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Bergfester Ausreißer gesucht

Mit 205,8 km ist die 13. Etappe von Dole nach Belfort die längste der Tour de France 2026 und die einzige über 200 km. Damit nicht genug, müssen die Fahrer im letzten Drittel nach der Sprintwertung erst einen Berg der 3. Kategorie und dann den besonders schweren Ballon d’Alsace überqueren. Die Experten sind sich einig in der Vorhersage: diese Etappe ist wie gemacht für Ausreißer. Eine besondere Würdigung erfährt Thibaut Pinot.

Cityscape of Dole - France
Cityscape of Dole - France © Getty/tichr

Gestartet wird in Dole, der Geburtsstadt des berühmten Biologen Louis Pasteur, am Fluss Doubs. Auf einer Höhe von etwas mehr als 200 m führt der Kurs nördlich der A 36 und von Besançon Richtung Vogesen. Der Zwischensprint findet erst nach 137,8 km in Mélisey statt - und damit nur wenige Kilometer hinter Lure, der Geburtsstadt des früheren französischen Radsportstars Thibaut Pinot, dem die Tour-Organisatoren ihre Referenz erweisen. Von Lure (295 m hoch) geht es 50 km bergauf. Der erste kategorisierte Berg ist der Col des Croix, Kategorie 3, auf 678 m Höhe. 5,1 km mit im Schnitt 4,8 Steigungsprozenten. Kurze Abfahrt und es folgt die größte Herausforderung des Tages, die Kletterpartie hinauf zum Ballon d’Alsace auf 1.173 m Höhe. Das bedeutet 9 km Klettern bei im Schnitt 7 % Steigung. Diese Erhebung der Bergkette der Vogesen stellt sich den Fahrern nach 176 km in den Weg. Er war bereits 1905 das Herzstück der ersten Bergetappe der Tour de France. Von da führt die Strecke über nicht einfache 25 km bergab ins Ziel in Belfort, das am Ende einer 420 m langen Zielgeraden erreicht wird. Stark am Berg, klug in der Taktik und souverän in der Abfahrt - nur wem das gelingt, der wird am Ende die Arme als Sieger hochreißen können. Diese Etappe leitet zudem drei schwere Streckenabschnitte ein und ist zugleich ein Vorgeschmack auf das schwere Finale der Tour in und um Alpe d’Huez an den beiden letzten Hochgebirgsetappen.

Wird es Änderungen in der Gesamtwertung geben?

Am gestrigen 12. Tour-Tag ist der Plan des unter deutscher Leitung fahrenden Teams Lidl-Trek nur zum Teil aufgegangen. Den Zwischensprint hatte Mads Pedersen, der als Träger des Grünen Trikots den Vorjahrserfolg seines Mannschaftskameraden Jonathan Milan wiederholen will, noch hinter Ausreißer Baptiste Veistroffer an der Spitze des Feldes beendet. Die Absicht, mit Attacken auf den letzten Kilometern einen Massensprint zu verhindern, gelang jedoch nicht. Immerhin nahm Pedersen auf Platz 9 noch 20 Punkte in die nächsten Etappen mit. Denn auch ihm ist klar: Jetzt beginnt ein neues Rennen. Eines, bei dem der Protagonist wieder Tadej Pogacar heißen und der Kampf der Fahrer hinter dem souverän führenden Slowenen um Podium und Weißes Trikot in die nächste Runde gehen wird. Bei Lidl-Trek ist man sich einig: "Morgen (heute) beginnt eine neue Tour de France", so Juan Ayuso im Ziel der 12. Etappe, "und wir sind bereit.“

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