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Van der Poel und Pogacar leuchten über Paris

Tour de France 2026 | Etappe 21 | Thoiry > Paris Champs-Élysées

Ein Kampf bis auf den letzten Meter auf den Champs Élysées. Zunächst zeigten Tadej Pogacar und Mathieu Van der Poel ihre ganze Klasse. Am Schluss blieb nur Van der Poel übrig und krönte eine tolle Leistung mit dem Sieg im Fotofinish vor Jasper Philipsen, Mads Pedersen und Max Kanter. Ein Doppelsieg für Alpecin und ein tolles Feuerwerk der weltbesten Radprofis.

Tour de France 2026 - Etappe 21 Extended Highlights

Die verbliebenen 158 Fahrer waren schon beim Start im bzw. am Ziel. Denn die neue Streckenführung begann sozusagen umgekehrt wie sonst. Von der Ziellinie aus setzten sie sich in Bewegung - das wiederum wie gewohnt mit gemütlichen Pedalumdrehungen und damit in einem Tempo, das eher einer Prozession ähnelte als dem Start eines Radrennens. Dadurch nutzten die deutschen Fahrer die Gelegenheit, sich in einer Reihe auf der Prachtstraße den Kameras zu zeigen.

Sacré Coeur mit Wahnsinnskulisse

Nach 14 km Eingewöhnen wurde es ernst. Wer sonst als der Ausreißerkönig der ersten beiden Tour-Wochen Baptiste Veistroffer spurtete als Erster los. Niemand machte ihm den Gewinn der ersten Sprintwertung streitig. Kurz danach ließ er sich einholen. Neue Attacke, diesmal versuchten sich Xabier Azparren und Thibault Guernalec aus dem Staub zu machen, bevor es über den Montmartre ging. Vorsprung bis zu 50’’. Auf Höhe Sacré Coeur eine starke Gruppe mit Pogacar, Pedersen, Matthews, Van Mechelen, Stuyven, Van der Poel, Asgreen, Van Gils und Azparren. Kurz darauf wieder neue Lage mit Red Bull-Bora-hansgrohe an der Spitze, nachdem die Zeitmessung schon erfolgt war und Regen einsetzte.

Der Hügel sorgte für die Entscheidung

Als es zum zweiten Mal hoch zum Montmartre ging, setzte sich wieder Pogacar an die Spitze. Van der Poel am Hinterrad, Pedersen zunächst mit Abstand. In die Lücke sprintete Evenepoel. Pedersen kam wieder ran. Ein starkes Quartett führte das Rennen an. Seixas und sein Team kamen näher und schlossen auf. Decathlon hatte ganze Arbeit geleistet. Die Glocke für die letzte Runde. Heisse Positionskämpfe. Letztmalig hinauf nach Montmartre. Wieder Van der Poel und Pogacar nicht zu halten. 7’’ vor den Verfolgern Mohoric, Jorgenson & Co. Diese wurden erneut vom Team Decathlon mit Olav Kooij eingeholt, dazu Pedersen und Girmay. Das Giganten-Duo mit sinkendem Vorsprung. Das Feld kam ran, Van der Poel schoss davon, Pogacar nahm die Beine hoch. Die Verfolger flogen heran, doch Van der Poel rettete einen hauchdünnen Vorsprung vor Teamkollege Philipsen über die Ziellinie. Knapp dahinter Pedersen und der wieder sehr starke Max Kanter auf Platz 4 in Paris.

Tadej Pogacar trägt sich mit seinem fünften Toursieg in die Geschichtsbücher ein und zieht gleich mit den Legenden Jacques Anquetil, Eddy Merckx, Bernard Hinault und Miguel Indurain. 

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