Ich hätte nicht gedacht, dass der Ausreißversuch so lange dauern könnte. Ich wollte nur in der Gruppe dabei sein, und ich war davon ausgegangen, dass man uns viel früher einfängt. Auf den letzten 12 oder 13 Kilometern hatten wir dann Rückenwind, und es ist ziemlich schwierig, unter diesen Voraussetzungen einen Vorteil zu wahren. Wir haben versucht, linienförmig zu fahren, und als ich mit der Führungsarbeit an der Reihe war, haben sie mein Hinterrad nicht mehr genommen.
Und es gibt nicht mal einen Trostpreis nach allem, was das Team heute durchgestanden hat. Da war viel Pech im Spiel, aber bei diesem Rennen wechseln sich Licht und Schatten ab. So ist die Tour de France und der radsport allgemein, es gibt eben solche Tage. Du kannst der stärkste Fahrer der Welt sein, aber ab und zu brauchst Du auch das nötige Quäntchen Glück.
Interview
6 Juli 2012
- 18:32
Dave Zabriskie: «Sie haben mein Hinterrad nicht genommen»

