26/06 > 18/07/2021

Ausgabe 2020

Etappensiege 1
Gesamtklassement 4
Die fahrer im Rennen 7
Teamleiter : WEGELIUS Charly / KLIER Andreas

EF PRO CYCLING

Die frühere Formation Garmin, die vor zwölf Jahren ihr Debüt bei der Tour de France in Brest gab, liefert den Beweis, dass Finanzkraft und Planung im modernen Radsport nicht alles sind. Denn mit einem der geringsten Budgets und großer Ungewissheit, was ihre Zukunft betrifft, führt sie 2017 Rigoberto Urán auf den zweiten Platz der Gesamtwertung. Education First im überwiegend rosafarbenen Trikot setzt mit Unterstützung des Radsportherstellers Cannondale das Abenteuer fort. Am Anfang der Geschichte dieser amerikanischen Formation steht eine Anti-Doping-Philosophie, die von zwei Männern getragen wird: dem Manager Jonathan Vaughters und David Millar, der nach einer heilsamen Pause wieder ins Fahrerlager wechselt.  

Der vierte Platz in der Gesamtwertung von Christian Vande Velde in Paris 2008 ist nur der Auftakt für drei weitere unerwartete Platzierungen in den Top 10: Bradley Wiggins, 4. Platz 2009; Ryder Hesjedal, 7. Platz 2010; Tom Danielson, 9. Platz 2011. Der junge Andrew Talansky, der 2013 auf den 10. Platz fährt, löscht die böse Erinnerung an 2012 aus (Massensturz in Lothringen). Der Amerikaner, der 2014 das Critérium du Dauphiné gewinnt, muss bei der Tour im gleichen Jahr schweren Herzens aufgeben, aber sein Team kann den Verlust verdauen und holt dank Ramũnas Navardauskas einen schönen Sieg in Bergerac.  

Der in Boulder, Colorado, ansässigen Formation ist bei der Tour bis zum Paukenschlag von Urán in Chambéry 2017 kein weiterer Erfolg gegönnt. Talansky wird 2015 Elfter in der Gesamtwertung und Zweiter in Pra Loup, Dan Martin schafft es in Mûr-de-Bretagne und in Cauterets auf den zweiten Platz, Hesjedal in L’Alpe d’Huez auf den dritten. Bei den letzten beiden Auflagen verzeichnet sie kaum Erfolge und Urán begnügt sich 2019 mit einem 7. Platz, ohne Risiken einzugehen. Das Team macht 2018 mehr durch den Amerikaner Lawson Craddock von sich reden, der als erster Fahrer in die Annalen eingeht, der vom Anfang bis zum Ende der Tour den letzten Platz in der Gesamtwertung belegt. Mit einer sturzbedingten Verletzung am Schulterblatt schafft er es durch reine Willenskraft nach Paris. Das große Tour-Debüt der kolumbianischen Perle Sergio Higuita, der nationaler Meister ist, wird mit großer Spannung erwartet.

  • Finalsieg0
  • Etappensiege8
  • Gelbe Trikots7
  • Sonstige verdientes Rennen1

Etappensiege : 8

  • 2011: Mannschaftszeitfahren in Les Essarts; Tyler Farrar in Redon; Thor Hushovd in Lourdes und in Gap
  • 2012: David Millar in Annonay-Davézieux
  • 2013: Dan Martin in Bagnères-de-Bigorre
  • 2014: Ramũnas Navardauskas in Bergerac
  • 2017: Rigoberto Urán in Chambéry

Siege in anderen Wertungen : 1

  • 2011: Mannschaftswertung

Gelbe Trikots : 7

  • 2011: Thor Hushovd, sieben Tage

DIE ZAHL :

2: Beste Platzierung eines Fahrers im Team von Jonathan Vaughters in der Gesamtwertung der Tour de France durch Rigoberto Urán nach den vierten Plätzen von Christian Vande Velde 2008 und Bradley Wiggins 2009.

MEILENSTEINE

 7. Juli 2009: Beim Mannschaftszeitfahren, seiner Paradedisziplin, fordert das Team von Jonathan Vaughters die Übermacht von Astana heraus – ein Vorgeschmack auf Bradley Wiggins‘ 4. Platz in der Gesamtwertung.

4. Juli 2011: Am Tag, nachdem sein Traum vom Sieg im Mannschaftszeitfahren wahr wird, genießt Vaughters den Sieg seines Sprinters Tyler Farrar in Redon und das Gelbe Trikot von Thor Hushovd.

13. Juli 2012: David Millar, die Verkörperung der Anti-Doping-Politik des Teams, schließt mit einem Sieg in Annonay-Davézieux an alte Tour-Erfolge an und holt sich seine endgültige Wiedergutmachung.

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