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Mit Anlauf zu Gelb und Tagessieg

1077 Tage hat Jonas Vingegaard Anlauf genommen, um das Gelbe Trikot wieder tragen zu dürfen. In den Straßen von Barcelona hat er mit seinem Team diesen Traum verwirklicht. Da passt das französische Wortspiel: Jaune-As Vingegaard. Doch schon die 2. Etappe zum Olympiaberg in Barcelona wird ihn und seine Kollegen herausfordern. Gleich vier kategorisierte Anstiege versperren den 184 Fahrern den Weg zum Ziel. 

© Tarragona_Pla de la Seu_amb Catedral al fons (c)Núria Fuentes

‚Hügelig‘ nennt Streckenchef Thiery Gouvenou das Profil der heutigen Etappe. Das trifft aber nicht auf die ersten 85 km des insgesamt 184 km langen 2. Teilstücks der 113. Ausgabe der Tour de France zwischen Tarragona und Barcelona zu. Denn bis zur ersten und einzigen Sprintwertung nach 85,6 km in Viladecans ist es eher eine Flachetappe entlang der Küste des Mittelmeers auf der alten Römerstraße Richtung Osten. Hier muss Egan Bernal alles geben, um sein Grünes Trikot zu verteidigen... Danach beginnt eine anstrengende Kletterpartie, die eigentlich eher dem Profil des Kolumbianers entspricht. Fahrer wie Georg Zimmermann oder Julian Alaphilippe wären nun in einer Ausreißergruppe sicher gut aufgehoben. Und dann gibt es ja auch noch drei katalanische Fahrer im Peloton.

Ein Vorgeschmack auf Gebirgsetappen

Gleich zu Beginn der Kletterpartie mit der Côte de Begues ein Berg der 2. Kategorie. Von 18 auf 399 m Höhe, 6,1 km mit einem Anstieg von 6,5 % im Schnitt. Kurze Abfahrt und wieder rauf über einen nicht kategorisierten Berg in 375 m Höhe, anschließend runter nach Molins de Reiner (26 m). Der Parcours im ständigen Auf und Ab. In Barcelona geht es dann auf einen Rundkurs, in dessen Verlauf die Côte du Chateau de Montjuic (3. Kategorie) dreimal bezwungen werden muss: jeweils 1,6 km à 9,3 %. Angriff Pogacar, der seinem ärgsten Widersacher das begehrte Trikot überlassen musste, weil der Däne im Auftakt-Zeitfahren der schnellere war? Die Antwort gibt uns Juan Ayuso, Träger des Weißen Trikots: "Ich bin mir sicher, dass Fahrer wie Pogacar attackieren werden."

Nur anfangs Strecke für Sprinter

Das Ziel liegt also wie gestern am Olympiastadion. Somit teilen sich schnelle und bergfeste Männer die Arbeit, könnte man meinen. Denn das dicke Ende kommt zum Schluss. Klassement-Fahrer müssen höchst aufmerksam sein, denn hier kann man erneut wertvolle Sekunden liegen lassen. Das wird ein megaspannendes Finale auf dem Hausberg Barcelonas. Auch das mit langem Anlauf.

Briefing Etappe 2

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