
Cap Fréhel
164.5 km
Mittwoch 6 Juli
1. Mark Cavendish (GBR) THR 2. Philippe Gilbert (BEL) OLO 3. Jose Joaquin Rojas (ESP) MOV 4. Tony Gallopin (FRA) COF 5. Geraint Thomas (GBR) SKY
Cavendish lag etwa 300 Meter vor dem Ziel an 10. Stelle. Der Sprint ging mit Hushovd and Gilbert an der Spitze in die entscheidende Phase, aber der "Raketenmann" gab nicht auf. Der "schnellste Mann der Welt" überflügelt alle auf den letzten 50 Metern und siegt in bestechender Manier vor Gilbert und Rojas.
Nichts kann Mark Cavendish aufhalten. Mutig reagiert er auf die ersten Tempoverschärfungen. Er umkurvt Gilbert und Hushovd auf den letzten Metern und feiert seinen insgesamt 16. Etappensieg bei der Tour de France.
Boasson Hagen hat den Sprint 700 m vor dem Ziel angezogen. Feillu klebt an seinem Hinterrad, doch jetzt führt Hushovd die zweite Sprintwelle heran...
Der Sprint ist lanciert. Die Tempomacher heißen 1 km vor dem Ziel Hondo und Martin.
Voeckler steht kurz davor, vom sprinthungrigen Peloton geschluckt zu werden.
Voeckler führt mit einem Abstand von etwa 150 Metern bei noch 3 km. Noch hält der Franzose stand...
Roy ist bereits eingeholt, aber Voeckler lässt nicht locker. Sein Vorsprung beträgt nur noch 5’’...
Velits führt das Peloton jetzt an mit Martin an seinem Hinterrad. Sie haben die beiden Ausreißer im Blick. Goss ist am Hinterrad seines deutschen Teamkollegen, und direkt dahinter lauert Cavendish.
Burghardt ist der perfekte Mann für diesen Job - ein Fahrer, den der gestrige Etappensieger Cadel Evans "mein Held des Tages" nannte. Der Deutsche hält den zweiten Fahrer der Gesamtwertung aus dem Wind und aus den Problemen an der Spitze, wobei der Rückstand 5 km vor dem Ziel noch 15" beträgt.
HTC, Lampre und Garmin-Cervélo leisten weiterhin die Führungsarbeit an der Spitze des Feldes, wo sich auch die Rennfavoriten tummeln.
Das Peloton erhöht deutlich die Schlagzahl: Nur noch 25’’ Vorsprung für Voeckler und Roy.
Jose-Ivan Gutierrez wurde von der Jury mit dem Preis für den angriffsstärksten Fahrer ausgezeichnet.
An der Spitze des Felds verschärft sich das Tempo. Der Rückstand auf Jérémy Roy und Thomas Voeckler verkürzt sich auf 50’’.
Aktuell setzen sich vier Fahrer von HTC an die Spitze des Pelotons: Pate, Bak, Goss und Renshaw. Sie bekommen Verstärkung für die Aufholjagd, die erforderlich ist, denn Voeckler und Roy verteidigen ihren Vorsprung 15 km vor dem Ziel.
Während die Sprinterteams versuchen, sich in Position zu bringen, wächst der Vorsprung von Roy und Voeckler auf den Rest auf 1’08".
Roy und Voeckler verteidigen ihren Vorsprung von 1’ auf das Feld unter Leitung von Saxo Bank.
Tom Boonen, der in Begleitung von Addy Engels unterwegs ist, hat 7’10’’ Rückstand auf das Feld.
Vier Teamkollegen von Mark Cavendish haben sich an die Spitze des Felds geschoben.
Roy und Voeckler machen weiter Boden gut - aktueller Abstand: 1’08’’.
Roy und Voeckler machen weiter gemeinsame Sache und bauen ihren Vorsprung auf das Feld auf 1’ aus.
Bei km 139 führen die beiden Franzosen weiter mit 38’’ Vorsprung vor dem Feld, das von Omega Pharma Lotto, Liquigas und Leopard-Trek angeführt wird.
Der Wind wird sich heute vermutlich im Finish auswirken. Wir dürfen ein schnelles Finale auf den letzten 25 km mit welligem Gelände und kurvenreichen Straßen erwarten, die zur nördlichen Küste führen. Roy und Voeckler lösen sich an der Spitze gleichmäßig ab und haben einen Vorsprung von 35".
An der 137-km-Marke haben die beiden Fahrer an der Spitze 40" Vorsprung auf das Feld, in dem Matteo Tosatto von Saxo Bank den Ton angibt.
28 km vor dem Ziel haben Jérémy Roy und Thomas Voeckler ihren Vorsprung auf 45’’ ausgebaut.
Bei seinem ersten Sieg im Profilager bei einer Etappe der Paris-Nizza, die in Vallon-Pont-d’Arc endete, wurde Jérémy Roy ebenfalls im Finale von Thomas Voeckler begleitet. Damals war noch ein Dritter im Bund: Tony Martin.
Die Ausreißer bauen ihren Vorsprung aus. Roy hat den Angriff initiiert. Dabei musste er auf die Grasnarbe ausweichen, um andere Fahrer zu umschiffen. Er hat Voeckler dabei. Ihr Vorsprung vergrößert sich auf 50".
Das Feld lässt sich durch den Angriff von Roy und Voeckler nicht aus der Reserve locken. Fahrer von Leopard-Trek, Liquigas und Euskaltel sind an der Spitze des Pelotons, dessen Abstand auf die Spitze sich auf 35" erhöht hat.
Die beiden Franzosen Voeckler und Roy setzen ihren Angriff fort.
Jérémy Roy (FDJ) und Thomas Voeckler (EUC) lösen sich vom Peloton.
Ein Fahrer von Garmin-Cervélo gibt das Tempo vor, gefolgt von einem Fahrer von FDJ.
Boonen bekommt Unterstützung von Addy Engels, der sich hat zurückfallen lassen und seinen Teamkollegen unterstützt, um zum Feld aufzuschließen, das noch 36km von der Ziellinie entfernt ist. Ein Fahrer von Liquigas gibt das Tempo an der Spitze vor.
Lars Boom, der seine zweite Tour de France fährt und eben an einem Sturz in einer Gruppe um Tom Boonen beteiligt war, gewann bei der Tour de Bretagne 2008 die Etappe nach Fréhel, bevor er endgültig auf Straßenrennen umstieg.
40 km vor dem Ziel fährt das Feld geschlossen - mit Ausnahme von Tom Boonen (QST), der nach seinem Sturz bei km 102 noch immer auf der Aufholjagd ist.
Aktuell liegt ein Fahrer von FDJ an der Spitze des Felds, das durch Yffiniac rollt, die Heimatstadt des fünfmaligen Toursiegers Bernard Hinault.
Boonen ist zwar wieder im Rennen, aber er scheint starke Schmerzen zu haben. Er hält sich das rechte Schlüsselbein und verzieht das Gesicht.
Das Feld hat 45 km vor dem Ziel die vier Ausreißer Gutierrez, Delaplace, Turgot und Valentin eingeholt.
Gesink gehört zu den zahlreichen Fahrern, die heute in Stürze verwickelt waren. Er fährt zurzeit zusammen mit zwei Teamkollegen am Ende des Pelotons...
Gutierrez (MOV), Valentin (COF), Turgot (EUC) und Delaplace (SAU) haben bei km 116 nur noch 15’’ Vorsprung auf den Rest des Felds.
Gutierrez (MOV), Valentin (COF), Turgot (EUC) und Delaplace (SAU) haben aktuell 40’’ Vorsprung vor dem Peloton.
Nach seinem Sturz ist der ehemalige Weltmeister gezwungen, allein zu fahren, um zum Feld aufzuschließen.
Eine Zieleinfahrt am Cap Fréhel gab es bei der Tour noch nie, aber die Kommune hatte bereits 2008 eine Etappe der Tour zu Gast, die damals Lars Boom gewann.
Bei km 102 sind mehrere Fahrer gestürzt, darunter auch Tom Boonen, der im Moment noch am Boden sitzt und sich an der Schulter verletzt zu haben scheint.
Im Gespräch mit letour.fr gibt der dreifache Gewinner des grünen Trikots, der in diesem Jahr nicht von seinem Team Katusha für die Tour ausgewählt wurde, seine Einschätzung der ersten Etappen und der Verschiebungen in der Punktewertung. „Es passiert genau das, was ich für die Sprinter befürchtet habe, nämlich dass bei allen großen Rennen in diesem Jahr eine Tendenz zu weniger Flachetappen für die Sprinter zu beobachten ist. Die Veranstalter versuchen, das Rennen jeden Tag noch ein bisschen spektakulärer zu machen, indem sie Schwierigkeiten einbauen. Aber die Sprinter werden dadurch bestraft. Die Etappe gestern war interessant anzuschauen, aber die Kletterer, die bereits die Pyrenäen und die Alpen haben, wo sie sich hervortun können, holen sich jetzt auch noch unsere bretonischen Etappen!
Der einzige Zwischensprint bringt ein ganz neues Element in den Wettbewerb. Wir beobachten weiterhin, dass sich morgens wie üblich eine Ausreißergruppe bildet. Dann mobilisieren die restlichen zu vergebenden Punkte die Sprinter und das macht diese Flachetappen sehr lebhaft. Aber man könnte davon auch zwei pro Tag haben, das würde die Sache noch interessanter machen.
Wir werden sehen, wie das Rennen weitergeht, wenn wir beispielsweise ins Zentralmassiv kommen, aber der Kampf um das grüne Trikot könnte Fahrern wie Philippe Gilbert nützen, oder sogar Thor Hushovd, die auf den Steigungen die anderen Sprinter abschütteln können. Gilbert ist mein Favorit im Kampf um das grüne Trikot, vielleicht zusammen mit Rojas, der in den Bergen sehr gut ist.
Im Sprint, den wir gesehen haben, hatte Tyler die Situation unter Kontrolle. Ich hätte nicht gedacht, dass er seine Form zu 100% erreicht hat, aber mit einem so starken Team! Sie waren ganz ruhig, haben im richtigen Moment mit Millar, Hushovd und Dean angesetzt… und die Sache war entschieden. Während der ganzen Zeit hatte Cavendish das Nachsehen. Es ist ihm nicht gelungen, sich an Renshaw und Goss zu heften. Er lag in der letzten Kurve in einer schlechten Position und hatte keine Chance mehr, sich den Sieg zu holen.“
Gutierrez (MOV), Valentin (COF), Turgot (EUC) und Delaplace (SAU) haben km 101 mit 1’45’’ Vorsprung auf das Feld passiert.
Im Gespräch mit letour.fr zeichnet der sportliche Leiter von Movistar ein Porträt seines Sprinters Jose Joaquin Rojas, der einem Etappensieg bei der Tour immer näher kommt. „Das ist ein Fahrer, der sich in diesem Jahr noch weiterentwickelt und vor allem an Reife gewonnen hat. Er hat allmählich einiges an Erfahrung und hat jetzt auch einen anderen Status in der Gruppe, weil er auf bestimmten Etappen geschützt wird. Wir wissen, dass er im Moment sehr gute Beine hat, und sobald sich ihm eine Chance bietet, wird er sie ergreifen. Wir haben gestern gesehen, dass er mit Ausnahme von Thor Hushovd der einzige Sprinter war, der an den Schnellsten im Finale dranbleiben konnte. Wir haben nicht die Maschinerie von Garmin oder HTC, um ihn für die Sprints zu positionieren, und das ist übrigens auch nicht die Rennkultur eines spanischen Teams. Dafür arbeitet das Team aber normalerweise während der Etappen, um ihn zu schonen, und im Finish wird er von Ventoso begleitet, einem anderen Sprinter. Sie schlagen sich beide recht gut und es läuft super. Er wird auf jeden Fall in die Zwischensprints gehen, um sich das grüne Trikot zu holen. Das ist ein angesehenes Trikot, und deshalb gibt er alles. Sollten wir es verlieren, dann ganz sicher nicht kampflos.“
Christophe Kern steigt aus der Tour de France aus.
Das Feld rückt Gutierrez (MOV), Valentin (COF), Turgot (EUC) und Delaplace (SAU) bei km 92 auf die Pelle.
Die Spitzengruppe hat in der zweiten Stunde des Rennens 46,8 km zurückgelegt, was einer mittleren Geschwindigkeit von 45 km/h seit Start der Etappe entspricht.
Das Feld hat den Abstand auf Gutierrez (MOV), Valentin (COF), Turgot (EUC) und Delaplace (SAU) auf 1’45’’ verkürzt.
Jetzt ist es der dänische Meister, der an der Reihe ist zu stürzen.
Das Team Garmin hat jetzt die Position an der Spitze des Felds übernommen.
Das Team Leopard-Trek hat sich an die Spitze des Felds gesetzt, das ein hohes Tempo fährt und es Contador und Gesink nicht gerade leicht macht aufzuholen.
Contador kommt in Begleitung einer Gruppe zurück, in der auch Robert Gesink fährt, der ebenfalls in einen Sturz verwickelt war.
Gutierrez (MOV), Valentin (COF), Turgot (EUC) und Delaplace (SAU) haben km 76 mit 3’40’’ Vorsprung vor dem Feld passiert.
Einer der führenden Fahrer aus dem Team RadioShack, Janez Brajkovic, hat die Tour de France beendet. Er war bei km 71 gestürzt.
Bei km 72 stürzt Alberto Contador, aber er kann seie Fahrt fortsetzen.
1. Turgot (EUR) 20 Pkte 2. Valentin (COF) 17 Pkte 3. Gutierrez (MOV) 15 Pkte 4. Delaplace (SAU) 13 Pkte 5. Bozic (VCD) 11 Pkte 6. Boonen (QST) 10 Pkte 7. Duque (COF) 9 Pkte 8. Feillu (VCD) 8 Pkte 9. Rojas (MOV) 7 Pkte 10. Gilbert (OLO) 6 Pkte 11. Delage (FDJ) 5 Pkte 12. Isaichev (KAT) 4 Pkte 13. Cavendish (THR) 3 Pkte 14. Ventoso (MOV) 2 Pkte 15. Petacchi (LAM) 1 Pkt
Contador hat ein neues Arbeitsgerät bekommen und rennt dem Feld hinterher.
Kurz nach dem Zwischensprint hat ein Sturz gleich mehrere Fahrer straucheln lassen, darunter Brajkovic (RSH) et Gesink (RAB)
Rojas fährt hinter vier Teamkollegen her und wird von Philippe Gilbert verfolgt.
Die Teams von Garmin-Cervélo und Movistar leisten die meiste Arbeit an der Spitze des Felds.
Die Ausreißer haben den Zwischensprint von Goudelin (km 70) unter sich ausgetragen und Sébastien Turgot hat sich durchgesetzt.
Der Kopf von Sky musste auf sein Teamfahrzeug warten, aber ist jetzt wieder auf der Strecke.
LeTour.fr sprach eben mit dem ehemaligen Profi Michael Boogerd, der in diesem Jahr als Kommentator für das niederländische Fernsehen von der Tour berichtet. Wir fragten nach seiner Einschätzung, was heute im Finish passieren wird. „Es wird ein Sprint“, sagte er und warnte zugleich, „es wird aber schwierig.“ Es ist ein komplizierter Zieleinlauf mit vielen Kurven, ein paar Steigungen und viel Wind. Es wird für Cavendish hart und ich denke, dass die Etappe jemandem wie Hushovd, Boasson Hagen oder Farrar eher liegt. Mit Rückenwind wird der Sprint sehr schnell und aufgrund der Beschaffenheit der Straße besteht die Chance eines Sturzes, aber ich hoffe wirklich, dass das nicht der Fall sein wird. Gegenwind würde die Sache natürlich sicherer machen, da es Tempo raus nimmt, aber Seitenwind ist am gefährlichsten. Heute sollte es in Ordnung sein, weil der Wind im Finale von hinten kommt.“
Wiggins und Chavanel, die in einen Sturz verwickelt waren, fahren mit einer Gruppe von etwa fünfzehn anderen Fahrern dem Feld hinterher, darunter auch die Männer von Sky, die hart arbeiten, um den Rückstand wett zu machen.
Leipheimer und Dumoulin sind ebenfalls gestürzt, können aber aufstehen und fahren dem Feld nach.
Der französische Meister hat den Reißverschluss seines Trikots geöffnet und betastet nach seinem Sturz sein Schlüsselbein. Auch Wiggins war in den Sturz verwickelt, aber er rast mit Hilfe von drei Teamkollegen von Sky dem Peloton hinterher. Chavanel hat gerade zu dieser Gruppe aufgeschlossen und scheint gut unterwegs zu sein.
Etwa zehn Fahrer, darunter Moncoutié, De Gendt, Charteau, Wiggins und Chavanel, sind bei km 60 gestürzt, aber alle stehen sofort wieder auf und können weiterfahren.
Der Westen Frankreichs hat die regionalen Teilnehmer der gestrigen Etappe aufmerksam beobachtet, insbesondere Cyril Gautier, der von den französischen Fahrern auf der Etappe nach Mûr-de-Bretagne und in der Gesamtwertung am Besten platziert war. „Einen solchen Anstieg wie den hier kann man nicht wirklich steuern“, erklärt er. Aber am Anfang, der am schwierigsten ist, habe ich mich nicht verrückt machen lassen. Ich bin mit dem kleinen Kettenblatt gefahren. Ich habe nicht alles in die Waagschale geworfen, um nicht in den roten Bereich zu kommen, sodass ich mit dem großen Kettenblatt abschließen konnte.“ Der Fahrer von Europcar kommt anschließend auf seine günstige Position in der Wertung zu sprechen: „Wenn es in Paris wäre, würde ich nicht sagen, dass ich dem keine Bedeutung beimesse. Aber das ist erst der Anfang der Tour. Es können noch so viele Dinge passieren, unter anderem die Gebirgsetappen. Und dann ist es auch lustig, im 22. Departement auf dem 22. Rang zu liegen. Vielleicht bringt mir das Glück.“
Garmin-Cervélo gibt noch immer das Tempo im Feld vor, das km 45,5 mit 5’30’’ Abstand auf die Spitze passiert.
Der Fahrer von Saur-Sojasun setzt sich am höchsten Punkt des Anstiegs von Grunhuel gegen seine Mitstreiter in der Ausreißergruppe durch.
Die Equipe setzt auch heute wieder ihre Pilgerfahrt durch die Hochburgen des bretonischen Radports fort. Hier erfahren wir, dass die Fahrer auf der Etappe nach Cap Fréhel das Dorf Planguenoual passieren werden, das am 2. Mai 1971 ein historisches Ereignis verzeichnete. Bei einem lokalen Grand Prix verbuchte ein Jungspund, der im Alter von sechzehneinhalb Jahren soeben beim CO Briochin seine Lizenz abgeholt hatte, seinen ersten Sieg bei einem Radrennen. Das war der Beginn der Karriere von Bernard Hinault.
Die Männer an der Spitze haben in der ersten Stunde des Rennens 43,2 km zurückgelegt.
Am höchsten Punkt des Anstiegs von Gurunhuel gibt es einen Wertungspunkt zu vergeben.
Garmin führt das Feld an, das 5’ Abstand auf Gutierrez (MOV), Valentin (COF), Turgot (EUC) und Delaplace (SAU) hat.
Auch wenn Phil Anderson ihm den Weg gewiesen hat, als er als erster Nichteuropäer 1981 das gelbe Trikot trug, ist Cadel Evans der Mann für alle Premieren im australischen Radsport: Erster australischer Sieger der Mountain-Bike-Weltmeisterschaft, außerdem erster Australier im rosafarbenen Trikot des Giro (2002), erster Australier, der das Trikot des Führenden der Vuelta (2008) trug, der erste Australier, der bei der Tour de France (2007) ein Zeitfahren gewann und der erste Australier, der Weltmeister wurde (2009). Seit heute ist er auch der erste Australier, der je das gepunktete Trikot trug.
Das Feld hat jetzt 4’25’’ Abstand auf Gutierrez (MOV), Valentin (COF), Turgot (EUC) und Delaplace (SAU).
Er hat kurz angehalten, um einen Mechaniker seines Teams nach seinem Rad sehen zu lassen, und fährt jetzt weiter, um zum Feld aufzuschließen.
Der Sprinter vom Team HTC-Highroad steht wegen einer Reifenpanne. Auf ihn warten mehrere Teamkollegen, um ihn wieder an das Feld heranzufahren.
Der Kopf von Cofidis sammelt seit Beginn der Tour Reifenpannen. Er hat angehalten, um den Reifen zu wechseln und rollt gerade wieder in Begleitung von drei Teamkollegen los, um seinen Platz im Peloton zurückzuerobern.
Yannick Talabardon, der seine erste Tour de France bestreitet und die letzte Rückennummer des Felds trägt, wird heute 30 Jahre alt.
Jose-Ivan Gutierrez war bereits auf der dritten Etappe auf dem Weg nach Redon in der Ausreißergruppe. Auch wenn der Spanier sich mit solchen Angriffen aus der Ferne auskennt, erreichte er seine beste Platzierung bei der Tour de France beim Prolog der Auflage 2004 hinter Fabian Cancellara und Lance Armstrong. Das Zeitfahren ist die Spezialdisziplin von Gutierrez, in der er mehrere Male Europameister wurde.
Die heutige Ausgabe der Equipe zieht Lektionen aus der Zielankunft der Etappe nach Mûr-de-Bretagne, wo sich Cadel Evans den Ruhm mit Alberto Contador teilte, der seine Spritzigkeit wiedergefunden hat, und auch Andy Schleck, der mit einem Abstand von 8’’ auf der Ziellinie leicht im Hintertreffen war. Für Philippe Bouvet gibt die „kleine Nichtigkeiten, die zählen, und wir sprechen hier nicht über die acht Sekunden Abstand, sondern vielmehr von der Bedeutung, die man ihnen beimisst. Andy Schleck hatte keine einzige Reifenpanne und er hat sich im Zielbereich dermaßen zurückgehalten, das er bei diesem Stelldichein, das keiner der Favoriten ausschlagen durfte, nur 23. wurde (knapp vor Cyril Gautier, der nicht nur der schnellste Bretone, sondern auch der schnellste Franzose ist).“
Gutierrez (MOV), Valentin (COF), Turgot (EUC) und Delaplace (SAU) machen weiter Boden gut und führen bei km 15 mit 3’ Vorsprung.
Anthony Delaplace nimmt an seiner ersten Tour de France teil, er ist 21 Jahre alt.
Die Ausreißer bauen ihren Vorsprung auf 2’35’’ aus.
Gutierrez (MOV), Valentin (COF), Turgot (EUC) und Delaplace (SAU) haben bei km 9 bereits 1’45’’ Vorsprung auf das Peloton.
Vor der Etappe lag Sébastien Turgot auf dem 72. Rang der Gesamtwertung mit 3’12’’ Rückstand auf Thor Hushovd.
Das Team Sky gewinnt die Etappe nach Mûr-de-Bretagne, weil Rigoberto Uran als vierter Fahrer mit der Siegerzeit, Bradley Wiggins und Geraint Thomas, der sich das weiße Trikot holte, innerhalb von acht Sekunden über die Ziellinie gingen. Aber es fehlten zwei Sekunden, um Garmin-Cervélo zu entthronen, die weiter die Mannschaftswertung anführen. Die Abstände sind jedoch gering und Leopard-Trek folgt mit vier Sekunden Rückstand und die scheidenden Meister RadioShack mit zehn Sekunden.
Gutierrez (MOV), Valentin (COF), Turgot (EUC) und Delaplace (SAU) haben 45’’ Vorsprung auf das Peloton herausgefahren.
Das Feld fährt ein hohes Tempo und verhindert, dass die Angreifer Boden gut machen.
Bereits auf dem ersten Kilometer versuchen drei Fahrer sich abzusetzen und fahren ca. 30 m Vorsprung heraus, aber das Feld zieht nach.
Die Fahrer haben die Linie bei Kilometer Null um 13h49 überquert. Es sind 197 Fahrer am Start, es gab keine Aufgaben.
Nachdem er bereits das gelbe, das gepunktete und das grüne Trikot getragen hat, fährt Philippe Gilbert nun wieder im schwarz-gelb-roten Trikot des belgischen Meisters.
Auch wenn Rigoberto Uran der beste Jungfahrer auf der Etappe nach Mûr-de-Bretagne (4.) war, behält sein Teamkollege Geraint Thomas das weiße Trikot mit der gleichen Zeit wie ein weiterer Fahrer von Sky, der ebenfalls in der Wertung der Fahrer unter 26 Jahren mitmischt: Edvald Boasson Hagen. Tejay Van Garderen hat eine Sekunde Abstand auf die beiden Führenden.
Die Anwendung des neuen Wertungssystems hat Cadel Evans zwei Punkte gebracht, weil er als Erster am höchsten Punkt des ersten Anstiegs der Kategorie der Tour de France ankam. Er führt damit vor vier weiteren Fahrern, die im Moment in der Bergwertung sind, mit jeweils einem Punkt: Gilbert, Delage, Hoogerland und Contador.
Jose Joaquin Rojas behält das grüne Trikot, auch wenn Cadel Evans und Philippe Gilbert gefährlich nahekommen. Der spanische Meister hat nur noch zwei Punkte Vorsprung auf den gestrigen Sieger und verdankt seinen Platz an der Spitze der Wertung einem ausgezeichneten Schlussanstieg. Als 11. der Etappe ist der neben Gilbert der Einzige, der gleichzeitig auf dem Zwischensprint und im Ziel Punkte geholt hat.
Thor Hushovd ist es gelungen, auf dem Schlussanstieg nach Mûr-de-Bretagne an den Besten dranzubleiben, d.h. an den sechs Fahrern, die die Etappe unter sich ausgemacht haben. Cadel Evans, der auf der Ziellinie die Nase vorn hatte, hat 1’’ Abstand auf das gelbe Trikot und steigt einen Rang in der Hierarchie, da David Millar nicht mit dem Tempo mithalten konnte. Es ist jetzt Frank Schleck, der das vorläufige Siegertrio komplettiert, mit 4’’ Abstand auf den norwegischen Führenden.
Das Peloton rollt aktuell im Konvoi durch Carhaix in Richtung des reellen Starts, der 4,5 km vom Treffpunkt entfernt liegt.
Die Fahrer starten heute von Carhaix auf eine 164,5 km lange Strecke nach Cap Fréhel, die sie durch die Departements Finistère und Côtes-d’Armor führt. Der fiktive Start war um 12h40.