Zum zweiten Mal in Folge gehört die Bühne den Sprintern. Zuvor geht es über 180,4 km und zwei Berge der 4. Kategorie durch das Departement Dordogne. Ausreißer müssen mental stark sein, denn ihnen wird wohl wieder nichts gegönnt.
Während die Strecke gestern fast nur geradeaus nach Bordeaux verlief, ist die heutige Etappe kurvenreicher und noch reizvoller, dank des historischen Erbes vor allem im Perigord. Von der Hauptstadt Périgueux bis zur zweitgrößten Stadt Bergerac, der Heimat von Cyrano de Bergerac, der in der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts gelebt hat und nicht zuletzt für seine lange Nase bekannt war. Die Stadt hat ihm für seine kulturellen Leistungen ein Denkmal gesetzt. Wer wem eine lange Nase drehen wird, zeigt sich spätestens beim Zielsprint.
Heute 2 kleine Bergwertungen
Von den 1.150 Höhenmetern werden die meisten bei den beiden Bergen der 4. Kategorie in der zweiten Hälfte des Rennens zu überwinden sein. Nach 102 km die Côte de Domme (3,7 km à 3,3 %) und 38 km weiter die Côte du Buisson-de-Cadouin (2,2 km à 5,6 %). Dazwischen liegt der einzige Zwischensprint in Saint-Cyprien. Für mögliche Ausreißer wieder ein enorm schwieriges Unterfangen, denn der Parcours ist zwar welliger als am Vortag, aber doch noch leicht zu kontrollieren für die Sprinterteams. Zumal in Bergerac dem Ersten erneut 70 Punkte für das Grüne Trikot winken.
Deutsche Sprinter gut dabei
Das Ziel in Bergerac befindet sich am Ende einer 6 m breiten und 500 m langen Geraden. Zuvor gibt es noch einen Kreisverkehr und drei rechtwinklige Rechtskurven zu überstehen. Erneut wird die Positionierung der Teams mit ihren Anfahrern und Sprintern entscheidend sein. Für die deutschen Sprinter lief es in Bordeaux mit Platz 4, 6 und 12 nicht schlecht. Max Kanter war auf der schmalen Zielgeraden zu weit hinten platziert, konnte aber mit hoher Endgeschwindigkeit noch auf Rang 4 sprinten. Phil Bauhaus (6.) und Pascal Ackermann (12.) waren etwas besser platziert, ihnen fehlte am Ende der Punch, um ganz vorne reinzusprinten. Insgesamt ein gutes Ergebnis, das Hoffnung für die nächsten Sprintankünfte macht.

