29/08 > 20/09/2020

Kwiatkowski und Carapaz gewinnen zusammen

A.S.O.
A.S.O. © A.S.O.

Eine ereignisreiche und spannende letzte Alpenetappe fand mit den beiden Ineos-Fahrern Kwiatkowski und Carapaz gleich zwei würdige Sieger. Und mit Carapaz den neuen Träger des Bergtrikots. Die Favoriten warteten mit Angriffen bis zum Plateau des Glières, ohne dass sich auf den Podiumsplätzen etwas änderte. Doch Yates und Uran verloren entscheidenden Boden. André Greipel musste die Tour beim Aufstieg zum Cornet de Roselend aufgeben. Erneut starker Auftritt von Simon Geschke.

Die Sprintwertung nach 14 km in Aime bestimmte zunächst die Renntaktik: Folglich die üblichen Verdächtigen Bennett, Sagan und Trentin vorne. Außerdem erneut Geschke und Hirschi - insgesamt 32 Fahrer aus 6 Teams. Die Sprintwertung gewann Bennett vor Trentin und Sagan. Vor dem Feld Kämna und Schachmann - vergeblich. Der Cormet de Roselend sorgte für Klarheit: Für die Sprinter war Schluss mit lustig; Rolland und Pacher attackierten; Kämna ging erneut mit, wurde jedoch vom Feld geschluckt. Weitere Angriffe; nur Landas Helfer Caruso erfolgreich. Für André Greipel endete die Tour im Aufstieg zum Roselend - der elffache Etappensieger musste gesundheitlich angeschlagen aufgeben. Vorne jetzt 19 Fahrer, das Feld knapp 2 Minuten dahinter. Den Gipfel in fast 2.000 m Höhe erreichte Hirschi als erster vor Carapaz. Geschke als Sechster kassierte noch einen Punkt. 

Spannendes Duell Hirschi-Carapaz um die Bergwertung

In der Abfahrt zogen Hirschi und Carapaz durch - knapp 30 Sekunden Vorsprung. Das Feld über drei Minuten dahinter und fast sieben vor den Sprintern. Bergsteigen ging weiter hinauf zur Côte de la route des Villes (3. Kategorie). Zuwachs für das Duo durch Kwiatkowski, Edet und Bilbao. Dennoch wieder Hirschi vor Carapaz. Runter und wieder rauf, die Abstände wuchsen. Und die Anforderungen 15 km hinauf zum Col des Saisies (2. Kategorie). Dennoch die durchschnittliche Geschwindigkeit vor dem  schnellsten Schnitt. Das Hauptfeld fünf, das Gruppetto bereits zehn Minuten hinter der Spitze. Die Verfolger um De Gendt und Geschke kamen nur kurz näher. Auch beim dritten Berg war der Schweizer vorne. Auf der Abfahrt stürzte Hirschi hinter Carapaz, konnte aber seine Fahrt fortsetzen. 

Bergwertung: Carapaz verfolgt Pogacar

In der rasenden Abfahrt kam Edet an die Spitze zurück, während Hirschi in der Verfolgung Zeit verlor. Das Feld über sechs, die Gruppe um Bennett und mit Sagan schon 17 Minuten zurück. Die Situation änderte sich in der Kletterpartie zum Col des Aravis (1. Kategorie). Oben sicherte sich Carapaz die maximale Punktzahl von zehn. Hirschi als Vierter knapp eine Minute, die Verfolger mit Geschke ca. 4'30" später auf der Passhöhe. Die Favoriten über acht, das Grupetto fast 20 Minuten hinter dem Spitzentrio. 20 km Abfahrt vor dem Finale auf dem Plateau des Glières, dem letzten großen Berg der diesjährigen Rundfahrt. 

Landa attackiert das Podium, Carapaz übernimmt Bergtrikot

Landa griff an. Vorne die beiden Ineos-Fahrer alleine, denn Bilbao fiel zurück. Das galt im Feld für Buchmann, Kämna, Pinot und andere. Uran kam plötzlich nicht mehr mit. Noch neun in der Gruppe der Favoriten. Im Berg jetzt Fahrer überall. Yates und Valverde ließen abreißen. Auf dem Gipfel des Plateaus Carapaz vor Kwiatkowski. Landa jetzt am Hinterrad von Bilbao. Auf der staubigen Schotterpiste nach der Bergwertung das Ineos-Duo in Front. Angriff Pogacar kurz vor dem Gipfel, Roglic ging mit, Landa wurde eingeholt. Pech für Porte - Defekt auf der Schotterstraße, Radwechsel. Man fühlte sich in die Anfangsjahre der Tour zurückgebeamt. In der Abfahrt kam Porte zurück in die Gruppe der Favoriten und behauptete seinen vierten Platz im Gesamtklassement. Noch einmal klettern zum nicht gewerteten Col des Fleuries. Hirschi, erneut kämpferischster Fahrer, von den Favoriten eingeholt. Das Führungs-Duo jetzt über drei Minuten vor Roglic & Co. Endlich ein Tageserfolg für Ineos. Carapaz überließ strahlend um Reifenbreite Kwiatkowski den Sieg und übernimmt das Bergtrikot. Van Aert Dritter vor Roglic und Pogacar. Keine Wechsel bei Gelb, Weiß und Grün.

#TDF2020 - Etappe 18 - Zusammenfassung

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