Ausgabe 2019

Etappensiege 0
Gesamtklassement 3
Die fahrer im Rennen 8
Sportliche Manager : PORTAL Nicolas / KNAVEN Servais

TEAM INEOS

Das Team Sky um Bradley Wiggins kann bei seinen ersten beiden Teilnahmen an der Tour de France nicht glänzen. Wiggins wird nach seinem 4. Platz 2009 rekrutiert, aber er ist 2010 nicht in Form und 2011 stürzt er nach der ersten Rennwoche und bricht sich auf der Etappe von Le Mans nach Châteauroux das Schlüsselbein. Die besten Platzierungen für die Equipe sind der 17. Platz von Thomas Löfkvist 2010 und der 24. Platz von Rigoberto Uran 2011 im Gesamtklassement.

Dabei sind die Anfänge bei der Tour durchaus ermutigend: Geraint Thomas wird 2010 auf der Kopfsteinpflasteretappe im Norden Zweiter. An den beiden darauffolgenden Tagen kann sich der damalige Neuling Edvald Boasson Hagen auf dem dritten Rang platzieren, was einen gewissen Vorgeschmack auf seine beiden Erfolge 2011 gibt. Dank dieser beiden Platzierungen fährt Dave Brailsford nicht ein zweites Mal mit leeren Händen nach Hause. Aber 2012 wendet sich das Blatt: Doppelsieg in der Gesamtwertung mit Bradley Wiggins und Chris Froome, dann drei Etappensiege mit Mark Cavendish, der sich in einer vorwiegend auf die Gesamtwertung eingestellten Formation zu eingeengt fühlt. Bevor er von der englischen Königin in den Adelsstand erhoben wird, läutet der mehrfache Medaillenträger die Olympischen Spiele in London ein – eine Woche nach der Tour de France in ein höchst symbolträchtiges gelbes Trikot gewandet.

Die Geschichte setzt sich 2013 mit der erwarteten Krönung von Froome fort, der in dieser Saison die Nummer 1 der Etappenrennen ist, aber sie wird bei der 101. Tour de France unterbrochen. Diese startet in Großbritannien, teilweise wegen des enormen Beliebtheitsschubs, den der Radsport dank Team Sky auf der Insel erfährt. Zweimal stürzt der Vorjahressieger, auf der vierten und fünften Etappe. Froome muss aufgeben, aber Richie Porte tritt nicht an seine Stelle, obwohl dieser in den Alpen auf dem zweiten Platz der Gesamtwertung liegt. Die britische Formation erweist sich als unfähig, ihre Strategie zu ändern, aber mit dem zweiten Triumph von Chris Froome 2015 setzt sie ihre Siegesserie fort, die durch einen dritten Sieg 2016 und einen vierten 2017 verlängert wird. In der Zwischenzeit gewinnt Froome auch die Vuelta und den Giro. Bei der Tour de France 2018 wird er Dritter und begleitet seinen Teamkollegen Geraint Thomas auf das Siegerpodest, der als dritter Brite innerhalb von sechs Jahren die Tour gewinnt. Zu diesem Doppelpack gesellt sich jetzt auch noch das 22-jährige kolumbianische Wunderkind Egan Bernal, der als Sieger der diesjährigen Auflage von Paris-Nizza ebenfalls ein möglicher Anwärter auf das Gelbe Trikot ist. Die unbestritten große Formation der Tour de France der 2010er Jahren hat den Namen geändert und heißt inzwischen Team Ineos, aber ihre Vormachtansprüche sind unverändert.

  • Finalsiege 6
  • Etappensiege 17
  • Gelbe Trikots 88
  • Sonstige gewonnene Rennen 2

Gesamtsiege: 6

  • Bradley Wiggins 2012
  • Chris Froome 2013, 2015, 2016 und 2017
  • Geraint Thomas 2018

Etappensiege: 17

  • 2011: Edvald Boasson Hagen in Lisieux und Pinerolo
  • 2012: Mark Cavendish in Tournai, Brive-la-Gaillarde und Paris; Chris Froome in La Planche des Belles Filles; Bradley Wiggins in Besançon und Chartres
  • 2013: Chris Froome in Ax-Trois Domaines, am Mont Ventoux und in Chorges
  • 2015: Chris Froome in La Pierre-Saint-Martin
  • 2016: Chris Froome in Bagnères-de-Luchon und Megève
  • 2017: Geraint Thomas in Düsseldorf
  • 2018: Geraint Thomas in La Rosière und in L’Alpe d’Huez

Siege in anderen Wertungen: 2

  • 2015: Chris Froome (bester Kletterer)
  • 2017: Mannschaftswertung

Gelbe Trikots: 88

  • 2012: Bradley Wiggins, vierzehn Tage
  • 2013: Chris Froome, vierzehn Tage
  • 2015: Chris Froome, sechzehn Tage
  • 2016: Chris Froome, vierzehn Tage
  • 2017: Geraint Thomas, vier Tage, und Chris Froome, fünfzehn Tage
  • 2018: Geraint Thomas, elf Tage

DIE ZAHL

 6: Anzahl der britischen Gesamtsiege bei der Tour de France (alle seit 2012)

ECKDATEN

7. Juli 2011: Edvald Boasson Hagen schenkt Sky Procycling (damaliger Name des Teams) in Lisieux seinen ersten Erfolg bei der Tour de France.

9. Juli 2012: Ein Jahr und einen Tag nach seinem Schlüsselbeinbruch zwischen Le Mans und Châteauroux übernimmt Bradley Wiggins am Ende des Zeitfahrens zwischen Arc-et-Senans und Besançon endgültig das Gelbe Trikot.

21. Juli 2013: Chris Froome ist gleichzeitig der zweite Brite und erste Afrikaner – durch seinen Geburtsort einerseits und seine Erziehung andererseits – der die Tour de France gewinnt, was der 100. Auflage noch mehr Symbolkraft gibt.

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