Ein Quartett an der Spitze _ Yannick Talabardon (Fra-SAU) tritt auf dem ersten Kilometer an, ihm folgen Michael Delage (FDJ) und Gianni Meersman (FDJ). Zwei Kilometer weiter stößt Pablo Urtasun Perez (Eus) zu ihnen. Ihr Vorsprung wächst nach 13 km sehr rasch auf 6’20’’ an. Das Team Garmin-Cervélo zieht die Leine anschließend etwas enger und gesteht den Ausreißern nicht mehr als 7’ Zeitpolster zu. Allerdings schraubt das Quartett seinen Vorsprung bei km 75 vorübergehend bis aus 8’10’’, aber die Trendwende erfolgt, als HTC-Highroad den Teamgefährten des Gelben Trikots an der Spitze des Feldes unter die Arme greift. _ Boonen scheidet aus _ Das Renntempo bleibt ganz vorne wie auch im Peloton bescheiden (im Durchschnitt 37,5 km/h nach drei Stunden), doch kann es Tom Boonen nicht länger ertragen, da ihn seit seinem Sturz auf der Etappe nach Cap Fréhel Schmerzen an der rechten Schulter plagen. Er gibt bei km 90 auf. Die Annäherung zwischen Ausreißern und Peloton geschieht stufenweise, bis beide bei km 160 nur noch 2’45’’ trennen. _ Wiggins scheidet aus _ Dann verschärft sich das Tempo deutlich, und gerade als das Peloton mit 60 km/h unterwegs ist, kommt es zu einem Sturz mit unmittelbar schwerwiegenden Folgen. Der am Handgelenk verletzte Bradley Wiggins ist zur Aufgabe gezwungen, genauso wie Rémi Pauriol. Die medizinische Bilanz des Vorfalls ist beträchtlich, aber auch die sportlichen Auswirkungen kristallisieren sich immer mehr heraus. Tyler Farrar, durch den Sturz blockiert, fährt in der zweiten Hauptgruppe und kann nicht mehr in die Sprintentscheidung eingreifen, nachdem andere Sprinter vor ihm km 180 schadlos passiert haben. _ Petacchi am Hinterrad von Cavendish _ Das auf etwa 60 Fahrer reduzierte Peloton setzt seine Aufholjagd fort und stellt die Ausreißer rund 12 km vor dem Ziel. HTC mobilisiert sein ganzes Team, um Mark Cavendish auf die letzte Zielgerade zu führen, während die Pechvögel des Tages (darunter Levi Leipheimer, Geraint Thomas…) 2’15’’ zurückliegen. Als Anfahrer Mark Renshaw Platz macht, lanciert Cavendish seinen Sprint. Er hält zugleich Alessandro Petacchi an seinem Hinterrad und Andre Greipel auf der anderen Straßenseite in Schach.
Etappenrückblick
8 Juli 2011
- 18:51
Cavendish auf vertrautem Boden
Tour de France 2011 | Etappe 7 | Le Mans > Chateauroux