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Schmid gewinnt nahe der Heimat

Tour de France 2026 | Etappe 13 | Dole > Belfort

Die längste Etappe der Tour 2026 blieb trotz der großen Distanz sehr lebendig. Schon früh gerieten die in der Gesamtwertung vorne liegenden Fahrer vor allem durch Tom Pidcock unter Druck.  Auch der Ballon d’Alsace sorgte nicht für eine Entscheidung. In den Straßen von Belfort krönte Mauro Schmid seine kämpferische Leistung mit dem Sieg kurz vor der Grenze zu seinem Heimatland.

Tour de France 2026 - Etappe 13 Extended Highlights

Bereits kurz hinter Dole gelang es einem starken Quintett auszureißen: Vervaeke, Asgreen, Kwiatkowski, der unermüdliche Luxemburger Kirsch und der frühere deutsche Meister Zimmermann. Obwohl das nicht allen gefiel, fuhren die Fünf rasch 20’’ voraus. Doch ein Konter bei leichtem Anstieg beendete nach 25 km die Flucht der 5. Eine größere Gruppe mit Degenkolb und Hessmann sowie mehreren ehemaligen Etappensiegern schaffte schließlich den Absprung. Lidl-Trek hatte den Move verpasst und versuchte, die Gruppe zurückzuholen - ohne Erfolg. Also setzte Mads Pedersen den Ausreißern nach und zog wiederum 19 Fahrer mit sich. Die Ausreißer bauten den Vorsprung sofort auf fast eine Minute vor der Gruppe Grünes Trikot und über 2’ vor dem Peloton mit allen Favoriten aus. Doch nicht lange und die beiden führenden Gruppen kamen sich näher. 

Harter Kampf der Ausreißer bis zur Sprintwertung

Erst jetzt kehrte so etwas wie Ruhe im Kurs ein. Die drei Gruppen - die Ausreißer, die Verfolger, die Favoriten - blieben bei schnellem Tempo „auf den Plätzen“. Der Patron der Tour, Tadej Pogacar, ließ einen Vorsprung von über  6’ zu. Vorne Zusammenschluss der beiden Gruppen, jetzt 57 Fahrer gemeinsam vorne. Der Vorsprung wuchs weiter, daher übernahm Bahrain Victorious die Nachführarbeit, um Platz 9 seines Kapitäns Lenny Martinez zu sichern. Auch Platz 6 von Lipowitz geriet plötzlich in Gefahr, denn Pidcock war virtuell bereits auf Platz 5. Seltenes Bild: die drei Ersten der Grün-Wertung in der Spitzengruppe. Hart gefahrener Zwischensprint in Mélisey: Philipsen klar vor Pedersen und Girmay.  Ab sofort  neues Rennen - es ging bergauf.

Ausscheidungsrennen hinauf zum Ballon d’Alsace

Das Feld der Favoriten begann die letzten 63 km 7’30’’ hinter den Ausreißern. Ab sofort wurde geklettert. Zunächst auf den Col des Croix, 3. Kategorie. Erste Verluste bei den Ausreißern u.a. Degenkolb und Alaphilippe. Healy dagegen attackierte - erfolglos. Immer mehr Fahrer fielen zurück. Auch Heßmann. Derweil überquerten Tim Hermans (2 Punkte) und der sehr aktive Tom Pidcock (1 Punkt, beide PQT) den Gipfel über 8’ vor dem Feld. Die Kletterpartie ging weiter hinauf zum Ballon d’Alsace, Kategorie 1. Erst Marc Hirschi an der Spitze, dann lösten ihn Ben O’Connor und Mauro Schmid (beide JAY) ab. Starker Antritt von Maxim van Gils, der jedoch bald wieder eingeholt wurde. Über den Gipfel fuhr Pidcock als Erster (10 Punkte), jetzt schon virtuell Zweiter im Gesamtklassement. Mit ihm McNulty, Wellens, Van Gils, Tejada, Vauquelin, Plapp, Schmid, Braz Afonso und Jegat Richtung Ziel in Belfort. Eine starke Gruppe um Michel Matthews in der Verfolgung.

Schweizer Sieg vor der Schweizer Grenze

Tejada und Schmid lösten sich im Tal und fuhren schnell einige Sekunden Vorsprung auf Pidcock & Co heraus. Das Duo hielt sich die Verfolger vom Leib und hatte sogar noch Zeit zum Pokern. Den Zielsprint gewann Mauro Schmid hauchdünn vor Harold Tejada. Pidcock, heute kämpferischster Fahrer, Dritter vor Van Gils und McNulty. Obwohl die Favoritenteams mit Fahrern in den Ausreißgruppen vertreten waren, konnten sie weder die Distanz zur Spitze im Zaum halten noch um den Sieg mitfahren.

Alle behalten ihre Trikots auf ihren Schultern. Tom Pidcock rückt in der Gesamtwertung auf Platz 4 vor. Das Wochenende verspricht weiter große Spannung.

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