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Immer wieder überraschend

Spektakulärer hätte der Auftakt der Tour de France 2026 in den Straßen von Barcelona kaum verlaufen können. Die beiden ersten Etappen sorgten bereits für Überraschungen mit der „Rückeroberung“ des Gelben Trikots nach 1077 Tagen durch Jonas Vingegaard am Samstag und den Sieg von Isaac del Toro bei seinem Tour-Debüt vor seinem Kapitän Tadej Pogacar am Sonntag. Eine Überraschung gelang auch dem deutschen Meister Felix Engelhardt, der dank einer langen Flucht als kämpferischster Fahrer die deutschen Farben schon am 2. Tour-Tag auf dem Podium präsentieren durfte.

Ob es heute beim Einstieg in die Pyrenäen mit insgesamt 3.850 Höhenmeter so weiter geht, wenn die 183 Fahrer aus Spanien ins Heimatland der Frankreich-Rundfahrt wechseln? Die Strecke führt von der Küste in Granollers 195,9 km erstmals bei der diesjährigen Tour ins Gebirge, und zwar nach Les Angles, vom Mittelmeer in die Pyrenäen. Wurden gestern die Puncheure, also der explosive Fahrertyp, der sich in hügeligem Gelände besonders wohlfühlt, favorisiert, sind es heute die Baroudeure, Fahrer, die ständig attackieren und auszureißen versuchen. Wenn sie nicht wie z.B. Nils Politt in die Teamdisziplin zur Unterstützung ihrer Kapitäne eingebunden sind. Auf deutsch würde man Baroudeure im Radsport am ehesten noch mit ‚Abenteurer‘ übersetzen. Im Finale ist eine Fortsetzung der Auseinandersetzung zwischen den Klassement-Fahrern zu erwarten.

Abschied aus Spanien

Wieder ist die erste Hälfte der Etappe - von einem Berg der 3. Kategorie, der Côte de Saint Feliu de Codines mit 7,6 km und im Schnitt 4,5 % Steigung schon nach 17 km abgesehen - bis zur Sprintwertung in Campdevanol wenig abwechslungsreich. Dennoch hat man den Eindruck, es geht ständig bergauf. In dieser Phase darf man sich auf einen heftigen Kampf um die Ausreißergruppe des Tages gefasst machen. Es folgt der erste Berg der 1. Kategorie bei dieser Tour: der Col de Toses in 1.178 m Höhe. 9,3 km mit einer durchschnittlichen Steigung von 6,5 %. Auf dem bisher höchsten Punkt der Großen Schleife ca. 20 Autominuten von der Grenze entfernt verabschiedet sich der Tour-Tross nach Frankreich. Dort warten noch zwei Berge der 3. Kategorie. Zunächst Font Romeu auf dem gleichnamigen Hochplateau und einer Ortsmitte in 1.800 m Höhe mit dem Col du Calvaire nach 11,4 km klettern mit im Schnitt 4,1 %. Und schließlich der kurze Schlussanstieg zum Ziel der Etappe in Les Angles: 1,7 km mit durchschnittlich 7 % Steigung. Die Ziellinie liegt am Ende einer 80 m langen Geraden. Da heißt es besonders gut aufpassen. Trennen doch die bestplatzierten Fahrer - Vingegaard, Pogacar, Evenepoel & Co - bisher nur wenige Sekunden…

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