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Verdienter Sieg für Carapaz

Tour de France 2026 | Etappe 18 | Voiron > Orcières-Merlette

Zum Auftakt der Alpen-Trilogie hieß es für die 163 Fahrer klettern und klettern. Am besten gelang das Richard Carapaz, der damit nach vielen vergeblichen Versuchen seinem amerikanischen Team EF Education-EasyPost den ersten Etappensieg 2026 bescherte. Und das hochverdient auch dank einer taktischen Meisterleistung. Bitter für UAE und Pogacar: Bei den megaschweren Etappen nach Alpe d’Huez morgen und übermorgen müssen sie auf Brandon McNulty verzichten.

Tour de France 2026 - Etappe 18 Extended Highlights

Trotz des bereits nach 20 km beginnenden Aufstiegs zum ersten Berg der zweithöchsten Kategorie vom Start weg Attacken. Oder nur ein Test in der Ebene? Denn rasch war diese Offensive beendet. Neuer Versuch eines Quintetts. An der Spitze des Feldes behielt EF Education-EasyPost den Vorsprung im Auge. 40’’ vor den übrigen 158 Fahrern begannen die Ausreißer die Kletterpartie zur Côte d’Engins westlich von Grenoble. Als das Peloton nachsetzte neue Attacken von Carapaz, Paret-Peintre und Jorgenson. Pedersen im Gegensatz zu Philipsen noch im Hauptfeld. Wer noch gute Beine hatte, zeigte sich angriffslustig. Dann wieder geschlossenes, lang auseinander gezogenes Feld. Engelhardt wie gestern im Angriffsmodus. Die Sprinter zunehmend in Schwierigkeiten. Die Bergwertung wurde im Spurt entschieden: Paret-Peintre (10 Punkte) vor Carapaz (8). In der Abfahrt ein Septett mit dem unermüdlichen Pedersen und wieder Engelhardt. An der Spitze des Feldes weiterhin EF Education-EasyPost aktiv. Dem französischen Meister Romain Grégoire (GFC) gelang im Alleingang, was Carapaz und Paret-Peintre vergeblich versucht hatten: der Anschluss an die Spitze. Fortan führte ein Achter die Etappe mit den beiden Landesmeistern Engelhardt und Grégoire an. Trotz der offensiven Fahrweise war EF Education-EasyPost nicht in der Ausreißergruppe vertreten.

Unzertrennlich Paret-Peintre und Carapaz

Neun Fahrer in der Verfolgung mit Valentin Paret-Peintre und Richard Carapaz, beide unzertrennlich und scharf auf das Bergtrikot. Nicht weit dahinter das Peloton. Die Spitzengruppe nahm jetzt den 2. Berg des Tages, die Côte de Meyenard (Kategorie 2) unter die Räder. 40’’ dahinter die Gruppe um das Bergtrikot mit Paret-Peintre. Bernal kletterte wie in alten Zeiten und erreichte die 2. Gruppe, die ihrerseits den Abstand nach vorne verkürzen konnte. Kurz vor dem Gipfel der Zusammenschluss, so dass die beiden Bergspezialisten wieder um die Punkte spurten konnten. Wie zuvor der Franzose (+ 5 Punkte) vor dem Ecuadorianer (+ 3). 14 Fahrer jetzt vorne. Die Verfolger um US-Meister Simmons ließen nicht locker und kamen näher. Auch am dritten Berg des Tages, der Côte des Terrasses (3. Kategorie), gleiche Reihenfolge: Paret-Peintre (+ 2) vor Carapaz (+ 1). Die 18 Verfolger hatten sich zu lange angeschaut. Abstand kurz vor der Sprintwertung 1’10’’. Logischer Sieger des Zwischensprints in Corps Mads Pedersen: plus 25 Punkte und damit insgesamt 32 vor Philipsen. Sonst kein Sprinter weit und breit.

Engelhardt wieder stark ohne den verdienten Lohn

Kurz nach der Sprintwertung fiel die Gruppe auseinander. Engelhardt ging mit und sorgte mit Jorgenson für einige Längen Vorsprung. Als Carapaz angriff musste er aber abreißen lassen. Wohl wissend, dass sein Teamkollege Schmid vorne dabei war. Neue Situation 40 km vor dem Ziel: an der Spitze Carapaz, Johannessen, Jorgenson, Garcia Pierna, Schmid und Paret-Peintre. Die Verfolger um Bernal und Engelhardt mit wachsendem Abstand. Dann überschlugen sich die Ereignisse: Kurz vor der vorletzten Bergwertung zur Côte de Saint-Leger-les-Mélèzes (3. Kategorie) spurtete Jorgenson am Ende eines Kreisverkehrs los. Zunächst schien Garcia Pierna nicht mehr mit zu kommen, kam aber zurück. Nicht mehr zurück Brandon McNulty, der die Tour krank aufgeben und in den Besenwagen steigen musste. Auch ohne ihn verkürzte die Gruppe um Pogacar den Abstand von über 8’ auf 6’35’’. Auf diesem Gipfel das gewohnte Bild: Paret-Peintre (+ 2) vor Carapaz (+ 1 Punkt) und den 4 Kollegen.

Ein Bergaufsprint ohnegleichen

Die Entscheidung fiel am Ende des letzten und schwersten Anstiegs der Bergankunft in Orcières-Merlette. Das Gelbe Trikot und alle Favoriten jetzt nur noch 5’ hinter der Spitze, die die letzten 5 km hinauffuhren. Erster Versuch Jorgenson. Dann Carapaz. Seine 2. Attacke saß, keiner konnte folgen. Er hatte seinem direkten Kontrahenten an allen Bergen den Vortritt gelassen, um am letzten Berg zuzuschlagen. Seinen 4 km-Sprint konnte niemand kontern. Schmid als starker Zweiter und Jorgenson als Dritter blieben bis zum Ziel vor Paret-Peintre, der 4. wurde und damit nur noch einen Punkt hinter Pogacar in der Bergwertung liegt. Keine Attacke bei den Favoriten, keine Änderung bei den Trikotträgern.

© A.S.O./ThomasMaheux

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