Moreau tritt als Erster an
Im dritten Rennkilometer zieht Christophe Moreau (AGR) an, ihm folgt unverzüglich Heinrich Haussler (CTT). In ihrem Schlepptau starten Voigt (SAX), Garate (RAB), Perez Moreno (EUS), Uran (GCE) und Chavanel (QST) eine Gegenoffensive. Bei Km 7 kommt es zum Zusammenschluss. Doch mehrere Teams wollen ihre Fahrer in einer Ausreißergruppe unterbringen: Garmin, Lampre, Liquigas oder auch Cofidis halten die Ausreißer in Schach. Zunächst kann sich die siebenköpfige Ausreißergruppe nur 50’’ absetzen (Km 18).
Und dann waren es nur noch drei
Die Beharrlichkeit des Pelotons, die Ausreißer an der Leine zu halten (22’’ bei Km 49), setzt in Heinrich Haussler ungeahnte Kräfte frei. Bei Km 57 verschärft er das Tempo und setzt den Weg gemeinsam mit Ruben Perez Moreno und Sylvain Chavanel fort. Die Zusammenstellung des Trios scheint dem Peloton eher zu behagen, sodass der Vorsprung rasch auf 6’30 (Km 75), dann 9’10’’ bei der Verpflegung (Km 94,5) und 8’30’’ am Fuße des Anstiegs zum Col de la Schlucht anwächst.
Der Kampf um das Bergtrikot
Während die Tourfavoriten im Anstieg mit ihren Kräften haushalten, wird ein neues Kapitel im Kampf um das Bergtrikot geschrieben: Ohne Christophe Kern, der den Schlagabtausch eröffnet, aber zwischen Egoi Martinez und Franco Pellizotti. Punkt um Punkt macht der Italiener seinen Rückstand in der Bergwertung wett. Auf der Abfahrt löst sich Linus Gerdemann aus dem Hauptfeld und versucht, die Ausreißergruppe zu erreichen, doch auf den ersten Metern des Anstiegs zum Platzerwasel erweist sich sein Vorsprung als zu mager, um das Abenteuer fortzusetezn.
Astana und Saxo Bank geben Gas
Am Fuße des Anstiegs beträgt der Rückstand des Feldes 7’30’’. Auf dem Gipfel haben Haussler und Chavanel ihren Weggefährten Perez Moreno verloren. Das Duo hat aber insbesondere einen Großteil seines Vorsprungs eingebüßt. Die Gruppe um das Gelbe Trikot, die nur noch etwa vierzig Fahrer umfasst, beschleunigt auf Initiative von Astana und anschließend Saxo Bank: Der Rückstand auf Chavanel und Haussler beträgt nur noch 3’10’’. Indes arbeitet sich Pellizotti in der Bergwertung weiter vor, indem er den Gipfel als Vierter passiert (9 Punkte), während der Führende der Berwgertung nirgends zu sehen ist.
Feillu will rankommen
Auf der Abfahrt hängt Haussler seinen Gefährten Chavanel schrittweise ab und wagt einen langen Alleingang von über 50 Km. Dahinter nutzen Txurruka und Brice Feillu die Abfahrt, um eine Gegenoffensive zu starten. Der Schlussabschnitt wird zur Qual für Chavanel, der in den folgenden Anstiegen einbricht (45’’ auf dem Col de Bannstein; 3’50’’ auf dem Col de Firstplan). Amets Txurruka nähert sich Haussler, ohne ihn aber in Gefahr zu bringen, während der abgehängte Brice Feillu auf den letzten Metern noch einmal alles aus sich herausholt, um den Top 10 der Gesamtwertung einen Schritt näher zu kommen.
Erster Sieg für Haussler
Im Dauerregen und auf sich alleine gestellt, überquert Heinrich Haussler die Ziellinie in Colmar 4’10’’ vor Amets Txurruka. Der Spurt des Pelotons um Platz 5, den sich Thor Hushovd sichert, verhilft der Formation Cervel zu einem Achtungserfolg: Hushovd entreißt Mark Cavendish das Grüne Trikot.
Etappenrückblick
17 Juli 2009
- 17:49
Haussler, entgegen seiner Sprintergepflogenheiten
Tour de France 2009 | Etappe 13 | Vittel > Colmar

