Ausgabe 2019

Etappensiege 3
Gesamtklassement 7
Die fahrer im Rennen 7
Sportliche Manager : VERHOEVEN Nico / MAASSEN Frans

TEAM JUMBO - VISMA

Lange Zeit von Rabobank gesponsert, vertritt das derzeit einzige holländische Team die staatliche Lotterie der Niederlande, ähnlich wie die belgische Formation Lotto-Soudal. Die Bank in den Nationalfarben von Oranje, die die vorherigen Sponsoren der von Jan Raas gegründeten Teams Kwantum-Hallen (ab 1984, vorletzte Saison als Fahrer des fünffachen Siegers des Amstel Gold Race), Superconfex (ab 1987), Buckler (1990), WordPerfect (1993) und Novell (1995) ablöst, lässt sich 1996 auf eine langfristige Beziehung mit der Tour de France ein, bis die niederländischen Geldgeber Ende 2012 das Handtuch werfen. Belkin, ein US-amerikanischer Hersteller, der auf Internetverbindungen und -netze spezialisiert ist, springt in die Bresche und so geht die Geschichte in einem radsportbegeisterten Land weiter, das der Tour de France treu ist.

Die Formation, die sich lange auf Etappensiege mit überwiegend niederländischen, auf die Klassiker spezialisierten Fahrern konzentriert hat, verfolgt zwischenzeitlich dank Verstärkung durch ausländische Sprinter, Kletterer und Puncher wie Robbie McEwen, Oscar Freire, Michael Rasmussen, Denis Menschow, Juan Manuel Garate und Luis Leon Sanchez ehrgeizigere Ziele. Mit unterschiedlichem Erfolg, also besinnt man sich wieder darauf, große niederländische Hoffnungsträger zur vollen Blüte zu bringen. Bauke Mollema, Moreno Hofland und Wilco Kelderman, die inzwischen woanders ihr Glück suchen, bringen nicht die gewünschten Erfolge. Das Gleiche gilt für Lars Boom, der 2014 auf dem Kopfsteinpflaster von Arenberg den Jackpot gewinnt und schließlich wieder in die Heimat zurückkehrt. Robert Gesink, der 2015 den 6. Platz in der Gesamtwertung hinter den „Fantastischen Vier“ holt (Froome, Quintana, Nibali, Contador, unter die sich Valverde mischt), kann seine Träume bei der Tour de France nicht ganz verwirklichen. Im Gegensatz dazu haben sich Steven Kruijswijk, der beim Giro 2016 knapp den Sieg verpasst, und Primoz Roglic im letzten Jahr mit ihren 5. und 4. Plätzen in der Gesamtwertung zu wichtigen Akteuren entwickelt. Kruijswijk bringt Team Sky auf der Strecke nach L’Alpe d’Huez in Schwierigkeiten, als er sich auf dem Anstieg zum Col de la Croix-de-Fer allein absetzt. Roglic, der 2017 einsam und als Erster den Le Galibier überquert, gewinnt als erster Slowene eine Etappe. Am Col d’Aubisque wiederholt er 2018 seinen Alleingang. Jumbo-Visma setzt mit Dylan Groenewegen außerdem auf einen der besten Sprinter der Welt. Er führt die 1993 und 1994 geborene Sprintergeneration an (Fernando Gaviria, Pascal Ackermann und Caleb Ewan). Er gewinnt 2017 auf den Champs-Élysées und 2018 erneut im Schatten der großen Kathedralen in Chartres und Amiens.

  • Finalsieg 0
  • Etappensiege 53
  • Gelbe Trikots 17
  • Sonstige gewonnene Rennen 6

Gesamtsiege: 0

Etappensiege : 53

  • 1984: Jan Raas in Bordeaux
  • 1985: Gerrit Solleveld in Pont-Audemer; Henri Manders in Roubaix; Maarten Ducrot in Epinal
  • 1986: Ludo Peeters in Saint-Hilaire-du-Harcouët
  • 1987: Jelle Nijdam in Berlin (Prolog); Nico Verhoeven in Berlin; Jean-Paul van Poppel in Epinay-sous-Sénart und Avignon; Rolf Gölz in Blagnac
  • 1988: Jean-Paul van Poppel in Le Mans, Besançon, Bordeaux und Paris; Jelle Nijdam in Liévin; Rolf Gölz in Nancy
  • 1989: Jelle Nijdam in Wasquehal und Gap
  • 1990: Frans Maassen im Futuroscope; Gerrit Solleveld in Rouen; Jelle Nijdam in Epinal
  • 1991: Jelle Nijdam in Valenciennes
  • 1995: Dschamolidin Abduschaparow in Paris
  • 1996: Michael Boogerd in Aix-les-Bains; Rolf Sorensen in Super-Besse
  • 1998: Leon van Bon in Pau
  • 1999: Robbie McEwen in Paris
  • 2000: Leon van Bon in Tours; Erik Dekker in Villeneuve-sur-Lot, Revel und Lausanne
  • 2001: Marc Wauters in Anvers; Erik Dekker in Pontarlier
  • 2002: Karsten Kroon in Plouay; Michael Boogerd in La Plagne
  • 2005: Peter Weening in Gérardmer und Michael Rasmussen in Mülhausen
  • 2006: Oscar Freire in Caen und Dax; Denis Menchov in Pla de Beret; Michael Rasmussen in La Toussuire
  • 2007: Michael Rasmussen in Tignes und am Col d’Aubisque
  • 2008: Oscar Freire in Digne-les-Bains
  • 2009: Juan Manuel Garate am Mont Ventoux
  • 2011: Luis Leon Sanchez in Saint-Flour
  • 2012: Luis Leon Sanchez in Foix
  • 2014: Lars Boom in Arenberg
  • 2017: Primoz Roglic in Serre-Chevalier; Dylan Groenewegen in Paris
  • 2018: Dylan Groenewegen in Chartres und Amiens Métropole; Primoz Roglic in Laruns

Siege in anderen Wertungen : 6

  • 1985: Maarten Ducrot (kämpferischster Fahrer)
  • 1987: Jean-Paul van Poppel (Punktewertung)
  • 2000: Erik Dekker (kämpferischster Fahrer)
  • 2005: Michael Rasmussen (Gepunktetes Trikot)
  • 2006: Michael Rasmussen (Gepunktetes Trikot)
  • 2008: Oscar Freire (Punktewertung)

Gelbe Trikots : 17

  • 1984: Ludo Peeters, ein Tag; Jacques Hanegraaf, zwei Tage; Adrie Van der Poel, ein Tag
  • 1987: Jelle Nijdam, ein Tag
  • 1988: Jelle Nijdam, zwei Tage
  • 2001: Marc Wauters, ein Tag
  • 2007: Michael Rasmussen, neun Tage (bevor er sich nach Dopingverdacht auf Forderung seines Teams auf dem Rennen zurückzog)

DIE ZAHL

24: Etappensiege von Rabobank bei 17 Teilnahmen in den Farben der niederländischen Bank, d.h. fast die Hälfte der Erfolge seit Gründung des ersten Teams von Jan Raas

ECKDATEN

5. Juli 1996: Im strömenden Regen schenkt Michael Boogerd – Liebling der niederländischen Radsportfans – Rabobank in Aix-les-Bains den ersten Etappensieg bei der Tour de France.

19. Juli 2000: Erik Dekker macht mit seinem Etappensieg in Lausanne den Hattrick voll.

27. Juli 2008: Oscar Freire holt sich das Grüne Trikot, nachdem er in seiner Karriere bereits drei Etappensiege für Rabobank eingefahren hat.

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