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Merlier schafft den Hattrick

Tour de France 2026 | Etappe 12 | Circuit Nevers Magny-Cours > Chalon-sur-Saône

Lange nahm die Etappe trotz vieler Attacken zu Beginn einen ruhigen Verlauf. Wieder gehörte Baptiste Veistroffer zu den Initiatoren, wieder fuhr er viele Kilometer allein vor dem Feld. Erst als Quinn Simmons (LTK) überraschend für alle anderen angriff, nahm das Rennen eine entscheidende Wendung. Dass es dennoch zu einem Massensprint kam, lag am Einsatz der Sprinterteams. Am Schluss hatte wieder Tim Merlier das bessere Ende für sich. Max Kanter als Siebter erneut hervorragend platziert.

Tour de France 2026 - Etappe 12 Extended Highlights

Nach dem Start auf der Rennstrecke Nevers Magny-Cours ging es in hohem Tempo Richtung Sprintwertung in Decize. Zahlreiche Angriffe - ohne Erfolg, denn die Spinterteams waren aufmerksam. Nach 12 km ein Quartett mit Michel Heßmann wenige Sekunden voraus. Dann mehrfach gleiches Bild mit anderen Fahrern. Baptiste Veistroffer zeigte sich immer wieder vorne, kam irgendwann weg, blieb aber alleine - erste Zeichen von Müdigkeit bei den Sprinterteams? Der Vorsprung des bisherigen Ausreißerkönigs wuchs rasch auf fast 2’ an, weil sonst niemand Interesse hatte, ihn zu begleiten. Er „gewann“ folglich auch die Sprintwertung. Dahinter enger Kampf um die Plätze. Pedersen vor Philipsen, Merlier, Kanter und Girmay. Danach neue Ausreißversuche aus dem Feld heraus. Veistroffer nur noch eine gute Minute voraus und bald von einem Trio eingeholt: Mattéo Vercher (TEN), Damiano Caruso (TBV) und Ewen Costiou (GFC). Das Quartett mit 1’30’’ Vorsprung. In der Zwischenzeit gab die Jury nach Pedersens Verlassen seiner Fahrlinie beim Sprint nur eine strenge Verwarnung (gelbe Karte). Er behielt seinen 2. Platz und die 20 Punkte. Kanter gewann als 5. noch 12 Punkte dazu.

Attacke am nicht kategorisierten Anstieg sorgte für Panik

Die Spitzengruppe nach 70 km im Anstieg zum ersten Berg der 4. Kategorie, der Côte de Lanty. Die Vier liessen Baptiste Veistroffer als Ersten drüber fahren. Das Peloton folgte 1’20’’ später. Beim einsetzendem Regen schmolz der Vorsprung auf 40’’, das Feld gab den Ausreißern dann nochmal  eine Minute. Den einen Punkt auf dem 2. Berg der 4. Kategorie, der Côte de Cuzy, hamsterte erneut Veistroffer ein. Das Feld mit 45’’ Rückstand. Sehr vorsichtig auf noch nassen Straßen. Die zum Glück wenige Kilometer weiter bei sonnigem Wetter wieder trocken waren. Noch 62 km, Veistroffer beschleunigte und nur Costiou ging mit. 50 km vor dem Ziel in Montceau-les-Mines entschloss sich Veistroffer bei sinkendem Vorsprung zum Solo, da auch Costiou die Segel strich. Als Quinn Simmons am nicht kategorisierten Anstieg bei Les Baudots beschleunigte, explodierte das Feld. Einige hatten Mühe zu folgen, Veistroffer wurde eingeholt. 14 Fahrer zwischenzeitlich mit Vorsprung an der Spitze. Dabei u.a. Steinhauser, Ganna, Hagenes. Erfolgreiche Nachführarbeit von Soudal Quick-Step - geschlossenes Feld. Weitere Attacken vor allem von Lidl-Trek, Mathias Vacek Erster am letzten Berg der 4. Kategorie.

Trotz Sturz im Feld fairer Sprint mit Hattrick Merlier

Danach war das Feld wieder weit auseinander gezogen. 15 km vor dem Ziel Antritt Mads Pedersen, an seinem Hinterrad Michel Hessmann und Jasper Philipsen. Sprintfinale oder nicht? Auch John Degenkolb ging einen Angriff mit. Derweil wurde Baptiste Veistroffer logischerweise erneut zum kämpferischsten Fahrer gewählt. Erst 7 km vor dem Ziel schien mit Hilfe von Kanters Team XDS Astana Ruhe im Feld zu herrschen. Das Finale in den Straßen von Chalon-sur-Saône wurde schließlich überschattet von einem heftigen Sturz um Fernando Gaviria. Da lag Philipsens Team noch vorne. Doch wieder hatte Tim Merlier das bessere Ende für sich und gewann die Etappe vor dem wieder sehr schnellen Olav Kooij und Jasper Philipsen, der die tolle Anfahrt seiner Kollegen nicht in einen Sieg ummünzen konnte. Keine Änderungen bei den Trikotträgern. Morgen eine schwer vorhersehbare Ausreißeretappe über den Ballon d’Alsace.

© A.S.O./ThomasMaheux

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