Da habe ich eine große Nummer abgezogen. Ich habe stets gesagt, dass ich die Tour mit der nötigen Frische beginnen werde, und dass ich nicht weit von meiner Bestform entfernt sein würde. Diese Etappe hatte ich mir schon vorher herausgepickt und jetzt habe ich sie tatsächlich gewonnen. Das ist der schönste Tag in meinem Sportlerleben. Wenn man bedenkt, dass es für mich zu Saisonbeginn nur knüppeldick kam, und dass ich nie aufgesteckt habe… letztlich bedauere ich auch nicht weiter, so sehr gelitten zu haben, wenn man anschließend ein solches Wechselbad der Gefühle erleben darf. Ich genieße diesen Moment, das war mein Tag. _ Seit langem hatte ich diese Etappe im Kopf und ich habe es geschafft. Ein Beweis, dass sich das Rad im Radsport auch schon mal dreht und zum Guten wendet! _ Jetzt habe ich sogar knapp drei Minuten Vorsprung in der Gesamtwertung! Damit kann ich weit kommen…
Interview
5 Juli 2010
- 18:17
Sylvain Chavanel: «Im Radsport wendet sich schon mal alles zum Guten»

