• Die 110. Auflage der Tour de France startet am Samstag, den 1. Juli 2023, in Bilbao, der bevölkerungsreichsten Stadt des Baskenlands.
  • Bereits 1992 erfolgte der Tour-Auftakt in Spanien, damals von San Sebastián aus, das ebenfalls im Baskenland liegt. Abgesehen von Stippvisiten bei Pyrenäenetappen auf französischer Seite waren neun spanische Städte Ausgangs- oder Zielort von Tour-Etappen. Bilbao wird 2023 die zehnte sein. Die Etappe des ersten Tages führt über einen Rundkurs, während die Strecke der zweiten Etappe ebenso zu 100% durch das Baskenland verläuft.
Tour de France 2023 : Rendez-vous au Pays Basque !

Die Tour de France wird auf den Tag genau ihr 120-jähriges Bestehen feiern, wenn sie zum zweiten Mal in ihrer Geschichte von Spanien aus startet. Der Auftakt erfolgt in Bilbao – der Hauptstadt der Provinz Bizkaia im Herzen des Baskenlands. Unter den Pionieren, die 1903 starteten, war kein einziger Spanier, aber in den Folgejahren haben sie die Geschichte der Tour mit sieben Siegern und insgesamt 12 Titeln glorios geprägt. Miguel Indurain, der sich mit seinen fünf Siegen an die Spitze hievte, hatte kein Heimspiel, als die Tour von San Sebastián aus startete, denn er kommt aus der Nachbarregion Navarra. Aber die Küstenregion um San Sebastián hat sich als äußerst fruchtbarer Nährboden für Radsportgrößen erwiesen.

Das Baskenland hat 21 Etappensieger der Tour de France hervorgebracht, also fast ein Drittel aller Spanier, die Grund zum Jubeln hatten (insgesamt 66) – eine Provinz, die weniger als 5% der Bevölkerung des Landes stellt. Von Federico Ezquerra, der schon 1936 den Weg aufzeigte, über Jose Maria Errandonea, der 1967 den ersten Prolog der Geschichte gewann und Raymond Poulidor das Gelbe Trikot abnahm, bis zu Omar Fraile, der 2018 auf dem Anstieg von Mende einen Gegenangriff erfolgreich beendete, haben die Basken bei der Tour von sich reden gemacht. Leider auch, wenn ihre Träume sich nicht erfüllten, wie bei Joseba Beloki (drei Podiumsplätze in den Jahren 2000, 2001 und 2002) oder zuletzt Mikel Landa (Vierter in den Jahren 2017 und 2020). Mit dem Gastspiel in Bilbao am Horizont bekommt die aufstrebende Generation, die zum Beispiel durch Alex Aranburu, Ibon Ruiz oder auch Inigo Elosegui vertreten wird, die Chance, auf heimischem Terrain zu brillieren. Die Strecke der ersten Etappe mit Start und Ziel in Bilbao sowie auch die zweite, die vollständig durch das Baskenland führt, sind für sie prädestiniert. Die dritte Etappe startet vom Baskenland aus. Es ist sicher, dass die baskischen Fans zahlreich erscheinen werden, um ihre Fahrer zu unterstützen. Sie lassen es sich für gewöhnlich nicht nehmen, sie begeistert anzufeuern und die Pyrenäenlandschaften in die Farben des Baskenlands und des orangefarbenen Trikots von Euskaltel-Euskadi zu tauchen.

Federico Ezquerra : Cannes (1936)

Jesus Lorono : Cauterets (1953)

Luis Otano : Bourg-d’Oisans (1966)

Jose Maria Errandonea : Angers (1967)

Aurelio Gonzalez : Lorient (1968)

Miguel Maria Lasa : Verviers (1976), Biarritz (1978)

Jose Nazabal : Vitoria (1977)

Julian Gorospe : Saint-Etienne (1986)

Pello Ruiz : Evreux (1986)

Federico Echave : Alpe-d’Huez (1987)

Marino Lejaretta : Millau (1990)

Javier Murguialday : Pau (1992)

Abraham Olano : Disneyland-Paris (1997)

David Etxebarria : Saint-Flour, Pau (1999)

Javier Otxoa : Hautacam (2000)

Roberto Laiseka : Luz-Ardiden (2001)

Iban Mayo : Alpe-d’Huez (2003)

Aïtor Gonzalez : Nîmes (2004)

Juan Manuel Garate : Mont Ventoux (2009)

Ion Izagirre : Morzine (2016)

Omar Fraile : Mende (2018)

1949

Bordeaux > San Sebastián, 228 km: Louis Caput (FRA)

San Sebastián > Pau, 196 km: Fiorenzo Magni (ITA)

 1977

Oloron-Sainte-Marie > Vitoria, 248 km: José Nazabal (ESP)         

Vitoria > Seignosse-le-Penon, 256 km: Régis Delépine (FRA) 

1992

San Sebastián, 8 km (prologue): Miguel Indurain (ESP)            

San Sebastián > San Sebastián, 194.5 km: Dominique Arnould (FRA)

San Sebastián > Pau, 255 km: Javier Murguialday (ESP)      

1996

Argelès-Gazost > Pamplona, 262 km: Laurent Dufaux (SUI)

Pamplona > Hendaye, 154.5 km: Bart Voskamp (NED)