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9. Etappe: Angepasste Strecke aufgrund der roten Hitzewarnstufe
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Tim Merlier erobert Bordeaux

Tour de France 2026 | Etappe 7 | Hagetmau > Bordeaux

Alles lief auf einen Sprint royal in Bordeaux hinaus. 2 Ausreißer von Gnaden des Pelotons - ungefährlich für die Gesamtwertung und/oder einen möglichen Massensprint. Also stieg die Spannung erst in den Straßen der Sprinter- und Wein-Metropole. Trotz bester Platzierung konnte Philipsen dem Antritt von Merlier nichts entgegensetzen. Max Kanter auf Platz 4, Phil Bauhaus knapp dahinter auf Platz 6.

Tour de France 2026 - Etappe 7 Extended Highlights

Heute schienen einige Fahrer noch dabei zu sein, ihre gestern erlittenen Wunden zu lecken. Prominentester Ausfall der Führende der Gesamtwertung Torstein Træen, der sich bei seinem Sturz erhebliche Verletzungen zugezogen hatte. Mental angeschlagen kam der französische Meister Romain Grégoire weinend mit 30 Minuten nach Pogacar ins Ziel - ein Horrortag für ihn. Wunden anderer Art sollten von den beiden Kapitänen von Red Bull Bora-hansgrohe zu heilen sein: Remco Evenepoel hatte sich im Ziel über die mangelnde Unterstützung von Florian Lipowitz beklagt. Interne Konkurrenz zu Lasten des Teams und der Chancen auf den angestrebten Podiumsplatz? Laut Lipowitz am ARD-Mikrofon alles geklärt.

Erneut ausgerissen Baptiste Veistroffer

Noch 176 Fahrer am Start in Hagetmau. Wie erwartet wurde direkt attackiert. „Ausreißer-König“ Baptiste Veistroffer, bei der 5. Etappe fast bis zum Ziel als Solist unterwegs, war erneut beteiligt. Heute hatte er einen Begleiter: Jakob Ortuba (CJR). Wieder ließ das Feld die Flucht zu, so dass der Vorsprung rasch auf über eine Minute anwuchs. Gemütliche Nachführarbeit von APT (Team Philipsen, Sieger in Bordeaux 2023) und SOQ (Team Merlier). Diese Ausreißergruppe konnten sie leicht kontrollieren. Als der Vorsprung auf eine halbe Minute gesunken war und die Flucht zu Ende zu gehen schien, stieg die Distanz zwischen Duo und Feld wieder an. Auslöser ein Angriff von Uno-X, der plötzlich Bewegung in das bis dahin ruhige Dahingleiten gebracht hatte. Doch auch diese Unterbrechung verpuffte, so dass der Vorsprung 10 km vor der Sprintwertung in Landiras wieder auf über eine Minute angestieg. 

Duo 157 km vor dem Feld

Den Sprint gewann Veistroffer mit kurzem Antritt vor Ortuba. Das Feld im Abstand von rund einer Minute. Wieder Pedersen, der Mann im Grünen Trikot, mit dabei gemessenen 78,1 km/h unwiderstehlich, gefolgt von den Mitfavoriten für die finale Auseinandersetzung in der Hauptstadt der Sprinter Girmay, Kanter, Philipsen und Merlier. Durch die Tempoverschärfung in Landiras sank der Vorsprung des Duos auf 25’’. Die einzige Bergwertung auf der Côte de Beguey (4. Kategorie) hinter Cadillac-sur-Garonne sah auch Veistroffer in Front. Er sicherte sich damit den einzigen zu vergebenden Punkt. Noch 37’’ voraus läuteten sie das Finale in den Straßen von Bordeaux ein. Das Feld wurde schneller und kam den beiden letzte Kräfte mobilisierenden Ausreißern näher.

2 deutsche Sprinter knapp geschlagen 4. bzw. 6.

18 km vor dem Ziel war der Ausreißversuch nach 157 km Alleinfahrt zu Ende. Alles klar für einen Massensprint. Uno-X versuchte den Plan zu durchkreuzen. Doch die Sprinterteams ließen sich nicht mehr die Butter vom Brot holen. Positionskämpfe schon vor der 5 km-Sprintzone. Optimale Vorbereitung von Alpecin-Premier Tech für Philipsen. Doch dann schoss Tim Merlier an allen vorbei und sicherte sich den Sieg in der Sprintermetropole vor Waerenskjold (UXM), Girmay (NSN), Kanter, Philipsen und Bauhaus (TBV).  

Keine Veränderung bei den Trikotträgern.

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