Ausgabe 2022

Etappensiege 0
Gesamtklassement 5
Die fahrer im Rennen 8
Teamleiter : ALDAG Rolf / SCHMIDT Torsten

Geschichte

Seit der Auflösung der Formation Milram 2010 ist das Team von Ralph Denk, zunächst unter dem Namen NetApp-Endura, das Aushängeschild des deutschen Radsports. Bei seiner ersten Teilnahme an der Tour de France 2014 wird es seiner Wildcard gerecht und mischt auf den Straßen Londons das Peloton auf, das dem tschechischen Rouleur Jan Barta auf den Fersen ist. Dieser beendet das Rennen genauso stark, wie er es begonnen hat: mit einem dritten Platz im Zeitfahren zwischen Bergerac und Périgueux.
Die Formation versteht es von Anfang an, als Team um ihren ebenfalls tschechischen Kapitän zu agieren: Leopold König, ein ausgezeichneter Kletterer und bereits 2013 Sieger einer Etappe der Spanienrundfahrt, fährt bei seiner ersten Tour-Teilnahme auf den 7. Platz. Dank der Wildcards kann sich das Team entwickeln, die Sponsoren Bora, Hansgrohe und Specialized überzeugen und zwei Stars der aufgelösten Tinkoff-Formation für sich gewinnen: Peter Sagan und Rafal Majka. Die erste Tour-Teilnahme des dreifachen Weltmeisters mit seinem neuen Team findet am Tag nach seinem Etappensieg in Longwy 2017 ein jähes Ende, als die Rennkommissare ihn vom Rennen ausschließen. Seine bis dahin durchgehende Serie als Gewinner des Grünen Trikots der Punktewertung wird unterbrochen, aber der Slowake holt 2018 erneut Etappensiege und trägt das Gelbe Trikot. Er erhöht 2018 auf sechs Etappensiege und 2019 schließlich auf sieben. Er hält inzwischen den absoluten Rekord an Punktewertungssiegen!

Sagan hat zwei magere Jahre bei der Tour de France hinter sich, ohne Etappensieg und ohne Grünes Trikot im Jahr 2020 (zum ersten Mal geschlagen von Sam Bennett) und 2021 (Aufgabe nach einem Sturz). Bora-Hansgrohe hat seinen Vertrag daraufhin nicht verlängert, das Team hat aber, insbesondere mit seinen deutschen und österreichischen Fahrern, viele Trümpfe im Ärmel. Maximilian Schachmann, Gewinner von Paris–Nizza 2020 und 2021; Pascal Ackermann, hat bei der Großen Schleife noch nicht sein ganzes Potenzial gezeigt hat, im Gegensatz zu Emanuel Buchmann, der bei der Tour de France 2019 Vierter wurde, Lennard Kämna, der 2020 einen bewegenden Sieg in Villard-de-Lans feierte, Nils Politt und Patrick Konrad, die 2021 Solo-Etappensiege errangen, während Wilco Kelderman in der Gesamtwertung den fünften Platz belegte. Die Rückkehr von Sam Bennett, der am 1. Mai in Frankfurt gewann, und die Verpflichtung von Alexander Wlassow, dem Gewinner der Tour de Romandie, erweitern den Aktionsradius des ehemaligen Teams von Peter Sagan erheblich.

  • Finalsieg0
  • Etappensiege9
  • Gelbes Trikot1
  • Sonstige verdientes Rennen0

Gesamtsiege: 0
Ehrenplätze: 0
Etappensiege: 9
- 2017: Peter Sagan in Longwy und Maciej Bodnar in Marseille
- 2018: Peter Sagan in La Roche-sur-Yon, Quimper und Valence
- 2019: Peter Sagan in Colmar
- 2020: Lennard Kämna in Villard-de-Lans
- 2021: Nils Politt in Nîmes und Patrick Konrad in Saint-Gaudens
Siege in anderen Wertungen: 2
- 2018: Peter Sagan (Punktewertung)
- 2019: Peter Sagan (Punktewertung)
Gelbe Trikots: 1
- 2018: Peter Sagan, ein Tag

DIE ZAHL:
4 – Platzierung von Emanuel Buchmann in der Gesamtwertung der Tour de France 2019.

MEILENSTEINE
18. Juli 2014: Als Drittplatzierter hinter Vincenzo Nibali und Rafal Majka erobert Leopold König seinen Platz unter den besten Kletterern der Tour de France, bevor er bei der ersten Teilnahme des deutschen Teams unter dem damaligen Namen NetApp-Endura auf den 7. Platz der Gesamtwertung fährt.
4. Juli 2017: Am Tag nach seinem Etappensieg in Longwy wird Weltmeister Peter Sagan nach einem hitzigen Sprintgefecht in Vittel disqualifiziert.
15. September 2020: Lennard Kämna schenkt der Formation Bora-Hansgrohe als erster Deutscher einen Etappensieg bei der Tour de France und macht damit in Villard-de-Lans die Niederlagen von Peter Sagan wett.

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