Ausgabe 2019

Etappensiege 1
Gesamtklassement 1
Die fahrer im Rennen 8
Teamleiter : ARRIETA Jose Luis / GARCIA José vicente http://www.movistarteam.com/

MOVISTAR TEAM

Die in Pamplona zunächst im Amateurlager gegründete Formation kann stolze 36 Teilnahmen an der Tour de France vorweisen! Der Manager ist immer noch Teamgründer Eusebio Unzue, der lange die Zügel dem großen Weisen José Miguel Echavarri überließ! Die Verantwortlichen erinnern sich noch an ihren fulminanten Einstieg 1983, als es Angel Arroyo auf Anhieb auf den zweiten Platz der Gesamtwertung hinter Laurent Fignon schafft. Der Formation gelingt ein vielbeachteter Doppelsieg im Zeitfahren von Puy de Dôme mit Pedro Delgado, der den dritten Erfolg eines Spaniers bei der Tour (1988) nach Federico Bahamontes und Luis Ocaña ankündigt.

Die Bank Banesto löst die Aluminiumfabrik Reynolds ab und Miguel Indurain übernimmt den Staffelstab von Delgado. Der Junge vom Bauernhof aus Navarra bleibt dem Team bis zu seinem Abschied vom Radsport am 2. Januar 1997 treu und wird zur Ikone des spanischen Radsports. Echavarri und Unzue versuchen, die Erinnerung an ihn hochzuhalten, indem sie Abraham Olaño und Alejandro Valverde ins Team holen. Sie führen die beiden zum Sieg bei der Spanienrundfahrt, aber bei der Tour de France will es nicht gelingen, wo sie „nur“ Etappenerfolge verzeichnen. Interessanterweise bringt die Geschichte dem Hause Navarra das Gelbe Trikot in einer abenteuerlichen Episode zurück: Das Peloton gönnt 2006 Oscar Pereiro eine halbe Stunde Vorsprung, der seinerseits in den Pyrenäen 26 Minuten gelassen hatte.

Die bemerkenswert langlebige iberische Formation, die nacheinander unter den Namen Iles Balears, Caisse d’Épargne und Movistar antritt, kehrt selten mit leeren Händen von der Tour de France zurück. Valverde weiß 2012 die letzte Chance in den Pyrenäen zu nutzen und siegt in Peyragudes. Er verpasst 2014 knapp einen Podiumsplatz (4. Platz), bevor es ihm 2015 mit 35 Jahren erstmals gelingt, einen der begehrten Plätze auf dem Siegerpodest (3. Platz) zu erheischen, während Nairo Quintana wie 2013 den zweiten Platz belegt. Der Kolumbianer klettert 2016 erneut aufs Podest (3. Platz), enttäuscht aber 2017 (12. Platz), während Valverde bereits im Eröffnungszeitfahren in Düsseldorf schwer stürzt. Movistar, die einzige verbleibende Formation der siechenden spanischen Radsportwelt, versteht es, den Staffelstab von Champion zu Champion zu übergeben und ist die wahre ewige Tour-Truppe, wie der Gesamtsieg von Richard Carapaz beim Giro 2019 beweist. Auch 2018 hat sie trotz der Überlegenheit von Team Sky wieder ihren Platz bei der Großen Rundfahrt behauptet und dank Quintana eine Pyrenäenetappe gewonnen. Sie setzt sich außerdem in der Mannschaftswertung durch, wobei Mikel Landa auf dem 7. Platz der beste Fahrer in der Einzelwertung ist. Ihre Gallionsfigur bleibt der amtierende Weltmeister Alejandro Valverde.

  • Finalsiege7
  • Etappensiege32
  • Gelbe Trikots79
  • Sonstige gewonnene Rennen11

Gesamtsiege : 7

  • 1988: Pedro Delgado
  • 1991, 1992, 1993, 1994, 1995: Miguel Indurain
  • 2006: Oscar Pereiro (nach Disqualifikation von Floyd Landis)

Etappensiege : 32

  • 1983: Angel Arroyo in Puy de Dôme (Zeitfahren)
  • 1984: Angel Arroyo in Morzine
  • 1985: Eduardo Chozas in Aurillac
  • 1986: Julian Gorospe in Saint-Étienne
  • 1988: Pedro Delgado in Villard-de-Lans (Zeitfahren)
  • 1989: Miguel Indurain in Cauterets
  • 1990: Miguel Indurain in Luz-Ardiden
  • 1991: Miguel Indurain in Alençon (Zeitfahren) und Mâcon (Zeitfahren)
  • 1992: Miguel Indurain in Saint-Sébastien (Prolog), Luxemburg (Zeitfahren) und Blois (Zeitfahren)
  • 1993: Miguel Indurain in Puy du Fou (Prolog) und Lac de Madine (Zeitfahren)
  • 1994: Miguel Indurain in Bergerac (Zeitfahren)
  • 1995: Miguel Indurain in Seraing (Zeitfahren) und Lac de Vassivière (Zeitfahren)
  • 1997: Abraham Olano in Eurodisney (Zeitfahren)
  • 2000: Vicente Garcia Acosta in Draguignan
  • 2003: Juan Antonio Flecha in Toulouse; Pablo Lastras in Saint-Maixent-L’Ecole
  • 2005: Alejandro Valverde in Courchevel
  • 2008: Alejandro Valverde in Plumelec; Luis Leon Sanchez in Aurillac
  • 2009: Luis Leon Sanchez in Saint-Girons
  • 2011: Rui Costa in Super-Besse
  • 2012: Alejandro Valverde in Peyragudes
  • 2013: Rui Costa in Gap und Le Grand Bornand; Nairo Quintana in Annecy-Le Semnoz
  • 2016: Ion Izagirre in Morzine
  • 2018: Nairo Quintana in Saint-Lary-Soulan/Col du Portet

Siege in anderen Wertungen : 11

  • 1991: Mannschaftswertung
  • 1999: Mannschaftswertung
  • 2000: Francisco Mancebo (bester Jungprofi)
  • 2003: Denis Menchov (bester Jungprofi)
  • 2004: Vladimir Karpets (bester Jungprofi)
  • 2013: Nairo Quintana (bester Kletterer und bester Jungprofi)
  • 2015: Nairo Quintana (bester Jungprofi) und Mannschaftswertung
  • 2016: Mannschaftswertung
  • 2018: Mannschaftswertung

Gelbe Trikots : 79

  • 1988: Pedro Delgado, elf Tage
  • 1991: Miguel Indurain, zehn Tage
  • 1992: Miguel Indurain, zehn Tage
  • 1993: Miguel Indurain, vierzehn Tage
  • 1994: Miguel Indurain, dreizehn Tage
  • 1995: Miguel Indurain, dreizehn Tage
  • 2006: Oscar Pereiro, sechs Tage
  • 2008: Alejandro Valverde, zwei Tage

DIE ZAHL

60: Anzahl der Gelben Trikots von Miguel Indurain

ECKDATEN

16. Juli 1983: Im 15,6 km langen Zeitfahren von Clermont-Ferrand zum Puy de Dôme gelingt es der Formation Reynolds bei ihrem Tour-Debüt mit zwei Neulingen die beiden ersten Plätze zu belegen: Angel Arroyo (2. Platz in Paris hinter Laurent Fignon) und Pedro Delgado.

19. Juli 1991: Auf dem letzten Kilometer des Col du Tourmalet bricht der scheidende Sieger Greg LeMond ein und Miguel Indurain sichert sich mit einer rasanten Abfahrt in Gesellschaft von Claudio Chiappucci seinen ersten Sieg.

15. Juli 2006: Eine unglaubliche Wendung: Oscar Pereiro, der Pla de Beret mit 26 Minuten Rückstand erreicht, übernimmt nur wenige Tage später das Gelbe Trikot, als er in Montélimar mit 29’57’’ Vorsprung gegenüber dem Rest über die Ziellinie geht.

Folge uns

Erhalten sie exklusive informationen zur Tour de France