Bakelants nutzt die Gunst der Stunde

Tour de France 2013 | Etappe 2 | Bastia > Ajaccio

Greipel beim Zwischensprint hellwach
Bei km 3 gelingt David Veilleux (Fra-EUC) der erste Ausreißversuch aus dem Hauptfeld, in Begleitung von Blel Kadri (Fra-ALM), Ruben Perez (Esp-EUS) und abermals Lars Boom (Hol-BEL). Ihnen folgt zunächst Julien Simon (Fra-SOJ), auch ein potenzieller Ausreißer, doch verpasst er den richtigen Zeitpunkt, sodass sein Unterfangen scheitert: Bei km 19 sammelt ihn das Feld wieder ein. Hinter der Spitzengruppe bietet der Zwischensprint eine Chance für die Anwärter auf das Grüne Trikot, wobei noch elf Punkte für den 5. Platz zu vergeben sind. Wie am Vortag ergreift Andre Greipel (All-LTB) die Gelegenheit und überflügelt Sagan (Rtc-CAN).
Kittel abgehängt, Voeckler attackiert
Das Quartett setzt sich ab, wird aber vom Team Argos-Shimano kontrolliert, das oft Unterstützung von Omega Pharma Quick Step erhält, um den Zeitabstand von rund drei Minuten zu konservieren. Im Anstieg zum Col de Serra, zerbricht die Gruppe unter dem Druck von David Veilleux und Blel Kadri, und dieser zweite Tagesanstieg hat ebenso drastische Folgen für das Gelbe Trikot von Marcel Kittel (All-ARG). Der Fahrer vom Team AG2R La Mondiale geht alleine an die Spitze, doch verlässt ihn das Glück im Anstieg zum Col de Vizzavona. Zum einen holt Thomas Voeckler (Fra-EUC) zum Gegenangriff aus, andererseits zwingt ihn ein mechanisches Problem zum Anhalten. Und so überholt ihn ein anderer Fahrer vom Team Europcar, Pierre Rolland (Fra-EUC), im letzten Kilometer des Anstiegs und überquert die Passhöhe des Col de Vizzavona alleine. Doch dauert sein Abenteuer an der Spitze lediglich 14 Kilometer, bevor ihn das Hauptfeld wieder einfängt.
Chavanel gut in Form
Das Peloton steuert daraufhin die Westküste der Insel an, und die Teams von BMC und Sky bemühen sich, ihre Kapitäne vorne zu positionieren. Der Anstieg zur Côte du Salario rückt näher, und das Tempo wird verschärft. Auf den ersten Metern dieser buchstäblichen Mauer attackiert Juan-Antonio Flecha, wird aber schnell von Cyril Gautier abgefangen, der seinerseits in die Offensive geht. Er kann bis zum Gipfel standhalten, den er einige Sekunden vor Froome passiert, der auch aus dem Sattel gegangen ist. Gautier bleibt bis zum Anbruch der letzten 7 km an der Spitze, als Sylvain Chavanel seinen Antritt startet. Ihm folgen Fuglsang, Bakelants, G. Izaguirre, Mori und Flecha. Durch das gute Zusammenspiel behauptet die Gruppe zunächst einen Vorsprung von 8 Sekunden, ehe Jan Bakelants einen Moment der Verwirrung nutzt, um sich unter dem Teufelslappen abzusetzen. Er hält dem herannahenden Peloton auf den letzten Metern stand und feiert seinen allerersten Tageserfolg bei der Tour de France, der zum mit dem Gelben Trikot versüßt wird.

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