Pedro Delgado, elf Tage
  • 1991: Miguel Indurain, zehn Tage
  • 1992: Miguel Indurain, zehn Tage
  • 1993: Miguel Indurain, vierzehn Tage
  • 1994: Miguel Indurain, dreizehn Tage
  • 1995: Miguel Indurain, dreizehn Tage
  • 2006: Oscar Pereiro, sechs Tage
  • 2008: Alejandro Valverde, zwei Tage

DIE ZAHL

60: Anzahl der Gelben Trikots von Miguel Indurain

ECKDATEN

16. Juli 1983: Im 15,6 km langen Zeitfahren von Clermont-Ferrand nach Puy de Dôme gelingt es der Formation Reynolds bei ihrem Tour-Debüt mit zwei Neulingen die beiden ersten Plätze zu belegen: Angel Arroyo (2. Platz in Paris hinter Laurent Fignon) und Pedro Delgado.

19. Juli 1991: Auf dem letzten Kilometer des Col du Tourmalet bricht der scheidende Sieger Greg LeMond ein und Miguel Indurain sichert sich mit einer rasanten Abfahrt in Gesellschaft von Claudio Chiappucci seinen ersten Sieg.

15. Juli 2006: Eine unglaubliche Wendung: Oscar Pereiro, der Pla de Beret mit 26 Minuten Rückstand erreicht hatte, übernimmt nur wenige Tage später das Gelbe Trikot, als er in Montélimar mit 29’57’’ Vorsprung gegenüber dem Rest über die Ziellinie geht.

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