Tour de France, 93. Auflage _ 8. Etappe: Saint-Meen-le-Grand – Lorient (181 km) _ Die Anstiege des Programms _ Km 75: Côte de Mûr-de-Bretagne, Kat.3 (1,6 km bei 7,5%) _ Km 78,5: Côte de Saint-Mayeux, Kat.4 (1,3 km bei 5,9%) _ Km 94: Côte de Gouarec, Kat.4 (1,6 km bei 5,4%) _ Km 138,5: Côte de Ty Marrec, Kat.4 (1,4 km bei 5,2%) _ Die Zwischensprints: Plessala (km 38), Locmalo (km 112,5), Plouay (km 142) _ 170 Fahrer am Start _ Keine Abmeldungen _ Reeller Start um 12h31 _ Kühl und regnerisch im Vormittag, nachmittags sonnig _ _ Eine Achter-Gruppe _ Nach einigen wenig überzeugendne Versuchen geht von U.Extebarria bei Km 17,5 die Initialzündung aus. Der Spanier wird von Voigt (CSC), Dumoulin (A2R), Weening (RAB), Vansevenant (DVL), Garcia-Acosta (CEI), Grabsch (MRM) und Coutouly (AGR) begleitet. Aber diese kleine improvisierte Gruppe erhält keinen Freifahrtschein, im Wesentlichen aufgrund des Drucks von Bouygues Telecom. _ _ Phonak übernimmt Verantwortung _ Während das Team aus der Region der Vendée noch immer nicht vertreten ist, bildet sich eine fünfköpfige Gruppe bei Km 46, mit Zabriskie (CSC), Kessler (TMO), Aerts (DVL), Carlström (LIQ) und Calzati (AG2R). Zehn Kilometer weiter stößt Patrice Halgand (C.A) dazu. Die sechs Ausreißer fahren zunächst einen Maximalvorsprung von 7’30’’ bei Km 62 heraus. Aber das Team von Phonak arbeitet für Landis und macht sich Sorgen über die Anwesenheit von Zabriskie und Kessler an der Spitze: Sie leisten die nötige Führungsarbeit, um den Abstand um fünf Minuten zu halten. _ _ Calzati im Alleingang _ Die Fahrer von Française des Jeux beteiligen sich als Erste mit an der Verfolgung der Spitzengruppe. Beim Zwischensprint von Plouay beträgt der Rückstand des Feldes nur noch 3’25’’. In Anbetracht eines organisierten Gegenschlags durch das Hauptfeld versucht Sylvain Calzati sein Glück 32 km vor dem Ziel im Alleingang. Halgand und Carlström hätten Geleitschutz geben können, doch hegt Calzati keineswegs die Absicht, die Flucht nach vorne in Begleitung anzutreten: 25 km vor dem Ziel hat er 30’’ Vorsprung auf die zwischen ihm und dem Feld liegenden Fahrer. _ _ Zweiter französischer Sieg 2006 _ Die Eingebung des Fahrers von AG2R macht sich bezahlt. Während er seinen Vorsprung auf die direkten Verfolger ausbaut, stellt die Reifenpanne von Tom Boonen an der Spitze des Feldes die Aufholjagd vollständig in Frage. Calzati nutzt dieses unerwartete Ereignis, um weiter an Boden zu gewinnen: 10 km vor dem Ziel liegt das Feld, das die Flucht des Franzosen bereits akzeptiert hat, 3’05’’ zurück. Er behält das hohe Tempo aber bei, um sich vor einer möglichen Rückkehr von Carlström und Halgand zu schützen. Das reicht bis ins Ziel: Er beendet das Rennen mit 2’05’’ Vorsprung auf das Duo und 2’15’’ auf das Feld. Gonchar behauptet sein Gelbes Trikot.
Etappenrückblick
9 Juli 2006
- 17:18
Ein inspirierter Calzati
Tour de France 2006 | Etappe 8 | Saint-Meen-le-Grand > Lorient

