Die höchsten Weihen für Nibali
; Kittel von Anfang...

Montag, den 28. Juli

Als dominierender Fahrer während der gesamten 101. Ausgabe der Tour de France hat Vincenzo Nibali mit der Beendung der letzten Etappe an 81. Position seinen Erfolg besiegelt, nachdem er deren vier... Weiterlesen

Harrogate: Cavendish träumt vom Gelben Trikot (1/5)

nachrichten des tages20.06.2014Vor dem rennen

© Presse Sports

Bis zum 4. Juli erörtert letour.fr die strategischen Herausforderungen von 5 Schüsseletappen im Streckenverlauf der Ausgabe 2014. Mit ihrem symbolischen Charakter für den Verlauf des Rennens oder ihrer entscheidenden Bedeutung im Hinblick auf die abschließende Gesamtwertung sind sie bezeichnend für ein sportliches Spektakel der ganz besonderen Art. Gleich am ersten Tag wird Mark Cavendish die Gelegenheit haben, höchste Weihen in seiner sportlichen Laufbahn zu erlangen.

DAS TERRAIN

Die erste Etappe der Tour de France ist nie einfach nur von anekdotischer Bedeutung. Sie bestimmt den Träger des ersten Gelben Trikots, eine Ehre, die zumeist einem Allrounder zuteil wird, manchmal auch einem Puncher und ganz selten nur einem Sprinter. In Harrogate deutet alles auf einen Spezialisten der Zielgeraden hin, wahrscheinlich den stärksten und geschicktesten unter ihnen, dem dann das Privileg zuteil wird, das Trikot überzustreifen, das sein Leben für immer verändern wird. Von den zu absolvierenden 190,5 Kilometern verlaufen die letzten 60 auf flachem Terrain. Die Ausreißer des Tages werden nur ganz geringe Aussichten haben, der Entschlossenheit der Sprintermannschaften zu widerstehen, die bereits eine gnadenlose Verfolgung vor einer explosiven Endabrechnung versprochen haben.

ALLE SCHEINWERFER AUF… MARK CAVENDISH

Das Phänomen sorgte schon im Jahre 2007 für Aufsehen. Zu der Zeit war Mark Cavendish erst ein junger Sprinter von 22 Jahren, doch seine embryonische Ehrenliste, die damals eine Goldmedaille bei den Commonwealth-Spielen im Scratch-Rennen umfasste und schon bald danach eine Weltmeisterschaftsmedaille im Madison zählen sollte, enthielt ebenfalls mehrere möglicherweise aufschlussreiche Siege in seinem ersten Jahr in den Reihen der Profis (Schelde Grand Prix, Etappen bei den Vier Tagen von Dünkirchen und der Katalonien-Rundfahrt). Sein Lernprozess bei der Tour gestaltete sich bei dem in London gestarteten Rennen jedoch – mit zwei Stürzen auf den ersten beiden Flachetappen - recht schwierig. In Leeds wird jedoch ein ganz anderer Fahrer an den Start gehen.

In der Zwischenzeit hat seine Schnelligkeit die gesamte Riege der Sprinter im Radsport demoralisiert. Die Ära seiner Überlegenheit neigt sich jedoch gerade zu einem Zeitpunkt so langsam dem Ende zu, in dem er mit einer der größten Herausforderungen seiner Karriere konfrontiert wird: einem Sieg zuhause, in einer Stadt, mit der ihn familiäre Bande verbinden, um das einzige ruhmreiche Trikot überzustreifen, das er noch nie getragen hat. Seit der Ankündigung des Streckenverlaufs der Tour hat die ‚Manx Rakete‘ nur noch ein Ziel: „Es ist toll, die Gelegenheit zu haben, eine Etappe zuhause zu bestreiten und dabei eine Siegchance zu haben! Es ist die Heimatstadt meiner Mutter und die Etappe ist für einen Sprint ausgerichtet. Ich habe das Gelbe Trikot noch nie getragen, und das möchte ich nachholen. Um dieses Ziel herum ist meine ganze Saison aufgebaut. Wenn ich eine Etappe von den 21 dieser Tour auszuwählen hätte, dann müsste es diese sein.“

SIE WERDEN NICHT WEIT DAHINTER SEIN …

Das Symbol des Gelben Trikots in Harrogate hat eine doppelte Bewandtnis. Zusätzlich zum Stolz, die Rolle des führenden Fahrers im Peloton der Tour übernommen zu haben, erachtet der kleine Kreis der Sprinter diese Etappe als eine Art Weltmeisterschaft in ihrer Disziplin. Der 5. Juli ist der Tag, an dem Taktik, Kraft und Glück für den Sieger genau zusammen passen müssen. Marcel Kittel hat der Tour 2013 mit 4 Siegen seinen Stempel aufgedrückt und sich dann im restlichen Jahresverlauf als wichtigster Fahrer in der Post-Cavendish-Ära durchgesetzt. Letztes Jahr ist er in den Genuss des Lebens in Gelb gekommen und ist somit auch für dieses Jahr auf den Geschmack gekommen. Der Koloss vom Team Giant-Shimano wird jedoch nicht der einzige Fahrer sein, der Cavendishs Pläne durchkreuzen möchte: André Greipel, der 2014 bislang 7 Siege erringen konnte, hat einen Triumph Vorsprung auf seinen jüngeren Landsmann. Außerdem haben Neulinge, die regelmäßig ihr Sprintertalent gezeigt haben, allesamt legitime Ansprüche, am Ende der ersten Etappe als Sieger hervorzugehen, ob es sich dabei um den Gewinner von Mailand-San Remo, Alexander Kristoff handelt, oder den Franzosen Arnaud Démare und/oder NacerBouhanni für FDJ.fr oder Peter Sagan, der nicht davon abzuhalten sein wird, sein Glück zu versuchen, auch auf flachem Terrain...

Nachrichten in Bildern

foto 20/06/2014 

© Presse Sports

  •  
Alle Nachrichten anzeigen

Trikotträger Am Ende der Etappe 21

Klassements Am Ende der Etappe 21

Abo schalten

Erhalten sie exklusive informationen zur Tour de France

Die partner der Tour