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Pogacar erfüllt sich seinen Alpetraum

Tour de France 2026 | Etappe 19 | Gap > Alpe d'Huez

12 km vor dem Ziel begann Tadej Pogacar seine Attacke. Während die Rennspitze immer kleiner wurde, schmolz auch der Vorsprung des verbliebenen Trios, weil der Favorit unbedingt gewinnen wollte. Was ihm eindrucksvoll vor einer wahnsinnigen Kulisse gelang. Ein langer Tag auf einer kurzen Strecke, der viele Fahrer an ihre Grenzen brachte. Der unermüdliche Richard Carapaz übernimmt das Bergtrikot.

Tour de France 2026 - Etappe 19 Extended Highlights

Keine Attacke aber ein Statement, dass Nils Politt sich nach der Startfreigabe vorne zeigte. Ohne einen einzigen flachen Kilometer musste sofort geklettert werden, so dass sich das Feld auseinander zog. Ein Quartett mit zweimal EF Education-EasyPost einige Längen voraus, weitere Fahrer schlossen sich an. Früh bildete sich ein Gruppetto. Wie gehabt das Duell Carapaz - Paret-Peintre um die Bergpunkte am Col Bayard. Im Spurt wieder der Franzose stärker. Dank weiterer 5 Punkte übernahm er das gepunktete Trikot ab sofort virtuell von Pogacar. Vertretungsweise trug er es schon seit Tagen. Danach hatten sich 42 Fahrer an der Rennspitze zusammen gefunden, u.a. wieder mit Engelhardt und Pedersen mit über einer Minute Vorsprung. Alle Favoritenteams vertreten. Und als Bestplatzierter Lenny Martinez, Siebter in der Gesamtwertung und etwas überraschend Adam Yates.

Der gefühlt ewige Zweikampf um die Bergpunkte

Der Aufstieg zum 2. Berg des Tages, dem Col du Noyer (Kategorie 1) begann. Eine größere Herausforderung vor allem für die Männer mit den müden Beinen nach 18 strapaziösen Etappen. Jetzt Lidl-Trek an der Spitze mit Gee-West und Pedersen im Grünen Trikot. Weder sprinteten die „Berg-Trikot-Jäger“ um die maximale Punktzahl, wieder war Paret-Peintre explosiver und heimste weitere 10 Punkte vor Carapaz (+ 8) ein. In der Abfahrt an der Spitze alle wieder zusammen. Das Peloton zeitweilig angeführt von den Deutschen Politt (UAE) und Denz (RBH) folgte 3’30’’ später. Die Strecke - u.a. über die Route Napoleon - blieb wellig und anstrengend bis zur Sprintwertung in Le Périer. Der Rennverlauf weitgehend ruhig. Bis auf einen glimpflich verlaufenen Sturz von Haller (TUD) und der Aufgabe von Affini (TVL). Da lag das Peloton 4’18’’ zurück.

Grünes und Bergtrikot im Blickpunkt

Trotz ansteigendem Kurs ging Pedersens Plan erneut auf. Kurzer Antritt und kampflos gewann er den Zwischensprint und fügte seinem Punktekonto 25 weitere hinzu. Grinsend gratulierte der Zweite Michael Matthews. Schreck in der Abfahrt - bei Paret-Peintre war der Akku leer. Und das nach dem erbitterten Kampf um die Bergpunkte. Beine hoch vor dem Col d’Ornon (2. Kategorie), den der Streckenchef etwas mehr als 20 km zum Einstimmen auf die Bergankunft in den Kurs eingebaut hatte. Weitere Fahrer mussten abreißen lassen. Auch Engelhardt nach seinen starken Auftritten gestern und vorgestern. Nur noch 21 Fahrer in der Rennspitze. Und 20 in der Gruppe Gelbes Trikot. Pogacar sah gut aus, im Gegensatz zu vielen seiner Teamkollegen. Von der Spitze weg gewann Carapaz die Bergwertung (+ 5 Punkte). Die Favoriten auf dem Gipfel 3’45’’ hinter Carapaz & Co.

Wer will Pogacar aufhalten?

15 Fahrer begannen den Aufstieg ab Bourg d’Oisans 3’30 vor der gelben Gefahr. Immer mehr Fahrer verloren den Kontakt. Attacke Pogacar, keiner konnte folgen. Die Situation 10 km vor dem Ziel: Richard Carapaz vor Sepp Kuss und Lenny Martinez; Pogacar mit Yates 2’35’’ dahinter. Noch 9 km und Pogacar alleine in der Verfolgung. 1’ hinter ihm Evenepoel, Del Toro, Seixas, Skjelmose, Cattaneo. Wieder verschärfte Carapaz das Tempo und Kuss fiel zurück, kam zurück. Dieses Szenario wiederholte sich, bis irgendwann Kuss zurückfiel. Der Kampf Mann gegen Mann half nur Pogacar, der dem verbliebenen Duo immer näher kam. 1,7 km war er bei Carapaz und Martinez angekommen. Der finale Antritt 1 km vor dem Ziel brachte Pogacar den Sieg. Martinez wurde Zweiter vor Carapaz. Evenepoel kam als starker 6. in Alpe d’Huez an. Das Bergtrikot wandert von Tadej Pogacar zu Richard Carapaz, der nun einen Punkt Vorsprung hat. Die anderen Trikots unverändert.

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