Etwas früher in diesem Jahr habe ich mir den Arm gebrochen und den ganzen Mai über bin ich nur Home Trainer gefahren: jeden Tag vier Stunden lang, es war verrückt. Das ist nicht derselbe Sport. Mit dem Gesicht zur Wand in die Pedale treten, das war nicht so toll. Ich bin froh, jetzt hier dabei zu sein, selbst wenn meine Form noch nicht perfekt ist. Es ist noch ein langer Weg zurückzulegen, doch ich hoffe, dass ich mich noch ein wenig erholen und mich bei den nächsten Etappen von meiner besseren Seite zeigen kann.
Ich war heute nicht so gut drauf. Ich habe mich gestern sehr bemüht, um zu versuchen, mit den Besten mitzuhalten. Und heute, glaube ich, habe ich dafür bezahlt. Remi Di Gregorio und David Moncoutié haben mir sehr geholfen, ich habe aber nicht lange genug mit den Besten mithalten können. Das schaffe ich noch nicht jeden Tag. Da brauche ich noch ein paar Jahre. Ich bin besser bei Zeitfahrten als in den Anstiegen. Im Gebirge versuche ich immer mitzuhalten, aber beim Zeitfahren kann ich aus eigenen Stücken schöne Rennen hinlegen. So bin ich beispielsweise gestern 10. geworden, das ist recht gut.
Es ist angenehm, diese erste Woche hinter uns zu haben, diese Tage sind häufig die härtesten. Es geht sehr nervös zu, und alle fahren wie Soldaten im Krieg. Aber ich habe überlebt, und ich freue mich, dieses Weiße Trikot zu haben.
Interview
8 Juli 2012
- 18:44
Rein Taaramae : „Bei Zeitfahrten kann ich schöne Rennen hinlegen“

