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Bilbao gewinnt knapp vor Zimmermann

Tour de France 2023 | Etappe 10 | Vulcania > Issoire

Die erwartete Hatz in die Ausreißergruppe und doch ganz anders. Denn völlig überraschend spurteten die Top-Favoriten Pogacar und Vingegaard mit. Und sprengten Feld und Ausreißer. Bitter für die Sprinter und einige Top-Ten-Platzierte, die lange um den Anschluss kämpfen mussten. In Issoire waren dann doch die Ausreißer vorne. Mit einer tollen Leistung knapp geschlagen Georg Zimmermann. Eine aufregende, ja fast schon verrückte Etappe endete ohne Änderung bei den Trikotträgern. 

Highlights - Etappe 10 - Tour de France 2023

Startfreigabe und los ging’s. Erste Attacken, viele wollten dabei sein. Auch Georg Zimmermann. Es blieb unübersichtlich. Und schnell. Einige Sprinter mussten bereits abreißen lassen. Bei der ersten Bergwertung kassierten Anthony Charmig (Uno-X) und Rémy Cavagna (SOQ) 2 Punkte bzw. 1.  Auf der Verfolgung der Spitze Pogacar, der schon früh Druck auf Vingegaard machte, ihn aber nicht überraschen konnte. Im Gegensatz zu Bora. Vorne Zusammenschluss mit den Favoriten. Das gelang auch den zuvor überraschten Teams. Nochmal gut gegangen für Jai Hindley & Co. Aber noch immer keine Ruhe. Jetzt mischte auch Buchmann an der Spitze mit. Auf dem 2. Berg, dem Col de Guéry, hatten Wout Poels (2 Punkte) und Krists Neilands (1) 12’’ Vorsprung. Nutznießer der rasenden Abfahrt  Julian Alaphilippe (SOQ) und Mathieu Mohoric (TBV) als neue Spitze. Geringer Abstand zum Feld. Mit Gaudu und Bardet zwei Topfahrer bereits abgehängt. Ein Quartett mit  Zimmermann schloss zum Führungsduo auf. Das erste Peloton ebenfalls. Wieder lösten sich einige Fahrer. Ein Septett mit Zimmermann 25’’ vor einem weiteren Septett mit Alaphilippe und über 50 vor dem Peloton. Die Sprintwertung gewann Asgreen vor Barguil und Zimmermann. Aus der Gruppe der Verfolger attackierte Ben O’Connor erfolgreich; dafür fiel Asgreen zurück. Die Bergwertung auf dem Croix Saint Robert  (2. Kategorie) sicherte sich Barguil vor Chaves und Zimmermann. 

Georg Zimmermann ging fast alle Attacken mit 

Noch 100 km. Alaphilippe & Co kamen dank der Arbeit seines Mannschaftskameraden  Asgreen näher an die Spitze heran. Chaves nutzte die Situation und setzte sich mit flottem Antritt ab und hatte bald eine halbe Minute Vorsprung bei der vierten Kletterpartie zur Côte de Saint-Victor-la-Rivière (3. Kategorie), die er vor Barguil gewann. Auf der Abfahrt fingen die 13 Fluchtkollegen den Kolumbianer wieder ein. Der Abstand zum inzwischen geschlossenen Feld über 3’. Als der Vorsprung auf 2’20’’ sank, beschleunigte Krists Neilands. Das animierte Alaphilippe und den Rest der Gruppe, die Folge: alle wieder zusammen. Galt nicht für das Feld, aus dem sich Van Aert und Van der Poel gelöst hatten. Im Anstieg zum letzten Berg des Tages war das Duo 2’14’’ hinter den Ausreißern, das Feld 50’’ dahinter. In der Spitzengruppe erste Auflösungserscheinungen. Zimmermann war vorne noch dabei. Neilands attackierte erneut. Diesmal mit mehr Erfolg. Neilands auf der Passhöhe Chapelle-Marcousse 40’’ voraus, ein Quintett in der Verfolgung, dahinter weitere ehemalige Fluchtkameraden. Das Feld hatte die übrigen Ausreißer bereits geschluckt. Auch van Aert. 

Am Sonntag Woods, heute Neilands

20 km vor Issoire war der Mannschaftskamerad von Woods, Krists Neilands 22’’ vor der Gruppe Zimmermann und weitere 30’’ vor der Gruppe Alaphilippe. Das Peloton dreieinhalb Minuten hinter dem führenden Solisten. Philipsen, Powless und Jacobsen mit großem Abstand. Neilands Vorsprung schmolz. Die Auszeichnung kämpferischster Fahrer hatte der Führende hier bereits sicher. 3 km vor der Ziellinie hatten die Fünf ihn eingeholt. Dahinter sprinteten Alaphilippe, Kwiatkowski und Kollegen heran. 300 Meter vor dem Ziel kam Zimmermann mit Tempo von hinten, Bilbao im Schlepp. Und am Schluss hatte Pelle Bilbao das bessere Ende für sich und gewann eine Radlänge vor dem alles gebenden Deutschen, der damit seinen ersten Sieg bei der Tour de France nur knapp verpasste. Bilbao verbesserte sich zudem im Gesamtklassement auf Platz 5 und beendete die spanische Serie von 99 Tour-Etappen ohne Sieg. Denn das Feld kam mit 3’ Rückstand ins Ziel.

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