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Jackpot für Jasper Philipsen

Tour de France 2026 | Etappe 17 | Chambery > Voiron

Vor dem Start der 17. Etappe stand das Bedauern über den Sturz und das Aus von Florian Lipowitz noch im Zentrum der Diskussionen. Doch dann übernahm das irre Spektakel um den Zwischensprint und den Zielsprint. Dank Mads Pedersen und seinen Helfern einerseits und der Tatsache, dass Jasper Philipsen & Co bis zum Schluss gefightet haben, wurde diese Etappe eine der bisher spannendsten. Noch hat sich bei den Trikotträgern nichts geändert, aber der Kampf um Grün spitzt sich zu. 

Tour de France 2026 - Etappe 17 Extended Highlights

Attacken am fahrenden Meter. Der Ausbrecherkönig der ersten beiden Tour-Wochen, Baptiste Veistroffer , erster Angreifer mit Jonas Abrahamsen. Wenige weiter und Veistroffer am Ende des Pelotons. Alle weiteren Versuche nur Strohfeuer - das Feld schluckte alle. Immerhin gelang es Valentin Paret-Peintre im von Pogacar „geliehenen“ Bergtrikot, den ersten Berg, die Côe de Bassa (4. Kategorie), an der Spitze zu überqueren - ein Punkt mehr für ihn. Noch vor dem 2. Berg der 4. Kategorie, der Côte de Rossillon, hatte eine kleine Gruppe um Ben Healy einen nennenswerten Vorsprung - auch nur kurz. Die Bergwertung - erneut ein Punkt - für Richard Carapaz mit beherztem Antritt vor den Ausreißern. Fortsetzung der Kletterei zum höchsten Punkt der Etappe, dem Col des Près, Kategorie 3 und 1.142 m über dem Meeresspiegel. Im Anstieg machte eine große Gruppe ernst. Mit dabei Felix Engelhardt, Nico  Denz und Nils Politt. Die Sprinter in Bedrängnis, auch weil MvdP mächtig Tempo machte. Er gewann die Bergwertung (2 Punkte) vor Tiesj Benoot. Das Feld dank der Power von Lidl-Trek direkt dahinter. Kurze Abfahrt und wieder klettern zum letzten Berg heute. Eine kleine Gruppe mit Egan Bernal an der Spitze und einer Gruppe um Pogacar, Evenepoel und Seixas in Tuchfühlung. Ohne Del Toro, Pedersen, Pidcock, Jegat und Voisard. Pogacar ohne Helfer.

Wiedervereinigung von Gelb, Grün, Berg und Weiß

Neue Situation bei der Rückkehr nach Chambéry. 14 vorne, Pogacar wartete auf seinen Kumpel Del Toro sowie weitere vorne platzierte Konkurrenten. Was den übrig gebliebenen Ausreißern Luft verschaffte. Es ging auch ohne kategorisierte Berg hügelig weiter. An der Spitze 16 Fahrer mit dem deutschen Meister Felix Engelhardt sowie mit Jay Hindley, Mathieu van der Poel, Egan Bernal und Quinn Simmons. Die Trikoträger alle wieder zusammen. Eine Gruppe um Biniam Girmay, Kanter, Bauhaus, Ackermann usw. über 3’ dahinter. Keine Gefahr für kein Trikot - das spielte den Ausreißern weiter in die Karten. Dennoch versuchte ein Trio aus dem Peloton auszuscheren: Healy, Jorgenson und Le Berre. Während das Peloton im Abstand von 1’10’’ hinter der Spitzengruppe fuhr, verkürzten die 3 die Distanz auf 30’’. Der Konter saß - Zusammenschluss. Auch das Peloton bereits in Sichtweite. Das nutzte Mads Pedersen, spurtete alleine los, sprengte das Hauptfeld, holte die Gruppe ein und setzte sich sofort an die Spitze. 33 km vor der Sprintwertung. Die Gruppe Gelbes Trikot ließ die Ausreißer sich austoben.

Zwischensprint für Pedersen, Finale für Philipsen

Jetzt bildeten 30 Fahrer um Pedersen die Spitzengruppe. Die Gruppe Philipsen 42’’ dahinter. Neue Situation, als Pedersen erneut attackierte. Ein Sextett konnte sich lösen, Engelhardt auch dabei.  Der Vorsprung auf die Verfolger wuchs. Die Gruppe um Philipsen, Pedersens Konkurrent Nr. 1, lag über eine Minute zurück und schloss zur vor ihr fahrenden Gruppe Van der Poel auf. 38 Fahrer mit Georg Zimmermann und Nils Politt jetzt 1’11’’ hinter dem enteilenden Sextett. Die Sprintwertung in Colombe erreichten die 6 mit einer Minute Vorsprung. Klarer Sieger Pedersen (+ 25 Punkte) vor Philipsens Teamkollege Edward Planckaert; der holte als Siebter neun Punkte. An der Spitze riss Jasper Stuyven (SQP) aus und lag rasch über eine halbe Minute vor seinen ehemaligen Fluchtkameraden. Die Gruppe um die Sprinter Philipsen und Kooij kamen näher und holte die 5 um Engelhardt ein. Neue Situation 15 km vor dem Ziel in Voiron: Solist Stuyven gegen 41 Verfolger. Trotz aller Gegenwehr war der Belgier chancenlos. 3,5 km vor dem Ziel wurde er an einem Anstieg gestellt.

Sprint royal in Voiron mit dem besseren Ende für Philipsen

What a final. Zimmermann machte Tempo für Artz. Sprint royal in den Straßen von Voiron. Entscheidende Attacke von Mathieu van der Poel für seinen Mannschaftskameraden Jasper Philipsen. Und der schoss die Etappe mit einem fantastischen Speed und deutlichem Vorsprung ab. Vor den Etappensiegern dieser Tour Mauro Schmid und Olaf Kooij. Pedersen, heute kämpferischster Fahrer, landete auf Platz 8. Noch behält er das Grüne Trikot, doch Philipsen holte sozusagen bei der letzten Möglichkeit enorm auf. Die kommenden Zwischensprints werden zwischen Pedersen und Philipsen extrem umstritten. Der deutsche Meister Felix Engelhardt war heute lange mit der Spitzengruppe vorne. Am Schluss konnte er aber gegen die schnellen Männer nichts ausrichten. Dennoch Chapeau für eine starke Leistung.

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