Sieg für Kwiatkowski, Pogacar verkürzt Rückstand

Tour de France 2023 | Etappe 13 | Châtillon-sur-Chalaronne > Grand Colombier

Wieder zwei Rennen in einem: Vorne 19 tempofeste Ausreißer beim Bestreben, den Topfavoriten heute ein Schnippchen zu schlagen. Im Peloton der erwartete Schlagabtausch zwischen den Favoriten auf den Gesamtsieg. Tatsächlich gelang dem Polen Michal Kwiatkowski als letztem Fahrer aus der Fluchtgruppe der Sieg. Er machte damit alle Hoffnungen der Franzosen auf einen Erfolg am Nationalfeiertag zunichte. Pogacar knöpfte als Dritter seinem Kontrahenten Vingegaard weitere 8 Sekunden ab. Für den Tagessieg kam seine Attacke allerdings zu spät. Keine Änderungen bei den Trikotträgern.

Highlights - Etappe 13 - Tour de France 2023

Trotz vieler Ausreißversuche in hohem Tempo blieb das Feld vorerst zusammen. Erst nach 25 km hatte sich aus kleineren Gruppen eine 19 Mann starke Einheit aus 14 Teams gebildet. Dabei Georg Zimmermann sowie u.a. Kwiatkowski, Mohoric, Asgreen, Latour, Bettiol, Stuyven. Als 40 km absolviert waren, wuchs ihr Vorsprung auf 1’30’’. Kontrolliert vom Team UAE an der Spitze des Pelotons. Direkt dahinter Bora und Ineos. Jumbo zeitweilig erst an vierter Position - aber unmittelbar hinter UAE-Kapitän Pogacar. Die durchschnittliche Geschwindigkeit mit 52 km/h hier noch deutlich über dem zuvor errechneten Schnitt. Zwischenzeitlich wuchs der Vorsprung auf über 2’ an. Zwei Sprinter unter den Ausreißern mussten abreißen lassen. Für die jetzt 17 vorne ging’s bereits bergauf, gleichwohl in Richtung Sprintwertung in Hauteville-Lompnès bei Km 83,3. Mit kurzem Antritt schnappte sich Teunissen aus dem Team von Zimmermann die Prämie vor Mohoric. Auf der  risikoreichen Abfahrt fiel Latour, eine der Hoffnungen seiner Landsleute, zurück. Neue Distanz zum Feld in Richtung Col de la Lèbe: über 3’. Ganz hinten quälte sich Caleb Ewan kurz vor dem Besenwagen. Wenig später meldete der Tourfunk seine Aufgabe.

Georg Zimmermann fällt zurück

Noch 30 km. Die Spitze näherte sich mit 4’ Vorsprung bereits Culoz, wo die große Technikzone der heutigen Etappe aufgebaut war und wo die finale Kletterpartie von 300 m auf 1.500 m auf den Grand Colombier begann. Inzwischen erhöhten UAE und Jumbo an der Spitze des Feldes das Tempo. Ineos und Bora ebenfalls. Der Vorsprung der Ausreißer  schmolz leicht. Mit 3’50’’ begann für die Ausreißer der Aufstieg durch ein immer enger werdendes Spalier begeisterter Zuschauer. Als Quentin Pacher (GFC) beschleunigte, fiel Zimmermann zurück. Auch im großen Feld mussten erste Helfer der Favoriten passen. An der Spitze holten Tejada (AST), van Gils (LTD) und Shaw (EFE) den Franzosen ein. In den steilen Spitzkehren wurden immer mehr Fahrer distanziert. Kwiatkowski (IGD) kam von hinten, attackierte sofort und baute seine Führung kontinuierlich aus. 8 km vor dem Ziel konnte Buchmann, bis dahin bei seinem Kapitän Jai Hindley, dem Tempo nicht mehr folgen. Ebenso Pinot. Numerische Überlegenheit bei UAE gegenüber TJV. 

Kwiatkowski widersteht allen

Kwiatkowski vergrößerte seinen Vorsprung weiter, aber die kleiner werdende Gruppe um das Gelbe Trikot kam näher. Dort attackierte Simon Yates, Sepp Kuss ging mit, dann Pogacar und Vingegaard, Hindley, Rodriguez, Pidcock und Meintjes konnten folgen. Die Favoriten schnappten sich einen Ausreißer nach dem anderen, auch Zimmermann - doch Kwiatkowski, inzwischen zum kämpferischsten Fahrer erklärt, fuhr weiter auf Sieg. Im Moment seines Erfolges eine explosive Attacke von Pogacar, Vingegaard ging mit, kam jedoch nicht mehr ran, hielt aber den Schaden in Grenzen. Der Herausforderer sicherte sich als Dritter hinter Maxim van Gils 4 Bonussekunden und 4 weitere vor dem Gelben Trikot. Hindley bestätigte als 6. hinter Pidcock seinen Podiumsplatz. Georg Zimmermann wurde starker 13. vor dem Österreicher Felix Gall. Pogacar jetzt nur noch 9 Sekunden hinter Vingegaard auf Platz 2 im Gesamtklassement. Der Zweikampf geht auf den beiden kommenden Etappen mit insgesamt zehn Bergen weiter. 

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