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Remco Evenepoel: "Ich bin stolz und glücklich"

„Es ist unglaublich. Es war ein sehr schönes Zeitfahren mit vielen Zuschauern am Straßenrand; meine ganze Familie war hier, meine Eltern sind heute gekommen, meine Frau war auch dabei. Das Ganze am belgischen Nationalfeiertag, das ist etwas ganz Besonderes. Es ist schon eine Weile her, dass ein Belgier am Nationalfeiertag gewonnen hat, daher bin ich stolz, dass ich es geschafft habe.

Ich habe gerade erfahren, dass mein Teamkollege Lipowitz gestürzt ist – das ist bedauerlich. Es ist ein bittersüßes Gefühl, zu gewinnen, während so etwas passiert. Ich wünsche ihm alles Gute und hoffe, dass es nicht allzu schlimm ist. Ich werde ihn in der letzten Woche wirklich vermissen.

Ich muss mich bei Specialized für das gesamte neue Material bedanken, das sie mir für dieses Zeitfahren zur Verfügung gestellt haben – hinter den Kulissen wurde viel Arbeit geleistet, um dieses Einzelzeitfahren mit einer solchen Leistung zu gewinnen. Ich bin einfach stolz und glücklich – es ist unglaublich, zwei Siege in Folge einzufahren.

Ich habe mich wirklich gut gefühlt. Auf dem ersten Kilometer habe ich richtig Gas gegeben und mir überlegt, dass ich mich vielleicht etwas zurückhalten sollte. Ich habe an mein erstes Zeitfahren gedacht, bei dem ich mit großen Vorsprung gestartet war, aber Tadej [Pogacar] war auch beeindruckend. Es war eine große Herausforderung, meinen Vorsprung auf ihn zu halten, aber ich bin einfach superglücklich über alles, was passiert ist. Es ist schon eine Weile her, dass ich auf diesem Niveau war – es fühlt sich fantastisch an, aber es liegt noch ein langer Weg vor mir.

Es ist kein Geheimnis, dass die härtesten Etappen am Ende der Tour liegen. In der ersten Woche lief es für mich nicht besonders gut, ich musste erst wieder in den Rennrhythmus kommen. Ich muss meinem Trainer und meinem Team danken. Aber es ist noch nicht vorbei – es ist ein wunderschöner Sieg, doch vor dem Ende stehen noch ein paar harte und schöne Etappen an.

Ich konzentriere mich auf meine eigene Position. Tadej [Pogacar] ist auf dem besten Weg, seine fünfte Tour de France zu gewinnen, und es ist einfach unglaublich, dass ich ein bisschen in seiner Nähe sein kann. Es ist eine Ehre, mit ihm zu fahren, denn er ist vielleicht der beste Fahrer aller Zeiten. Es ist ein großer Schritt nach vorne, ein bisschen in seiner Nähe zu sein und von ihm zu lernen.“

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