Impey macht das Rennen

14 Juli 2019 - 17:54

Alles in allem ein gemütlicher Tag für den Träger des Gelben Trikots und alle anderen Favoriten. Eine Ausreißergruppe mit Fahrern fast aller Teams machte am Ende den Sieg unter sich aus. Im Schlusssprint hatte Daryl Impey mehr als eine Radlänge Vorsprung vor dem kämpferischsten Fahrer des Tages, Tiejs Benoot. Das Feld kam mehr als eine Viertelstunde später zum Sonntagskaffee.


Nils Politt war der erste Angreifer, kam aber nicht weg. Statt seiner eine stark besetzte Gruppe mit 14 Fahrern aus 13 Mannschaften. Unter ihnen Tony Martin (Jumbo-Visma) und Lukas Pöstlberger (Bora-Hansgrohe). Weiter hinten schwerer Sturz von Alessandro De Marchi, der ihn zur Aufgabe zwang. In dem Augenblick, als das Feld den „Vorhang“ schloss, spurtete Marc Soler (Movistar) nach vorne, um die Ausreißergruppe zu erreichen.

Erste Bergwertung: 6 Minuten
Was ihm im Gegensatz zu Rui Costa beim Aufstieg auf den ersten schweren Berg gelang. Am Fuß der Wand von Aurec-sur-Loire (1. Kategorie) hatten die Ausreißer über sechs Minuten Vorsprung vor dem Peloton. Den Gipfel erreichte Tiejs Benoot nach bis zu 19 Prozent Steigung als Erster - nach seinen Mannschaftskameraden Wellens und De Gendt zum 18. Mal ein Fahrer von Lotto-Soudal. Das Team scheint die Berge für sich reserviert zu haben… Keine Abfahrt, stattdessen weiter auf dem Hoch-Plateau. Nach 50 km mit im Schnitt schnellen 41,1 km in der ersten Sunde wuchs der Vorsprung der jetzt 15 aus 14 Rennställen auf über 10 Minuten an.

Gemütlicher Feiertag für Julian Alaphilippe
Seit dem Überqueren der Passhöhe war es für die meisten Fahrer längere Zeit ein gemütlicher Sonntagnachmittag. Das Feld bzw. die Mannschaft des Trägers des Gelben Trikots ließ die Ausreißer gewähren - freie Fahrt für die Fluchtgruppe. Wieder etwas mehr Bewegung kurz vor der Sprintwertung in Arlanc. Die gewann Edvald Boasson Hagen vor Jasper Stuyven und Anthony Delaplace. Spielte für das Feld keine Rolle, weil alle Punkte von den Ausreißern kassiert wurden.

Zweite Bergwertung: 10 Minuten
In die Spitzengruppe kam in Richtung Berg der 3. Kategorie Bewegung. Kurzer Kampf um die Punkte in über tausend Metern Höhe. Daryl Impey holte sich zwei, Benoot einen. Danach beruhigte sich die Szene wieder - bei immer noch über 10 Minuten Distanz zwischen vorne und hinten. Es blieb hügelig. 43 km vor dem Ziel erste Attacken vorne. Profiteur Lukas Pöstlberger (Bora-Hansgrohe). Das Feld bummelte weiter - schon über 14 Minuten Rückstand.

Pöstlberger kommt nicht durch
19 km vor Brioude setzten einige der früheren Fluchtkameraden nach, so dass der Vorsprung des Österreichers schmolz. Insbesondere im letzten Berg des Tages mit über sieben Prozent im Mittel. 15 km vor dem Ziel war er eingeholt und fiel zurück - fast bis zum bereits abgehängten Tony Martin.

Dritte Bergwertung: Viertelstunde
Wiederholte Attacken, auf dem Gipfel Impey vor Benoot und Roche. Ein Quartett in der direkten Verfolgung. Roche fiel zurück. Im Feld attackierte - Romain Bardet bei seinem Heimspiel unterstützt von Tony Gallopin. Nur Strohfeuer.  An der Spitze bezwang der Südafrikaner Impey den Belgier Benoot, kämpferischster Fahrer der 9. Etappe. Dritter wurde der Slowene Jan Tratnik. Trotz des immensen Rückstandes des Peloton von über 16 Minuten gab es keine Änderungen bei den Trikotträgern.  

Zusammenfassung - Etappe 9 - Tour de France 2019

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