
Grenoble
42.5 km
Sonnabend 23 Juli
„Es handelt sich
um das einzige Einzelzeitfahren, da sich in der ersten Woche schon
die Teams in dieser Disziplin gemessen haben, und ein weiteres
Zeitfahren nach der Hälfte der Tour keinen Sinn ergibt. Die Strecke
ist hügelig, und die Straße steigt an, auch wenn es sich keineswegs
um Passhöhen handelt. Der Tagessieg wird kein Selbstläufer für
einen Spezialisten der Disziplin, da das letzte Zeitfahren der Tour
(die im Vorjahr von Cancellara gewonnene Etappe Bordeaux-Pauillac
stellt eine Ausnahme dar) den Fahrern körperlich einiges abverlangt
und eher etwas für robuste Kerle ist. Bei dieser Einzelübung ist es
unmöglich, zu bluffen oder sich an das Hinterrad der Teamgefährten
zu klemmen. Meiner Meinung nach fällt die Entscheidung aber schon
vor Grenoble. Häufig entscheidet sich bei diesem Anlass aber der
dritte Podiumsplatz, die Wertung der Nachwuchsfahrer oder der
Mannschaftswettbewerb.“
Grenoble bei Nacht: Blick auf die Chaine de Belledonne vom Isère-Ufer aus© Jacques Marie Francillon
Grenoble befindet sich inmitten der Alpen und ist nicht nur umgeben von Bergen – ein wahres Paradies der Freiluftaktivitäten für Freizeit und Sport – sondern bildet auch die ideale Ausgangsbasis für alle Naturliebhaber und Abenteurer. Die Geburtsstadt von Stendhal, dem Erfinder des ersten Fremdenführers, lebt an jedem Ort dessen berühmte Beschreibung: „In Grenoble entdeckt man am Ende jeder Straße einen Berg.“ Das Erbe der dichten und abwechslungsreichen Bausubstanz reicht von den Verwirklichungen der Römerzeit bis zur Innovation der nachhaltigen Städteplanung von heute. Die Stadt erschließt sich dem Besucher auf einem zauberhaften Spaziergang durch Gassen und über Plätze, wo es das ganze Jahr hindurch aufgrund der Energie der Studenten und der vielen Festivals sehr lebhaft zugeht. Hier kann man sich auf kulturelle Entdeckungsreise begeben, etwa im Museum von Grenoble, im Maison de la Culture-MC2 oder Le Magasin – Nationales Zentrum für zeitgenössische Kunst; oder aber man erliegt der Versuchung eines Ausflugs in die Höhe, indem man die städtische Seilbahn Bastille besteigt, von wo aus sich einer der schönsten Ausblicke auf die französischen Alpen ergibt. Ein Stelldichein in Grenoble... eine Stadt, in der man über sich hinauswächst!
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Städtische Seilbahn Bastille mit Rundumblick auf Grenoble© Sylvain Frappat
In Grenoble ist Sport jedermanns Sache. Mit 130 Sportstätten und -plätzen, die jährlich von fast 2.300.000 Menschen benutzt werden, mit mehr als 2.000 Veranstaltungen pro Jahr und einem Jahresetat für Sport von 13 M€ führt die Stadt Grenoble seit 1995 eine Politik, die alle Sportarten ohne Exklusivität fördern will. Durch Investitionen in neue Infrastrukturen, durch die Unterstützung und den Ausbau von Aktivitäten, Vereinen und Initiativen achtet die Stadt Grenoble darauf, dass der Sport, ein wichtiger Träger des sozialen Zusammenhalts, nicht nur für den persönlichen Ausgleich und die eigene Leibesertüchtigung sorgt, sondern gemeinschaftlich auch als Mittel zur Sozialisierung und Integration wahrgenommen wird. Ob in der Jugendförderung oder im Rahmen von Entdeckungen – die Stadt hat die feste Absicht, sportliche Betätigungen und internationale Wettbewerbe für Einzel- und Mannschaftssportarten mit der Maxime „Sport für alle und von allen“ sowie den damit verbundenen Werten zu ermöglichen.
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