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9. Etappe: Angepasste Strecke aufgrund der roten Hitzewarnstufe
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Gute Lage für Sprinter

Nach der Hölle gestern heute ein Friedensangebot des Streckenchefs an die Sprinter. Nur ein Berg und der noch der kleinsten Kategorie. Ansonsten absolut eine Flachetappe: 175,1 km von Hagetmau durch die Landes zwischen A 63 und A 65 nach Bordeaux. Nach Paris die prestigeträchtigste Sprinterankunft bei der Tour de France. Neue Chance für die schnellen Männer, die bisher leer ausgegangen sind.

Alles andere als ein Massensprint ins Zentrum der berühmten Weinregion wäre eine große Überraschung. Die Strecke durch das ehemals sumpfige, waldreiche Gelände bietet Fluchtgruppen kaum Möglichkeiten, sich auf und davon zu machen. Durch den Parc Naturel Regional des Landes de Gascogne führt der Kurs von Hagetmau nordwestlich von Pau über Mont-de-Marsan und Saint-Symphorien fast schon geradeaus Richtung Bordeaux. Erst auf dem Weg zur Sprintwertung in Landiras nach 120 km biegt die Strecke durch eine Heidelandschaft und das Weinbaugebiet Graves leicht nach Nordosten ab.

Kleiner Berg, großer Sprint

Erst sprinten, dann klettern - aber nicht einmal auf 100 m über die Côte de Béguey (4. Kategorie), 1,2 km à 4,4 % und 84 m hoch. Nach wenigen Kilometern auf dem Plateau Capian Volldampf abwärts nach Bordeaux, wo am Ufer der Garonne in der Nähe des Place des Quinconces am Ende einer 560 m langen Zielgeraden die Entscheidung fallen wird: Kann Olav Kooij (DCT) seinen Sieg von Pau wiederholen oder kann sich Max Kanter (XAT) für die knappe Niederlage revanchieren. Seine gute Form hat er bei den letzten Zwischensprints immer wieder bewiesen. Sicher werden Philipsen (APT), Merlier (SOQ) oder Girmay (NSN) alles geben, um im Ziel die Arme hochreißen zu können. Der Führende im Grünen Trikot, Mads Pedersen (LTK), wird wie bisher spurtstark und mit passender Taktik alles versuchen, seinen Vorsprung in der Punktwertung auszubauen.

Wolfshohl, Thurau, Zabel

Max Kanter sollte sich deutsche Fahrer bei früheren Sprintankünften in Bordeaux zum Vorbild nehmen und wie Rolf Wolfshohl (1970), Dietrich Thurau (1977) und Erik Zabel (1995 und 1997) diesen Showdown für sich entscheiden. Im Gegensatz zu den Sprintern können sich die Klassementfahrer von den gestrigen Strapazen im Hochgebirge erholen, um Kräfte für die nächsten Herausforderungen zu sparen.

Le miroir d'eau et la place de la Bourse
Le miroir d'eau et la place de la Bourse © ©Alexander Demyanenkov

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