Keine Abmeldungen _ 171 Fahrer am Start _ Kühl und bedeckt am Morgen, sonnig im Nachmittag _ _ Spezialisten zum Auftakt _ Der letzte Platz der Gesamtwertung bedeutet für Sébastien Joly das Privileg, als Erster auf die Strecke von Saint-Grégoire nach Rennes zu gehen. Er dominiert die 7. Etappe aber nur sehr kurzzeitig, da der ehemalige Gewinner von Paris-Roubaix, Magnus Backstedt, die erste Zeitnahme bei seiner Zielankunft verbessert. Nach einer Woche voller Etappen im Flachgelände haben die bei Zeiten aufgestandenen Zuschauer dank der bunt gemischten Gesamtwertung die Möglichkeit, die Zeitfahr-Spezialisten schon im ersten Teil des Programms zu sehen. Der Brite Bradley Wiggins geht in Führung und stellt eine konkurrenzfähige Bestmarke auf. _ _ Lang überzeugt _ Victor Hugo Pena, der am Rande der Kategorie «große Fahrer» wandelt, erweist sich als einer der Männer des Tages, aber in seinem Rückenwind (oder beinahe) macht es der schwedische Meister der Disziplin besser. Gustav Larsson sichert sich mit einer Zeit von 1h03’17’’ einen Platz in der Top 10 der Etappe. Seine Zeit hat erst einmal länger Bestand, aber das von Sebastian Lang getragene Trikot mit den deutschen Farben ist noch überzeugender mit einem Durchschnitt von 49,7 km/h. _ _ Chavanel überdreht _ Sylvain Chavanel, der ebenfalls ein Landesmeister-Trikot trägt, will am Anfang wohl zuviel und überdreht. Bei Km 16,5 liegt er zwar in Führung, doch schwächelt er auf dem letzten Streckenabschnitt: Er beendet das Rennen 2’02’’ hinter Lang. Auch Sandy Casar ist Opfer dieser Fehleinschätzung und büßt 2’24’’ ein. _ _ Der Wind mit Lang im Bunde _ Die Sonne hat sich inzwischen durchgesetzt, doch beginnt die Parade der Führenden mit einer Hiobsbotschaft für CSC: Bobby Julich stürzt auf den ersten Kilometern und verlässt die Tour mit einer Verletzung am rechten Handgelenk. Mentschow imponiert als Erster, beißt sich aber an der Zeit von Sebastian Lang die Zähne aus, da die späten Starter auf dem zweiten Streckenabschnitt mit Gegenwind kämpfen. _ _ Gelbes Trikot und Etappensieg für Honchar _ Trotz der widrigen Bedingungen behält Serhiy Honchar von Start bis Ziel ein hohes Tempo bei. Als Einziger fährt er mit einem Durchschnittstempo von über 50 km/h. Während all seine Rivalen des heutigen Tages, von Zabriskie über Hincapie und Klöden bis Karpets, den Windattacken zum Opfer fallen, wahrt Honchar seinen Vorsprung auf die Zeit von Lang. Lediglich Landis (2.), der 1’01’’ hinter dem neuen Träger des Gelben Trikots liegt, und mit Abstrichen Rogers, 4. mit 1’24’’ Rückstand, nähern sich dem Meister des Tages.
Etappenrückblick
8 Juli 2006
- 18:22
Honchar kennt kein Schwächeln
Tour de France 2006 | Etappe 7 | Saint-Grégoire > Rennes

