„An den letzten beiden Tagen haben wir gearbeitet, um ‚Gossie‘ zum Sprint zu führen, und als Pilotfisch wusste ich, dass ich eine Möglichkeit hatte, das Gelbe Trikot zu erobern. Gestern habe ich nach der Zielankunft mit Simon gesprochen, und er hat mir gesagt, dass er meine Hilfe auf den letzten beiden Etappen wirklich geschätzt hat. Er wusste, was heute passieren würde, und er hat nie ein Problem damit gehabt. Er hätte sich bei mir anhängen und seinen eigenen Sprint fahren können, statt dessen aber war er froh, mir die Gelegenheit zu bieten, dieses Trikot zu tragen, für Südafrika und für mich. Ich bin natürlich nicht zur Tour gekommen, um das Gelbe Trikot zu tragen. Doch wenn sich die Gelegenheit bietet, dann kann man nicht umhin, daran zu denken. Nach dem Mannschaftszeitfahren war es so nahe an mir dran, dass es sehr an mir gearbeitet hat.
Ich werde es erst morgen wirklich realisieren, doch es kommt mir unglaublich vor, bei der Tour de France mit dem Gelben Trikot auf den Schultern zu fahren. Ich denke, dass ich während der gesamten Etappe außer mir vor Freude sein werde. Man träumt immer davon, diesen Augenblick zu erleben, auch die besten und erfahrensten Fahrer. Ich fühle mich wie ein Junge, der das große Glück hat, es tragen zu dürfen, und das habe ich natürlich Orica-GreenEdge zu verdanken.
Ich denke, dass dieser Tag mein Leben verändern wird. Schon nach der Etappe von Calvi habe ich jede Menge Glückwunschmitteilungen aus Südafrika bekommen, denn alle haben mich mit dem Sieg von Simon assoziiert. Mit diesem Gelben Trikot wird dies jetzt noch ganze andere Proportionen annehmen. Ich denke, damit wird der Radsport - auch gegenüber Rugby beispielsweise - in der Sportlandschaft etwas mehr Stellenwert erlangen.“
Interview
4 Juli 2013
- 18:57
Daryl Impey : „Ich werde außer mir vor Freude sein“

