Ausgabe 2018

Etappensiege 1
Gesamtklassement 6
Die fahrer im Rennen 8
Sportliche Manager : ROBERTS Luke / VEELERS Tom http://teamsunweb.com/

TEAM SUNWEB

Das Team entsteht 2005 unter dem Namen Shimano-Memory Corp aus der Verschmelzung der niederländischen Formation Bankgiroloterij mit der japanischen Shimano. Die Equipe, die zunächst in den Niederlanden beheimatet ist und von Iwan Spekenbrink geführt wird, entwickelt sich in den nächsten sechs Saisons mit der Rückkehr der Werkzeugfirma Skil in den Radsport weiter. Diese hatte schon in den 1980er Jahren das Team von Sean Kelly gesponsert. So erklärt sich die Neuauflage eines Vintage-Trikots. Aber 2012 steigt die Gruppe mit Unterstützung der Mineralölfirma Argos North Sea Group in eine neue Liga auf und wird zum Fahnenträger des größten Fahrradherstellers weltweit (6 Millionen Fahrräder pro Jahr). Der taiwanesische Riese trägt seinen Namen zurecht: Giant. Die Gruppe zieht 2016 nach Deutschland um und fährt seither die Marke Sunweb spazieren, die sich auf Urlaube in sonnigen Gefilden spezialisiert hat.

Die erste Teilnahme des Teams an der Tour de France 2009 ist von der Motivation der unbekannten Franzosen geprägt, die von den großen Teams übersehen werden (darunter Cyril Lemoine, 3. Platz der 3. Etappe), von der Opferbereitschaft des Sprinters Kenny van Hummel, der sich über die Pässe quält, und vom Aufblitzen des Japaners Fumiyuki Beppu, der in Aubenas den 7. Platz erreicht und auf den Champs-Élysées erneut angreift, wo er zum angriffsstärksten Fahrer des Tages erklärt wird.

Bei der zweiten Einladung 2012 setzt Argos, immer noch mit Unterstützung des japanischen Co-Sponsors Shimano, erneut auf seinen Sprinter Marcel Kittel, der jedoch von Anfang an durch einen Magen-Darm-Infekt geschwächt ist. Er holt sich 2013 eine schöne Wiedergutmachung: vier Etappensiege, darunter die Auftaktetappe in Bastia, die ihm auch noch das Gelbe Trikot einbringt, und die prestigeträchtigste auf den Champs-Élysées. Der Deutsche verdrängt Mark Cavendish vom Podest, als er 2014 erneut vier Etappensiege holt – darunter wieder die Auftakt- und Schlussetappe. Nach seiner Abwesenheit bei der Tour 2015 wechselt Kittel 2016 das Team und hinterlässt ein Vakuum, das der australische Sprinter Michael Matthews (Grünes Trikot) und der französische Bergfahrer Warren Barguil (Gepunktetes Trikot) nach Kräften füllen. Beide gewinnen jeweils zwei Etappen, und das in Abwesenheit des Teamkapitäns Tom Dumoulin, der sich noch von seinem Triumph beim 100. Giro erholt. John Degenkolb folgt 2016 Kittels Beispiel und wechselt nach einer Saison, die von einem schrecklichen Massensturz im Training getrübt wird, zu Trek-Segafredo. In diesem Jahr zielt Sunweb nicht mehr zwangweise auf die Bergwertung ab, sondern hat mit Dumoulin durchaus das Gelbe Trikot im Visier. Und dann ist da ja immer noch Matthews, der sich mit Sagan messen kann.

  • Finalsieg 0
  • Etappensiege 15
  • Gelbe Trikots 2
  • Sonstige gewonnene Rennen 3

Etappensiege : 15

  • 2013: Marcel Kittel in Bastia, Saint-Malo, Tours und Paris
  • 2014: Marcel Kittel in Harrogate, London, Lille und Paris
  • 2015: Simon Geschke in Pra Loup
  • 2016: Tom Dumoulin in Andorra-Arcalis und La Caverne du Pont d’Arc
  • 2017: Warren Barguil in Foix und am Col d’Izoard; Michael Matthews in Rodez und Romans-sur-Isère

Siege in anderen Wertungen : 3

  • 2017: Michael Matthews (Grünes Trikot) und Warren Barguil (Gepunktetes Trikot und kämpferischster Fahrer)

Gelbe Trikots : 2

  • 2013: Marcel Kittel, ein Tag
  • 2014: Marcel Kittel, ein Tag

DIE ZAHL

2: Wertungstrikots, die die Zimmergenossen Warren Barguil (Gepunktetes Trikot) und Michael Matthews (Grünes Trikot) 2017 in Paris einsammeln

ECKDATEN

6. Juli 2009: Erste Podiumsplatzierung für das Team Skil-Shimano bei der Tour mit dem 3. Platz von Cyril Lemoine in La Grande Motte hinter Mark Cavendish und Thor Hushovd.

29. Juni 2013: Beim Tour-Auftakt vor der ungewöhnlichen Kulisse Korsikas offenbart sich die immense Klasse von Marcel Kittel, als endlich der Mannschaftsbus von Orica-GreenEdge aus dem Weg geräumt ist, der unter dem Zielbogen feststeckt.

5. Juli 2014: Ji Cheng startet als erster Chinese bei der Tour für Giant-Shimano.

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