Ausgabe 2019

Etappensiege 0
Gesamtklassement 21
Die fahrer im Rennen 7
Sportliche Manager : LEBRETON Lylian / ARNOULD Dominique

TOTAL DIRECT ENERGIE

Die Equipe von Jean-René Bernaudeau, die das Publikum nie gleichgültig lässt, kann 19 Teilnahmen und genauso viele Gemütszustände vorweisen. Das Team profitiert von der starken regionalen Verankerung im Departement der Vendée, das im letzten Jahr zum fünften Mal Kulisse für den Grand Départ war. Im Jahr 2000 unter dem Namen Bonjour gegründet, gelangt die Formation bei ihrem zweiten Versuch zur vollen Blüte, als sie von den Alpen bis zu den Pyrenäen das Gelbe Trikot von François Simon verteidigt. Damals geht es darum zu beweisen, dass die unbekannten Franzosen sich trotz der Vorherrschaft der Amerikaner durchsetzen können.

Bernaudeau (auch „JR“ genannt), der sein Team bei einer wirtschaftlichen Rettungsaktion mit Lokalkolorit in La Boulangère umbenennt, gewinnt 2004 den Jackpot. Eine Woche vor dem Tour-Auftakt kommt der erste französische Meistertitel von Thomas Voeckler nicht nur einem Wunder gleich, sondern ist Vorbote einer zehntägigen Erfolgsgeschichte in Gelb. Es folgt sieben Jahre später eine zweite, dann schon in den Farben von Europcar, aber immer noch in der gleichen Struktur, obwohl diese regelmäßig von internen Spannungen und einer ungewissen Zukunft erschüttert wird.

Seltsamerweise sollte es bis zur siebten Teilnahme dauern – diesmal unter dem Namen Bouygues Telecom – bis „JR“ dank Pierrick Fédrigo in Gap 2006 seinen ersten Etappensieg bekommt. Europcar zieht das große Los, als der Sponsor ab der Saison 2011 die siechende Formation übernimmt. Voeckler in Gelb, Rolland in Weiß nach Antony Charteau, der im Vorjahr im Gepunkteten Trikot fährt, dann Voeckler im Gepunkteten Trikot und Rolland 2012 erneut unter den Top 10 (8. Platz). Auch 2013 greift Rolland unermüdlich an und trägt wiederholt das Gepunktete Trikot… Voeckler zieht sich nach der Tour de France 2017 aus dem aktiven Geschehen zurück. Den Staffelstab soll erstmals in der Teamgeschichte ein Sprinter übernehmen. Bryan Coquard wird 2016 Kopf des Teams in den Farben von Direct Energie, dem mittlerweile fünften namensgebenden Sponsor der Formation. Er war 2015 auf den Champs-Elysées nur knapp an einem Etappensieg vorbeigefahren und auch in Limoges im Jahr darauf verpasst er den Sieg nur haarscharf. Dann aber hängt der Haussegen schief und er braucht einen Tapetenwechsel. Lilian Calmejane springt in die Bresche. Der ehrgeizige Franzose aus dem Departement Tarn gewinnt bei seinem Tour-Debüt die Etappe von Les Rousses und zaubert weiter mit dem gleichen Kampfgeist wie Voeckler und Chavanel. Der in der Zwischensaison rekrutierte Niki Terpstra, Sieger der Flandern-Rundfahrt und des Rennens Paris-Roubaix, soll im Angriff den Staffelstab übernehmen.

  • Finalsieg 0
  • Etappensiege 10
  • Gelbe Trikots 23
  • Sonstige verdientes Rennen 0

Gesamtsiege: 0

Etappensiege: 10

  • 2006: Pierrick Fédrigo in Gap
  • 2009: Thomas Voeckler in Perpignan und Pierrick Fédrigo in Tarbes
  • 2010: Thomas Voeckler in Bagnères-de-Luchon und Pierrick Fédrigo in Pau
  • 2011: Pierre Rolland in L’Alpe d’Huez
  • 2012: Thomas Voeckler in Bellegarde-sur-Valserine und Bagnères-de-Luchon, Pierre Rolland in La Toussuire Les Sybelles
  • 2017: Lilian Calmejane in Les Rousses

Siege in den anderen Wertungen: 3

  • 2010: Anthony Charteau (bester Kletterer)
  • 2011: Pierre Rolland (bester Jungprofi)
  • 2012: Thomas Voeckler (bester Kletterer)

Gelbe Trikots: 23

  • 2001: François Simon, drei Tage
  • 2004: Thomas Voeckler, zehn Tage
  • 2011: Thomas Voeckler, zehn Tage

DIE ZAHL

20: Anzahl der Tage, die Thomas Voeckler über zwei Auflagen im Gelben Trikot fährt.

ECKDATEN

29. Juli 2001: François Simon beendet die Tour de France auf dem 6. Platz, nachdem er dank eines durchschlagenden Ausreißversuchs drei Tage lang im Gelben Trikot fährt.

8. Juli 2004: Thomas Voeckler, französischer Meister, schließt sich auf der Etappe nach Chartres einer Ausreißergruppe an und übernimmt für zehn Tage das Gelbe Trikot.

22. Juli 2011: Pierre Rolland, bester Jungprofi der Tour und persönliches Kreuz von Alberto Contador und des Olympiasiegers Samuel Sanchez, gewinnt als erster Franzose seit Bernard Hinaults Sieg 1986 in L’Alpe d’Huez.

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