« Als wir den Schlussanstieg in Angriff genommen haben, mit einem so großen Abstand, war ich mir sogleich sicher, dass wir es schaffen würden. Erst zu dem Zeitpunkt habe ich verstanden, dass wir vorne würden bleiben können. Aber erst hundert Meter vor der Ziellinie habe ich erkannt, dass ich gewinnen konnte. Ich hatte zwischenzeitig Schwierigkeiten, es ist mir aber gelungen, wieder zu Martinez und Pate aufzuschließen. _ Bei den vorangehenden Etappen habe ich immer wieder versucht, bei einer Ausreißergruppe dabei zu sein, es hat aber nie geklappt. Bei dieser Art von Bergetappe kann ich mir normalerweise keine Hoffnungen auf einen Sieg machen, doch ich sagte mir, „letztlich hast du nichts zu verlieren, und morgen ist ein Ruhetag“. Danach habe ich alles gegeben, um zur Ausreißergruppe vorzustoßen. _ Auf dem letzten Kilometer habe ich wirklich angefangen, daran zu glauben. Sie waren bessere Kletterer als ich, deswegen habe ich ihnen im Anstieg auch nicht viel geholfen. _ Es war mein Ziel bei jeder Tour de France, zu versuchen, eine Etappe zu gewinnen. Dies ist meine vierte Teilnahme, es hat also einige Zeit gedauert, aber besser spät als nie. »
Interview
20 Juli 2008
- 19:19
Simon Gerrans: „Besser spät als nie“

