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Pogacar mit Machtdemonstration ins Gelbe Trikot

Tour de France 2026 | Etappe 6 | Pau > Gavarnie-Gèdre

Kommando Rückeroberung Gelbes Trikot - mehr als 100 Prozent von Tadej Pogacar gelungen. Mehr noch: Auf dem Tourmalet sorgte er für eine Vorentscheidung in der Gesamtwertung. Auch wenn beim Schlusswochenende in den Alpen die Konkurrenz alles versuchen wird. Kommando Verteidigung Grünes Trikot - auch das gelang Mads Pedersen dank Platz 1 beim Zwischensprint. Pogacar, der Unersättliche, auch Träger des Bergtrikots und kämpferischster Fahrer. 

Tour de France 2026 - Etappe 6 Extended Highlights

Wieder wurde vom Start weg attackiert. Den Anfang machte Victor Campenaerts (TVL) , ihm folgte Huub Artz (LOI) und kurz darauf Mads Pedersen (LTK). Das Trio gewann Land in der Ebene - trotz der Bemühungen der Sprinterteams APT (Philipsen) und NSN (Girmay). Bald waren es nur noch 2, weil Artz noch vor Lourdes abreißen ließ. An der Spitze des Feldes weitere Versuche, die Verfolgung des Duos zu organisieren. Tatsächlich sank der Vorsprung bereits beim Anstieg zur ersten Bergwertung auf 30’’. Die Favoriten ließen sich schon hier nicht aus den Augen. Pedersen Erster am Berg der 4. Kategorie (1 Punkt). Sein Ziel, vor dem Feld zur Sprintwertung zu kommen, gelang. Schnellster des Pelotons auf Platz 3 einmal mehr Max Kanter. Parallel brausten Evenepoel, Ayuso und Teamkollegen hinter dem Feld her. Jetzt noch Campenaerts vorne. Noch 122 km und geschlossenes Feld - vom sich bildenden Gruppetto (u.a. mit Philipsen) abgesehen.

Fast totes Rennen auf dem Aspin

Mit 80 Sachen Richtung Hochgebirge - Attacken am laufenden Meter. Hinauf zum zweiten Berg des Tages, der Côte de Mauvezin (3. Kategorie), gelang es Ben O’Connor (JAY) und  Mikel Azparren (PQT) sich zu lösen. 22’’ vor dem Peloton über den Gipfel. Ohne seinen Fluchtkollegen blieb O’Connor an der Spitze mit 52’’ Vorsprung beim Beginn des Anstiegs zum Col d’Aspin (1. Kategorie) . Wieder Nils Politt mit Tempo an der Spitze des Feldes; das Gruppetto schon 5’ zurück. 4 km vor dem Gipfel O’Connor eingeholt. Bergtrikot-Träger Baudin fiel ebenfalls zurück. An seiner Stelle Valentin Paret-Peintre (SOQ) an der Spitze. Gefolgt von Lenny Martinez (TBV). Unter den Augen von Präsident Macron zwei Franzosen vorne auf dem Aspin. Fast hätte VPP seinen Landsmann noch abgefangen. Nicht einmal um Reifenbreite blieb Martinez vorne - 10 Punkte für ihn, 8 für Platz 2. Nur 12’’ dahinter die restlichen Punkte für UAE.

Die gewohnte Übermacht von Pogacar & Co

Einmal vorne blieb UAE mit Tim Wellens an der Spitze. Gefolgt von Visma-Lease a Bike, Uno X und Red Bull-Bora-hansgrohe. Anschluss verpasst für den Träger des Weißen Trikots Mathias Vacek (UXM). Wie erwartet sorgte der mythische Col du Tourmalet für eine Auslese. Überraschend früh in Schwierigkeiten Matteo Jorgenson (TVL) und Matthew Riccitello (DCT). Auch der Träger des Gelben Trikots Torstein Traeen. Noch 8 km zum Gipfel und 17 Mann vorne. Doch einer nach dem anderen musste passen. Noch 2 Helfer beim Favoriten: Adam Yates und Isaac del Toro, Sepp Kuss bei Vingegaard. In La Mongie stürmten del Toro und Pogacar los, bis auch der Mexikaner nicht mehr mitkam. Vingegaard alleine in der Verfolgung (30’’), dann ein Trio mit  Lipowitz, Seixas und del Toro (1’27’’). Weiter zurück Evenepoel und Ayuso. Klarer Punktsieger auf dem Gipfel wieder einmal Pogacar.

Überflieger Tadej Pogacar

Auf den letzten 40 km baute Pogacar seinen Vorsprung auf 50’’ aus; Evenepoel holte Lipowitz, Seixas & Co ein, so dass sich jetzt hinter Vingegaard weitere acht Fahrer auf die Verfolgung des Führenden machten. Doch der fuhr volles Risiko Richtung Saint-Sauveur und baute seine Führung erneut aus. Drama um den Träger des Gelben Trikots Torsten Træen, der in einer Kurve selbstverschuldet heftig stürzte. Das Führungstrikot war für ihn längst futsch. Beim vergleichsweise leichten Aufstieg zum Ziel versuchte Evenepoel an der Spitze der Verfolger, das Teampo zu erhöhen. Doch die Gruppe wurde sich nie wirklich einig in der Verfolgung von Vingegaard und Pogacar. Pogacar gelang eine erneute Demonstration seiner Vormachtstellung. Morgen in Gelb und im Bergtrikot, das für ihn Vingegaard, der 2'38'' hinter dem Slowenen ins Ziel kam, tragen wird. Hinter dem übermächtigen Sieger schon früh große Abstände. Florian Lipowitz als Tagessechster nun 7. in der Gesamtwertung. Die morgige 7. Etappe wird ein weiteres Fest für die schnellen Männer.

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