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9. Etappe: Angepasste Strecke aufgrund der roten Hitzewarnstufe
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Merlier erneut der Stärkste

Tour de France 2026 | Etappe 8 | Périgueux > Bergerac

180 km in traumhafter Kulisse. Wieder frühe Attacken, wieder kurz vor dem Ziel eingeholt und wieder Tim Merlier im Sprint nicht zu schlagen. Trotz einiger Längen Rückstand brauste er an allen Konkurrenten zum zweiten Sieg hintereinander - sein 5. Erfolg insgesamt bei der Tour. Bester Deutscher diesmal Pascal Ackermann als Siebter. Max Kanter lange bestens platziert fehlte am Schluss die Power, um ganz vorne zu anzukommen.

Tour de France 2026 - Etappe 8 Extended Highlights

Schon beim Einrollen postierten sich Sprinterteams in den ersten Reihen des Pelotons. Dennoch gelang drei Fahrern früh die Flucht aus dem Kreis der verbliebenen 176. Nach Liam Slock (LOI), der diesmal an Stelle seines Teamkollegen Baptiste Veistroffer sofort attackiert hatte, kamen zwei Tour-Neulinge dazu: Thibault Guernalec (TEN) und Jakub Otruba (CJR), der gestern mit Veistroffer 157 km vor dem Feld unterwegs war. Der Vorsprung des Trios jeweils um eineinhalb Minuten. Die Verfolgung übernahmen wieder Alpecin (APT) und Soudal (SOQ) unterstützt von Astana (XAT), dem Team von Max Kanter. Dennoch gewährten sie im Augenblick der Überfahrt über den Vézère einen rekordverdächtigen Vorsprung von über 2’. Kurz davor hatte sich Kanters Team aus der Nachführarbeit verabschiedet.

Max Kanter Zweiter beim Zwischensprint des Feldes

Kurz vor Sarlat-la-Canéda sank der Vorsprung wieder. Als hätten auch die Fahrer nur Augen für die traumhafte Kulisse der 8. Etappe im Perigord. Vor dem ersten Berg des Tages, der Côte de Domme in 216 m Höhe (4. Kategorie), trennten Spitze und Feld wieder rund 2’. Der Kurs: Über die Dordogne und dann knapp 4 km klettern. Ein beherzter Antritt bescherte Slock den einen Bergpunkt vor Otruba und Guernalec. Kurzer Stau des Pelotons bei der engen Einfahrt in Domme. Noch 20 km bis zur Sprintwertung in Saint-Cyprien und 60 bis zum Ziel. Sprint der Ausreißer - nach Fotofinish Otruba vor Slock. Guernalec dahinter. 2’ später das Hauptfeld. Erstmals konnte sich Philipsen vor seinen ärgsten Widersachern durchsetzen; danach schon Kanter vor Pedersen, Merlier und Girmay. Von den übrigen schnellen Deutschen war keiner beteiligt. Auch Olav Kooij, Sieger in Pau, nicht. Kanter lag mit 152 Punkten in der Gesamtwertung Grünes Trikot nur einen Punkt hinter Girmay und 62 hinter Pedersen.

Liam Slock fehlten am Schluss die Körner

Die Strecke stieg danach wieder an. Der 2. Berg der 4. Kategorie, die Côte du Buisson-de-Cadouin auf 200 m Höhe musste passiert werden. Dieses Hindernis nahm das Trio wieder 2’ vor dem Feld unter die Räder. Otruba beschleunigte schon früh, zu früh, um Slock abschütteln zu können. Der sprintete von Otrubas Hinterrad 300 m vor dem Gipfel zum Gewinn der Bergwertung. Plus ein Punkt. Im Feld bergauf Bewegung insbesondere durch EFE und UXM. Vorne nur noch Slock. Doch es blieb ein kurzes Scharmützel, so dass es gleich wieder hieß: geschlossenes Feld. Das auch die beiden jetzt ehemaligen Flüchtlinge Guernalec und Otruba wieder in seinen Reihen aufnahm. Slock nutzte seine Chance und zog alleine Richtung Bergerac durch. Noch 10 km und sein Vorsprung etwas über eine Minute. Seine Hartnäckigkeit bescherte ihm logischerweise die Auszeichnung kämpferischster Fahrer.

Tim Merlier eiskalt zum 2. Etappensieg

An der Spitze  des Feldes versuchten LOI und UXM den Sprintern ein Schnippchen zu schlagen. Doch 7,5 km vor dem Ziel die alte Ordnung. Noch 5 km und nur noch 30’’ Vorsprung. Hektisches Finale. Auf Höhe des letzten Kilometers wars für den Belgier vorbei. Max Kanter wurde von seinen Teamkollegen optimal platziert. Aber auf den letzten Metern schoss Tim Merlier an allen vor ihm fahrenden Sprintern vorbei und errang den zweiten Sieg hintereinander. Auf den Plätzen Biniam Girmay, Olav Kooij und Jasper Philipsen. Noch vor Kanter, der 9. wurde, spurtete Pascal Ackermann auf einen hervorragenden 7. Platz. Ein deutscher Sieg wie 2017 von Marcel Kittel schien lange möglich. Keine Veränderungen bei den Trikotträgern.

 

© A.S.O./ThomasMaheux

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