„Das war ein toller Tag. Heute hatte ich das Ziel, das Weiße Trikot zu erobern und mich von meinen Widersachern, Alejandro Valverde und Romain Bardet, abzusetzen. Ich fühlte mich richtig gut, in meiner besten Verfassung bei der diesjährigen Tour. Das musste ich natürlich ausnutzen, und ich wollte etwas erreichen. Im Anstieg zum Port de Balès wollte ich das Tempo verschärfen, als ich gesehen habe, dass ich Van Garderen und Bardet abhängen konnte. Die Teamarbeit war fantastisch, zum Beispiel mit Jérémy Roy vorne, mit dem ich die Abfahrt meistern konnte. Das war so geplant und hat mir sehr geholfen.
Für das Weiße Trikot habe ich Bardet heute 1’30’’ abknöpfen können und beim Zeitfahren bin ich meiner Meinung nach auch stärker als er. Das ist also eher ein gutes Zeichen. Das Wichtigste ist aber das Podium, das wäre außergewöhnlich. Allerdings muss ich die Ruhe bewahren, denn bei der Tour kann man immer mal einen Durchhänger haben. Beim 55 Kilometer langen Zeitfahren kann man zum Beispiel schnell Zeit einbüßen. Dementsprechend muss ich noch weitere Zeit auf Valverde und Van Garderen gutmachen. Der zweite Platz scheint in Reichweite, Valverde ist nicht weit weg, jedoch ist es nicht einfach, ihn komplett abzuhängen. Er verliert nie viel Zeit und wird auch beim Zeitfahren ein Wörtchen mitreden. Péraud wird mir vielleicht noch mehr Kopfzerbrechen bereiten, denn er ist ein echter Zeitfahrspezialist.
Ich muss vor allem sehr konzentriert bleiben und auf den nächsten beiden äußerst schweren Etappen gut platziert sein. Die morgige wird sehr kurz und hektisch. Im Mai habe ich sie ausgekundschaftet und war vom Schwierigkeitsgrad des letzten Anstiegs beeindruckt.“
Interview
22 Juli 2014
- 18:41
Thibaut Pinot: „Das Podium wäre außergewöhnlich.“

