Simon Yates komplettiert seine Sammlung

18 Juli 2019 - 17:00

Zum Schlagabtausch der Favoriten kam es nicht. Stattdessen machte ein Trio den Sieg unter sich aus. Mit dem besten Ende für Simon Yates, der seit heute Etappensiege bei allen drei großen Rundfahrten vorweisen kann. Die Anwärter auf den Gesamtsieg hielten sich vornehm zurück.

Ohne Niki Terpstra und Jasper Philippsen starteten 168 Fahrer zur ersten Pyrenäen-Etappe. Hohes Tempo dank ständiger Attacken - 50,6 km/h wurden später gemessen. Erst nach mehr als 40 km konnte sich eine Gruppe vom Feld loseisen - und was für eine: 40 starke Fahrer in Front. Mit dabei die Deutschen Schachmann, Arndt und Kluge. Ebenso dabei die Trikotträger Sagan (Grün) und Wellens (Berg) sowie zahlreiche Vertreter der Sprinterelite. Im Hauptfeld kontrollierte erst Ineos, dann das Team des Führenden in der Gesamtwertung den Abstand, der lange um drei Minuten pendelte. Die Spitze bei der ersten Bergwertung - leichter Punktsieg für den aktuellen Bergkönig Wellens am Berg der 3. Kategorie.

Grün hat Sagan so gut wie sicher
Der Vorsprung betrug 130 km vor dem Ziel über vier Minuten, der Schnitt war auf 41 km/h gesunken. Währenddessen meldete Radio Tour die Aufgaben von Giacomo Nizzolo und Zeitfahr-Mitfavorit Rohan Dennis. Spitzengruppe jetzt fast fünf Minuten Vorsprung. Für die Sprintwertung interessierten sich jedoch nur Sagan, Colbrelli und Kristoff. Colbrelli und Kristoff zogen durch, Calmejane fuhr zu ihnen auf, um kurz darauf den Anstieg auf den legendären Peyresourde (1. Kategorie) alleine fortzusetzen.

Weitere Punkte für den Träger des gepunkteten Trikots
Während Calmejane sich dem Gipfel näherte - gefolgt von der auf 26 Fahrer geschrumpften Fluchtgruppe, in der vor allem Tim Wellens das Tempo erhöhte - hatte das Gelbe Trikot über sechs Minuten Rückstand. Dennoch fielen die ersten Fahrer weiter zurück. Vorne stellten die Verfolger Calmejane auf dem Gipfel, wo Bergkönig Wellens als Erster drüber sprintete und weitere 10 Punkte kassierte. Das Feld folgte 5:46 Minuten später. In der Abfahrt konnte Geburtstagskind Simon Clarke Land gewinnen. Mit einer Minute vor Matteo Trentin und etwas mehr vor den übrigen Flüchtlingen begann Clarke den Aufstieg zur Hourquette d’Ancizan (1. Kategorie).

Vorentscheidung am letzten Berg
Wellens war beim Anstieg zum zweiten und letzten Berg nicht mehr dabei. Trentin fuhr zu Clarke auf, Simon Yates und Gregor Mühlberger ihrerseits zu Trentin, den sie abhängten. Dahinter Mühlbergers Teamkollege  Schachmann und weitere Fahrer, die aus der großen Gruppe rausgefahren waren. Pello Bilbao konnte das Duo an der Spitze einholen. Die Bergwertung gewann inkl. der Bonussekunden Yates vor Mühlberger und Bilbao. Der Abstand zu Schachmann, Trentin & Co wuchs auf über eine Minute an. Das Feld kam erst acht Minuten später über den letzten Berg des Tages.

Bora-Hansgrohe verpasst knapp zweiten Etappen-Sieg
In der Abfahrt stieg der Vorsprung des Trios vor den Verfolgern konstant an - keine Chance,  um den Etappensieg mitzusprinten. Immerhin wurde Trentin die Ehre als kämpferischster Fahrer zuteil. Im Spitzentrio war Yates der coolste und gewann knapp vor Bilbao und Mühlberger. Trotz des großen Abstands von 9'30" zum Tagessieger gibt es keine Änderungen bei den Trikotträgern. Auch Emanuel Buchmann fuhr mit den Favoriten über die Ziellinie.

Zusammenfassung - Etappe 12 - Tour de France 2019

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