Téléchargez l'application
Plongez au coeur du Tour de France
Utiliser

Hügelige Flachetappe

Die Folge von vier Anstiegen zu Beginn des Rennens werden Ausreißer als  Sprungbrett für Angriffe nutzen und dabei versuchen, die Sprinter abzuhängen. Mit Georg Zimmermann, Victor Campeaerts und Mads Pedersen haben schon drei Fahrer ihr Interesse bekundet, aber die Liste derer, die heute ihre Chance auf den Etappensieg sehen, ist noch viel länger. Und das macht den großen Reiz des heutigen Tagesabschnitts aus.

Streckenchef Thierry Gouvenou spricht von einer Flachetappe, obwohl auf den 174,7 km zwischen Chambéry und Voiron vier Berge und insgesamt 2.200 Höhenmeter zu bewältigen sind. Und diese vier Berg liegen gleich auf den ersten 60 Kilometern. Eine echte Einladung zum Attackieren und Ausreißen. Dabei sind sie nicht so extrem, dass bei gestandenen Radprofis Panik aufkommen würde: dreimal Kategorie 4 und einmal Kategorie 3. Aber die Fahrer machen das Rennen. Und wenn sie hier mit Höchstgeschwindigkeit in die Anstiege ballern, wirken selbst kurze Steigungen für einige wie Monsterberge.

Vier Anstiege auf 60 km

Erstes Hindernis ist die Côte de Bassa (4. Kategorie; 1,5 km à 5,5 %) nach rund 20 km. Das Terrain steigt weiter an bis zur Côte de Rossillon, die nach 1,7 km mit im Schnitt 4,6 % erreicht wird. Es folgt die größte Herausforderung, der Col des Prés, einziger Berg der 3. Kategorie in 1.142 m Höhe. Bei 3,5 km klettern à 6,8 % werden schon einige Fahrer Probleme bekommen. Nach der Abfahrt noch ein kleiner Schlenker hinauf zur Côte de Saint-Jean d’Arvey (4. Kategorie; 1,1 km à 5,7 %). Anschließend führt der Kurs im Kreis zurück zum Startort Chambéry und weiter in südwestlicher Richtung nach Voiron. 

Gewinnen für Lipo

Stürze und Verletzungen gehören zum Sport. Wenn aber innerhalb von zwei Tagen der Zweite und Dritte des Vorjahres nach Sturz das Rennen aufgeben müssen und im Krankenhaus landen, ist das durchaus eine sportliche Tragödie. Zumal die beiden in der Gesamtwertung auf Kurs waren, ihre Erfolge von 2025 zu wiederholen. Doch jetzt fehlen Jonas Vingegaard und Florian Lipowitz - ihren Teams und sogar der Konkurrenz. Isaac del Toro, Träger des Weißen Trikots und Gesamtdritter, sagte nach dem Zeitfahren, er sei "traurig, dass wir 'Lipo' verloren haben". Auch sein Teamkapitän Tadej Pogacar äußerte sich zum Deutschen: "Ich hoffe, 'Lipo' geht es gut und er erholt sich schnell. Es ist traurig, dass ein weiterer Anwärter auf den Gesamtsieg bei dieser Tour ausfällt." Umso mehr wäre heute ein guter Tag für die deutschen Teilnehmer, die Lücke zu füllen und den ersten Etappensieg bei dieser Tour zu holen.

Den Sprintern das Leben schwer machen

Sollten am Ende der Etappe doch noch Sprinter im Rennen um den Tagessieg dabei sein, ist der kurze aber knackige Schlussanstieg 3 km vor dem Ziel die letzte Möglichkeit, sie abzuschütteln. Die Entscheidung über den Sieg fällt schließlich auf einer 350 m langen Zielgeraden. Da sich beim gestrigen Zeitfahren nicht alle Fahrer an ihre Belastungsgrenze herangetraut haben, könnte es erneut ein schnelles Rennen werden. Die Favoriten für die Gesamtwertung hoffen dagegen auf einen entspannten Tag. Sie brauchen ihre Kraft für die beiden Etappen am Freitag und Samstag nach Alpe d'Huez. 

Folge uns

Erhalten sie exklusive informationen zur Tour de France

DE | Appli mobile
DE CLUB