„Es gab einen Moment, in dem ich selbst kaum glauben konnte, was da gerade passierte. Zu Beginn der Etappe hatte ich nur das Bergtrikot im Kopf. Doch nachdem wir die ersten beiden Bergpässe hinter uns gebracht hatten, habe ich den Etappensieg ins Visier genommen. Es war wirklich, wirklich hart! Ich hatte es mit zwei Fahrern zu tun, die schon Grand Tours gewonnen haben: Sepp Kuss und Jai Hindley. Vor allem Sepp war ein sehr harter Brocken. Ich bin die ganze Zeit an meine Grenzen gegangen.
Bei der Abfahrt weiß ich nicht, was passiert ist. Ich bin einfach weiter und weiter gefahren, und dann stand ich plötzlich vor dem letzten Anstieg … der wieder einmal unglaublich hart war. Ich wusste, dass Remco [Evenepoel] und Sepp direkt hinter mir waren, und ich musste enorm leiden, um mir den Sieg zu sichern. Es war absolut großartig, hier zu gewinnen – und das in einem besonderen Trikot. Ich glaube, ich habe es verdient, weil ich bei dieser Tour de France so hart gekämpft habe.
Es war eine traumhafte Tour de France. Schon in Barcelona wusste ich, dass ich im Gesamtklassement keine Chance habe. Ich hatte ganz klar vor Augen, was ich erreichen wollte, und das haben wir mit diesen beiden Etappensiegen und dem Bergtrikot geschafft. Morgen wird es eine andere Geschichte sein. Diese Tour de France war unglaublich, mit all den Zuschauern und der Unterstützung, die ich aus Ecuador erhalten habe, wo man gerade vor Freude in die Luft springen dürfte.“

